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LGT Navigator: Durchzogener Auftakt der «Earnings Season»

LGT Navigator : Die ersten Quartalsergebnisse der beiden US-Grossbanken JPMorgan und Citigroup konnten zwar die Markterwartungen übertreffen, jedoch der allgemeinen Börsenstimmung keinen wirklich positiven Impuls liefern.

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Für eine zunehmende Nervosität sorgt mittlerweile auch die drohende Eskalation des Ukraine-Konflikts. In den USA bleiben heute die Finanzmärkte aufgrund eines Feiertages zu Ehren von Martin Luther King Jr. geschlossen.  In China versucht unterdessen die Zentralbank mit einer Leitzinssenkung das Wirtschaftstempo wieder zu beschleunigen.

Zum Ende der vergangenen Woche konnten sich die zuvor aufgrund des forcierten Tempos der geldpolitischen Normalisierung der US-Notenbank unter Druck geratenen Technologiewerte weiter erholen. An der Nasdaq legten die Indizes am Freitag um rund dreiviertel Prozent zu. Der Dow Jones Industrial litt hingegen unter enttäuschenden Konjunkturdaten und den nichts vollends überzeugenden Quartalsergebnissen grosser US-Banken. Der Dow schloss vor dem verlängerten Wochenende rund ein halbes Prozent tiefer. Auf Wochensicht verbuchte der Dow ein Minus von knapp ein Prozent. Der S&P 500 blieb seinerseits praktisch unverändert zum Vortag.

JPMorgan Chase und Citigroup verbuchten im Schlussquartal 2021 Gewinnrückgange. Zwar übertrafen die Banken trotzdem die Konsenserwartungen teilweise deutlich, jedoch vermochten die Quartalsausweise den Markt nicht zu überzeugen und die Aktien gaben am Freitag nach. JPMorgan wies einen Nettoquartalsgewinn je Aktie von USD 3.33 (Konsens USD 3.01) aus und Citi einen solchen von USD 1.46 aus (Konsens USD 1.43).

Chinas Zentralbank greift der Wirtschaft unter die Arme und lockert Leitzins

Vor dem Hintergrund eines schwachen Wirtschaftswachstums im Schlussquartal 2021 senkte die chinesische Zentralbank heute ihren Leitzins zum ersten Mal seit fast zwei Jahren. Zuvor hatte das Statistikamt in Peking gemeldet, dass Chinas Wirtschaft im Schlussquartal 2021 um «nur» +4% gewachsen ist. Auf das Gesamtjahr gesehen erreichte die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft eine Wachstumsrate von +8.1%. Das kräftige Plus auf Jahressicht lässt sich aber vor allem mit der niedrigen Vergleichsbasis durch das erste Pandemiejahr 2020 erklären.

Getrübte Konsumentenstimmung in den USA und schwaches Jahresende im Einzelhandel

Die amerikanischen Retailer verbuchten im Dezember einen deutlicher als erwarteten Rückgang der Umsätze. Im Vergleich zum Vormonat brachen die Einzelhandelsumsätze Ende des letzten Jahres um -1.9% ein, während Analysten einen nur minimalen Rückgang um +0.1% prognostiziert hatten.

Die Konsumentenstimmung trübte sich zudem zu Beginn des Jahres gemäss der Universität Michigan ein und das Verbrauchervertrauensbarometer fiel im Januar auf den tiefsten Stand seit über zehn Jahren.

Ungebrochener Inflationstrend in der Eurozone

In Frankreich wurde die Teuerungsrate der Verbraucherpreise im Dezember mit +3.4% bestätigt. Treiber bleiben weiterhin vor allem die Energiepreise, die Ende 2021 auf Jahressicht um +18.5% zulegten. Damit ist die Inflation in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone aber zumindest erstmals seit August nicht weiter gestiegen. Zudem weist Frankreich eine deutlich geringere Teuerungsrate als beispielsweise Deutschland mit +5.7% aus. In Spanien kletterte unterdessen die Inflationsrate im Dezember auf +6.6% – ein massiver Sprung von +5.5% im November – und erreicht damit das höchste Niveau seit knapp 30 Jahren.

EZB-Chefin Lagarde bekräftigt ihren Inflationsausblick

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), geht nach wie vor davon aus, dass sich die Inflation in der Eurozone im Laufe dieses Jahres wieder abschwächen wird. Ende 2021 erreichte die Teuerungsrate im Euroraum mit +5.0% ein Rekordhoch. Die bekannten Inflationstreiber würden noch in diesem Jahr nachlassen, zeigte sich Lagarde überzeugt und betonte, dass die EZB über Flexibilität verfüge, um auf veränderte Umstände zu reagieren.

Wirtschaftskalender 17. Januar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
00:00USAFeiertag (Martin Luther King Jr. Day)  
10:00ITVerbraucherpreise (Dezember, J/J)+4.1%
11:00EZVerbraucherpreise (Dezember, J/J)+4.9%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (Dezember, J/J)+2.6%

Unternehmenskalender 17. Januar

LandUnternehmenPeriode
ESPRepsolQ4 Umsatz
GBRio TintoQ4 Umsatz

Quelle: BondWorld.ch


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