GAM Marktkommentar: Europäisches QE-Programm könnte Zweifel am Euro stärken

  • Home
  • Marktanalyse
  • GAM Marktkommentar: Europäisches QE-Programm könnte Zweifel am Euro stärken

Ein europäisches Programm zum Quantitative Easing (QE) könnte die Zweifel am Euro weiter nähren, wenn die erste Euphorie abgeklungen ist. Das ist die Einschätzung von Adrian Owens, Währungsexperte bei GAM und Fondsmanager des GAM Star Global Rates im Vorfeld der morgigen Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB)…..


Sign up for our free newsletter to receive weekly news from BONDWorld. Click here to register for your free copy 


 „Die Freigabe des Franken-Wechselkurses durch die Schweizer Nationalbank von letzter Woche sollte auch als Warnung verstanden werden, wie schwer es ist, sich auf unbestimmte Zeit gegen die fundamentale Entwicklung und die Marktkräfte zu stemmen. Und wenn es jemals ein Währungsregime gegeben hat, dass nicht durch die Fundamentaldaten gerechtfertigt war, dann ist es der Euro“, erklärt er.

Die reflexartige Reaktion der Märkte habe auch andere Währungsbindungen wie etwa im Fall der Dänischen Krone unter Druck gesetzt. „Aber vor allem die EZB sollte beherzigen, was passiert, wenn die volkswirtschaftlichen Grundlagen ignoriert werden“, betont Owens. So rechtfertige die deutsche Wirtschaft eine deutlich stärkere Währung, als dies in Südeuropa der Fall ist. Die Gründungsväter des Euro hätten anerkannt, dass es im Währungsraum auch eine wirtschaftliche Angleichung geben muss, was in den – heute weitestgehend ignorierten – Maastricht-Kriterien zum Ausdruck gebracht wurde. „Die fundamentalen Entwicklungen der Euro-Staaten weichen jedoch voneinander ab, und haben sich in Wahrheit nie angeglichen“, so Owens.

In der aktuellen Debatte um das erwartete Programm zur quantitativen Lockerung kommt für Adrian Owens der Unwille zum Ausdruck, das Projekt einer echten Fiskalunion anzugehen. Ausserdem stosse die Mobilität auf dem Arbeitsmarkt an sprachliche und kulturelle Grenzen. Die Lohnentwicklung habe sich in der Tat als flexibel erwiesen, allerdings habe sie einen hohen politischen Preis, wie aus den Umfrageergebnissen aus Spanien, Griechenland, Italien und Frankreich zunehmend deutlich werde.

„Wenn die EZB am Donnerstag ein Quantitative-Easing-Programm ankündigt, ohne dass zugleich zumindest die Mitgliedsstaaten mit Investment-Grade-Rating bereit sind, ihr Kreditrisiko zu teilen, dürften die Zweifel der Märkte hinsichtlich des Euros weiter wachsen, wenn die Euphorie erst einmal abgeklungen ist“, schliesst der Experte daher.

Quelle: BONDWorld.ch


Newsletter
Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
ETFWorld

Newsletter investmentworld.ch

Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.