LGT Navigator

LGT Navigator: Börsen im eisigen Gegenwind

LGT Navigator : Die stärker werdende Angst vor einer Eskalation und kriegerischen Auseinandersetzung im Ukraine-Konflikt sowie die Aussicht auf eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) liessen die Aktienkurse zu Wochenbeginn weltweit einbrechen.

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


Den Börsen weht ein eisiger Wind entgegen und die Anlegerstimmung ist durch die sich verschärfenden Unsicherheitsfaktoren spürbar angeschlagen.

Nachdem der Wochenstart an Europas Aktienmärkten bereits tiefrote Aktienkurse zeigte – der EuroStoxx 50 verlor gut vier Prozent –, setzte sich der negative Trend gestern auch an der Wall Street zunächst fort und der Dow fiel um mehr als drei Prozent. Dann drehten die Indizes in New York aber im späten Handel noch knapp ins Plus. Einerseits traten Schnäppchenjäger auf das Börsenparkett, und andererseits sorgte die Ankündigung von direkten Gesprächen zwischen der Ukraine und Russland in Paris zur Lösung des Ukraine-Konflikts für Hoffnungen. Neben dem anstehenden geldpolitischen Richtungsentscheid der US-Zentralbank am Mittwochabend und dem schwelenden Konflikt zwischen dem Westen und Russland prägt auch die laufende Unternehmensberichtssaison das Börsenbild. Nach einem enttäuschenden Auftakt zur «Earnings Season» steht heute insbesondere das Quartalsergebnis des Softwarekonzerns Microsoft im Mittelpunkt.

Asiens Aktienmärkte standen ebenfalls in eisigem Gegenwind. In Tokio und in Hongkong verlieren die Indizes heute gut eineinhalb Prozent. Die Aktien in Festland-China fielen ebenfalls vor dem bevorstehenden chinesischen Neujahrsfest. In Shanghai verliert der Composite Index gut ein Prozent. Für Aufsehen sorgte eine überraschende Zinserhöhung der Zentralbank von Singapur. Erstmals seit sieben Jahren hat die Notenbank des Stadtstaats ihre geldpolitischen Zügel gestrafft, um dem steigenden Inflationsdruck entgegenzuwirken.

Ukraine-Konflikt spitzt sich weiter zu

Das westliche Militärbündnis NATO hat Überlegungen der USA zu einer Truppenaufstockung in Bündnisstaaten in Osteuropa bestätigt. Als Reaktion auf den russischen Truppenaufmarsch an den Grenzen zur Ukraine werden auch andere Alliierte wie Frankreich, Spanien, die Niederlande oder Dänemark ihre Präsenz verstärken, erklärte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Die New York Times hatte zuvor berichtet, dass US-Präsident Joe Biden die Entsendung von bis zu 5’000 US-Soldaten sowie von Kriegsschiffen und Flugzeugen erwägt.

Omikron trübt Geschäftsklima auf beiden Seiten des Atlantiks

Neuste Umfragewerte der Londoner Marktforschungsfirma IHS Markit bestätigten, dass sich die Einschätzung der befragten Unternehmen im Dienstleistungs- und Industriesektor der Eurozone wie auch in Grossbritannien und den USA zu Jahresbeginn verschlechtert hat. Der Sammelindex (PMI Composite) für die US-Privatwirtschaft brach im Januar von 57.0 Punkten im Vormonat auf 50.8 Zähler ein und notiert damit nur noch knapp über der 50er Wachstumsschwelle. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie fiel auf den tiefsten Stand seit 15 Monaten und der PMI für die Dienstleistungsbranche gab von 57.6 auf 50.9 ebenfalls deutlich nach und notiert nun auf dem niedrigsten Niveau seit eineinhalb Jahren. Laut IHS Markit bremst die schnelle Ausbreitung der Omikron-Variante vor allem den Dienstleistungssektor aus. Besonders betroffen sind Tourismus, Reisen und Freizeit. In der Industrie hat sich unterdessen die Situation wieder etwas verbessert. Positiv sei, dass sich die Lieferengpässe und der Kostendruck in der Industrie abgeschwächt habe, erklärte Markit-Chefökonom Chris Williamson.

Auch in der Eurozone signalisierte der zusammengefasste Einkaufsmanagerindex eine Eintrübung des Geschäftsklimas. Der Einkaufsmanagerindex fiel von 53.3 auf 52.4 Punkte (Konsens 52.6) den zweiten Monat in Folge und gab damit auf den tiefsten Stand seit knapp einem Jahr.

Ein ähnliches Bild zeigte sich in Grossbritannien. Der britische Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft gab im Januar um 0.2 auf 53.4 Punkte nach. Auch hier war es der Dienstleistungssektor, der unter den Pandemie-bedingten Unsicherheiten leidet.

Wirtschaftskalender 25. Januar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
10:00DEIfo Geschäftsklima (Januar)94.7
15:00USAS&P/CaseShiller Häuserpreise 20 Grossstädte (November, J/J)+18.4%
16:00USAVerbrauchervertrauen (Januar)115.8

Unternehmenskalender 25. Januar

LandUnternehmenPeriode
KORHyundai MotorQ4
CHLogitechQ3
FRRemy CointreauQ3 Umsatz
SWEEricssonJahreszahlen
USAMicrosoftQ4
USAJohnson & JohnsonQ4
USATexas InstrumentsQ4
USAVisaQ4
USAVerizon CommunicationsQ4
USAAmerican ExpressQ4
USA3MQ4

Quelle: BondWorld.ch


Newsletter
Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
ETFWorld

Newsletter investmentworld.ch

Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.