Was letzte Woche geschah: Die Angst vor einem Austritt Grossbritanniens aus der Europäischen Union führte dazu, dass viele Investoren das Risiko in ihren Portfolios reduzierten. In den fünf Tagen vor dem 16. Juni verloren Aktien $851m, Hochzinsanleihen $1.960m und Gold gewann fast $1.000m……
Markteinschätzungen von Stephan Meschenmoser vom BlackRock Solutions Team
Auch die Volatilität an den Märkten nahm zu und Japan verzeichnete den stärksten wöchentlichen Kursrückgang seit Februar. Die Entscheidung der amerikanischen Zentralbank, die Zinsen unverändert zu lassen, führte auch dazu, dass die Investoren jetzt von einer Verlangsamung des Normalisierungsprozesses der Zinsen ausgehen.
Aktien mit wachsender Dividende: Die zunehmende Risikoaversion an den Märkten im Vorlauf der britischen Europaabstimmung sowie die unterschiedlichen Geldpolitiken der Zentralbanken führte unter anderem dazu, dass der zuvor zu beobachtende Trend divergierender Zinsniveaus eine Pause einlegte. Die amerikanische Zentralbank beschloss, die Zinsen noch nicht weiter anzuheben, da globale Wachstumsrisiken und Unsicherheiten auf dem Arbeitsmarkt als gravierender als ein möglicher Inflationsdruck gewertet wurden. Die europäische Zentralbank kauft weiter Staatsanleihen an und auch die japanische Zentralbank könnte zwischen Juli und September weitere Lockerungsmassnahmen ankündigen. Im Ergebnis führte das dazu, dass global die Zinsen weiter fielen. Aufgrund dessen heben wir unsere Einschätzung amerikanischer Staatsanleihen auf neutral an und bleiben vorsichtig, was riskantere Anlageklassen betrifft. Die negativen Zinsen ausserhalb der USA führen zu vermehrter Nachfrage nach langlaufenden amerikanischen – besonders inflationsgeschützten – Obligationen. Die sich verlangsamende Zinsdivergenz könnte Aufwertungsdruck vom Dollar nehmen und wir schätzen Gold momentan als gutes diversifizierendes Investment ein.
Was diese Woche ansteht: Diese Woche wird vom Ergebnis der Abstimmung im Vereinigten Königreich über den Verbleib in der Europäischen Union dominiert werden. Unter einer Austrittsentscheidung würden wahrscheinlich vor allem das Pfund Sterling und englische Aktien leiden. Ein Verbleib Grossbritanniens könnte für die globalen Märkten ein positives Zeichen setzen.
„Ein Verbleib Grossbritanniens könnte für die globalen Märkten ein positives Zeichen setzen.“
Quelle: AdvisorWorld.ch
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