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Antoine Lesné: „Wie von uns erwartet und im Vorfeld von der Fed kommuniziert, erhöhte die US-Notenbank die Leitzinsen um 25 Basispunkte. Damit hat die Fed zwei der drei bis vier für 2017 erwarteten Leitzinserhöhungen vollzogen. Dies deutet darauf hin, dass die Fed im Sommer zunächst keine Zinsanhebung mehr vornehmen wird, bevor sie die Zinsen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal anhebt. Schwächere Konjunkturdaten und weitere Verzögerungen der versprochenen fiskalischen Lockerung haben die Zinsentscheidung der Fed eindeutig beeinflusst. Da die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) immer noch sehr akkommodierend ist und politische Entwicklungen im Vereinigten Königreich zu einer etwas höheren Volatilität geführt haben, könnte dies die Fed dazu bewegen, eine Pause hinsichtlich der Zinserhöhungen einzulegen. Wahrscheinlich wird die Fed im September näher erläutern, wie sie ihre Bilanz verkürzen möchte, und dann im Dezember noch einmal die Leitzinsen erhöhen – dies wäre nach 2015 und 2016 quasi schon Tradition. Der Dollar dürfte auf diese Nachricht hin in seiner jüngsten Handelsspanne verharren, da nun erst einmal eine Pause im Straffungszyklus anstehen sollte. Dies könnte auch die Aussichten der Aktienmärkte in den USA verbessern, die sich zuletzt im Vergleich zu den europäischen Aktienmärkten unterdurchschnittlich entwickelt haben. Gleiches gilt für in Landeswährung denominierte Vermögenswerte aus den Schwellenländern.“
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