Federated Hermes : Unternehmen sehen sich steigenden Zinssätzen sowie einer anhaltenden und steigenden Inflation ausgesetzt – es stellt sich nun die Frage nach dem Umfang der Korrektur der Unternehmensgewinne.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
Von Louise Dudley, Portfolio Manager – Global Equities, bei Federated Hermes Limited
“Wir erleben eine akute Risikoaversion der Anleger. Dies geht einher mit Negativ-Korrekturen von Analysten angesichts einer Vielzahl von Bedenken hinsichtlich der Unternehmen, die sich steigenden Zinssätzen sowie einer anhaltenden und steigenden Inflation ausgesetzt sehen. Es stellt sich die Frage nach dem Umfang der Korrektur der Unternehmensgewinne. Zudem besteht eine erhebliche Unsicherheit vor der Berichtssaison, da die Managementteams der Unternehmen wenig Transparenz liefern. Und der Pessimismus ist groß.
Aber es gibt auch Aktien, die diese niedrigen Prognosen deutlich schlagen können. Dies gilt insbesondere für Unternehmen, die zu Beginn des Jahres hohe Bestände zu niedrigeren Preisen übernommen haben und nun von den Preiserhöhungen profitieren können. Die jüngsten Inflationsdaten bestätigen: Die Preise steigen weiter. Und die Unternehmen werden mit einem Umfeld konfrontiert, in dem sich die Arbeits-, Fracht- und Rohstoffkosten zunehmend erhöhen. Unternehmen, die über flexiblere Logistikkanäle verfügen, werden besser in der Lage sein, dieses sich rasch verändernde Umfeld zu meistern.
Die Bank of Canada steht mit einer am Mittwoch angekündigten Zinserhöhung um ein Prozent sowie weiteren Erhöhungen an der Spitze der Zentralbanken. In einem stark rohstofflastigen Markt wird dieser frühe große Schritt von anderen Zentralbanken, die ebenfalls um die Eindämmung und Verhinderung einer ausufernden Inflation kämpfen, beobachtet werden. Die Wahrscheinlichkeit eines 1 %igen Zinsschritts der FED ist nun größer geworden. Damit wächst auch die Sorge vor einer kurzfristigen Verlangsamung der US-Wirtschaft. Die Anleger suchen in diesem risikoarmen Markt nach defensiven, hochverzinslichen Aktien.”
Quelle : AdvisorWorld
Newsletter




