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Columbia Threadneedle: Nachhaltiges Investieren – Anlagetrends mit Potenzial

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Columbia Threadneedle :  Der Klimawandel wird uns Investments noch viele Jahre als dominierendes Thema begleiten.

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Eva-Maria Hintner, Country Head Schweiz bei Columbia Threadneedle Investments.


Die Netto-Null-Emissionsziele, die sich viele Unternehmen selbst gesetzt haben, würden von den Marktteilnehmern genau beobachtet. Daran ändere auch der Russland-Ukraine-Konflikt nichts. „Vielmehr könnte die Verringerung der Abhängigkeit von russischem Gas die Transformation insbesondere in Europa beschleunigen“, so Eva-Maria Hintner, Country Head Schweiz bei Columbia Threadneedle Investments.

Laut Hintner befinden wir uns in einem entscheidenden Jahrzehnt, in dem es darum geht, den Übergang auf saubere Energien zu beschleunigen und die Emissionen strukturell zu senken. „Die zusätzlichen Kapazitäten an erneuerbaren Energien dürften 2022 das fossile Pendant gemessen in Gigawatt weiterhin übertreffen – mit Solarenergie als dominierender Technologie. Die Unterstützung von Seiten der Politik und zunehmend ausgereifte Technologien ermöglichen einen günstigen Zugang zu Kapital an den massgeblichen Märkten“, sagt Hintner. Solarenergie sei in den meisten Ländern bereits günstiger als die Errichtung neuer Kraftwerke auf Basis fossiler Brennstoffe. Dabei dürften die steigenden Preise für fossile Brennstoffe die erneuerbaren Alternativen künftig noch kostengünstiger und damit wettbewerbsfähiger machen.

Einen weiteren Trend sieht Hintner in grüner Mobilität, dass durch das stark zunehmende Interesse an Wasserstoff, emissionsarmen/- freien Fahrzeugen und einer Ladeinfrastruktur bestimmt wird. Neben neuen Methoden zur Erzeugung von grünem Wasserstoff biete nachhaltiger Flugtreibstoff (Sustainable Aviation Fuel – SAF) grosses Potenzial. Die Nachfrage nach SAF steige, werde jedoch noch durch die hohen Kosten in Schach gehalten. „Angesichts einer zunehmenden Akzeptanz am Markt und einer künftig wohl höheren Besteuerung von Kerosin dürfte nachhaltiges Flugbenzin wettbewerbsfähig werden“, erklärt Hintner. Der rapide Ausbau der Ladeinfrastruktur hingegen werde die Einführung von Elektrofahrzeugen beschleunigen, unterstützt von der steigenden Nachfrage von Seiten der Verbraucher und kommerzieller Nutzer.

Hintner geht davon aus, dass der Druck in Sachen Nachhaltigkeit auf Unternehmen und Vorstände wächst. Künftig müssten zunehmend Experten mit Fachkenntnissen in Sachen strategischer oder technischer Nachhaltigkeit an die Stelle von Generalisten treten. Ausserdem werde ESG-Aktivismus den Wandel vorantreiben und das Engagement von Anlegern und Interessengruppen werde deutlich zunehmen. „Aufgrund der Pandemie gilt die Aufmerksamkeit vermehrt gesellschaftlichen Fragen. Nationale und supranationale Vorschriften bezüglich der Frage nach Menschenrechten werden zunehmend an Bedeutung gewinnen“, ist Hintner überzeugt.

Die Themen Klima, Energiesicherheit, Ungleichheit und gemeinsamer Wohlstand polarisierten die Gesellschaft. „Die Welt muss angesichts des Kriegs in der Ukraine und den Auswirkungen auf den Energiemarkt auch Umwege in Richtung Netto-Null gehen. Zum Beispiel ist die Stilllegung von Kraftwerken auf Basis fossiler Brennstoffe nicht die einzige Antwort auf das Emissionsproblem. Da sich unterdessen die Kosten des Coronavirus immer deutlicher abzeichnen, ist davon auszugehen, dass gesellschaftspolitische Entscheidungen die Märkte beeinflussen werden.“

Auch der Naturverlust werde Anleger verstärkt beschäftigen, und zwar als systemisches Umweltrisiko. Regulatorische Meilensteine, wie beispielsweise die EU-Taxonomie oder die für 2022 erwarteten Rahmenbedingungen der Taskforce for Nature-related Financial Disclosures (TNFD), würden den Weg zu einem breiteren Verständnis der Risiken für die Natur ebnen. Etliche Unternehmen hätten die Risiken bereits erkannt und entwickeln naturfreundliche Initiativen. „Das Bewusstsein nimmt zu, dass weder dem Klimawandel noch dem Verlust natürlicher Lebensräume mit Silodenken beizukommen ist, denn beide Aspekte sind eng miteinander verbunden“, so Hintner abschliessend.

Quelle: AdvisorWorld.ch


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