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LGT Navigator: Geldpolitik und Unternehmensergebnisse bleiben im Fokus

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LGT Navigator : Die Europäische Zentralbank und die Bank of England entscheiden diese Woche über den weiteren geldpolitischen Kurs.

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In China kühlt sich die Dynamik in der Industrie ab, und in den USA sinkt das Konsumentenvertrauen auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren.

Nachdem die amerikanische Zentralbank mit ihrer restriktiveren Ausrichtung die Finanzmärkte in der vergangenen Woche nochmals durchgeschüttelt hat, stehen in der neuen Woche erneut zwei gewichtige Zinsentscheide im Mittelpunkt. Die Europäische Zentralbank geht nach wie vor von einem baldigen Rückgang der Inflation aus und hält deshalb vorerst an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Die Bank of England hat hingegen bereits auf den gestiegenen Inflationsdruck reagiert. Beide Zentralbanken werden am Donnerstag ihren Entscheid bekannt geben. Abgesehen davon dürften sich Investoren von der laufenden Gewinnsaison neue Impulse erhoffen.

Die Börsen in New York beendeten den Handel am Freitag nach einer volatilen Woche im Plus. Der S&P 500 kletterte mehr als 2% und der Technologieindex Nasdaq 100 avancierte gar um über 3%. Der Dow Jones Industrial kletterte rund 1.6% und wies auch auf Wochenbasis einen Gewinn aus. In Asien starten die Aktienmärkte uneinheitlich in die neue Woche. In Tokio notiert der Nikkei 1.2% fester. Auch der Hang Seng in Hongkong steht deutlich im Plus, während der Shanghai Composite rund 1% verliert.

Neben den Notenbankentscheiden in Frankfurt und London stehen in dieser Woche erneut auch einige wichtige und potenziell marktbewegende Quartalsergebnisse von Blue-Chip-Unternehmen auf der Agenda. Dazu zählen Alphabet und UBS (Dienstag), Novartis, Sony und Meta (Mittwoch), Roche, ABB, Merck & Co und Amazon (Donnerstag), Sanofi (Freitag). Die Handelswoche wird in Asien zudem durch das chinesische Neujahrsfest beeinflusst sein.

Chinesisches Wirtschaftswachstum kühlt sich ab

Die Dynamik in Chinas Industrie hat sich zum Jahresbeginn abgekühlt. Der Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe fiel im Januar auf 49.1 Punkte, von 50.9 im Vormonat. Dabei handelt es sich um den schwächsten Wert seit Februar 2020. Beobachter hatten einen Rückgang auf 50 Punkte erwartet. Etwas besser fiel der staatlich erhobene Einkaufsmanagerindex aus. Er ist im Januar von 52.7 auf 51.1 Zähler gefallen.

Auch die chinesische Wirtschaft hat nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Schwung verloren und steckt in einer «bedeutsamen Flaute». Die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft wird den Prognosen des IWF zufolge im laufenden Jahr um +4.8% wachsen. Bisher wurde von +5.6% ausgegangen. Begründet sei dies durch die Reduktion staatlicher Stimulierung, den Fokus der Zentralregierung auf eine Reduzierung der Verschuldung sowie die regulatorischen Massnahmen im Technologiesektor.

In Japan ist die Industrieproduktion Ende Jahr stärker als erwartet gefallen. Sie ist im Dezember im Vergleich zum Vormonat um ein Prozent gesunken.

Konsumentenstimmung in den USA sinkt auf tiefstes Niveau seit mehr als zehn Jahren

Den neusten Umfrageergebnissen der Universität Michigan zufolge hat sich das Verbrauchervertrauen der Amerikaner zu Jahresbeginn deutlich eingetrübt. Das entsprechende Konsumklimabarometer fiel dabei auf den niedrigsten Stand seit November 2011. Belastet wird die Stimmung einerseits durch die andauernde Pandemie und andererseits durch die hohe Inflation.

Deutsche Wirtschaft verliert im Q4 2021 an Schwung

Die deutsche Wirtschaft ist im Schlussquartal des vergangenen Jahres gegenüber dem Vorquartal um -0.7% geschrumpft und hat sich damit schwächer als angenommen entwickelt. Ökonomen hatten mit einem Rückgang um -0.5% gerechnet. Im Vorquartal war die grösste Volkswirtschaft Europas noch um +1.3% auf Quartalsbasis gewachsen. Schwächer ausgefallen war im Q4 vor allem der Privatkonsum, dies vor dem Hintergrund steigender Corona-Fallzahlen. Im Gesamtjahr 2021 wies Deutschland ein BIP-Wachstum von +2.8% aus.

Frankreichs Wirtschaft konnte hingegen in den letzten drei Monaten 2021 die Erholung fortsetzen und expandierte um +0.7% zum Vorquartal. Analysten hatten +0.5% prognostiziert. Dennoch hat sich das Aufholtempo auch in Europas zweitgrösster Volkswirtschaft deutlich verlangsamt. Im Q3 resultierte noch eine Wachstumsrate von +3.1%. Für das Gesamtjahr 2021 weist Frankreich ein BIP-Wachstum von +7.0% aus, nach einem Einbruch von -8.0% im Jahr 2020.

Die spanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2021 ebenfalls gewachsen. Das BIP erhöhte sich im Vergleich zum Vorquartal um +2.0% und wuchs damit deutlich kräftiger als mit +1.4% erwartet. Im Gesamtjahr 2021 betrug das Wirtschaftswachstum +7.2%.

Wirtschaftskalender 31. Januar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEImportpreise (Dezember, J/J)+24.7%
09:00ESPVerbraucherpreise (Januar, J/J)+6.6%
09:00ESPBIP Q4 (Q/Q)+2.6%
09:00AUTBIP Q4 (Q/Q)+3.8%
10:00ITBIP Q4 (Q/Q)+2.6%
11:00EZBIP Q4 (Q/Q)+2.2%
14:00DEVerbraucherpreise (Januar, J/J)+5.7%
15:45USAChicago Einkaufsmanagerindex (Januar) 64.3

Unternehmenskalender 1. Februar

LandUnternehmenPeriode
CHUBSJahreszahlen
USAAlphabetQ4
USAAMDQ4
USAUPSQ4
USAExxonMobilQ4
USAGeneral MotorsQ4
USAStarbucksQ4
USAPayPalQ4

Quelle: BondWorld.ch


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