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LGT Navigator : Aktienmärkte verhalten – Nvidia-Gewinne und politische Risiken im Fokus

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LGT Navigator : Die globalen Märkte blieben am Mittwoch vorsichtig: Asiatische Aktien bewegten sich in engen Spannen, da sich Technologiewerte vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia eine Pause gönnten und die Anlegerinnen und Anleger die Signale zur chinesischen Chip-Politik sowie zur Unabhängigkeit der US-Notenbank (Fed) einordneten.

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Die US-Aktienindizes schlossen am Dienstag höher und ignorierten dabei politische Spannungen. Die australischen Aktien verbuchten am Mittwoch leichte Gewinne, obwohl die höhere Inflation die Aussichten auf Zinssenkungen erschwerte. Die europäischen Aktien gerieten unter Druck, angeführt von einem deutlichen Rückgang in Frankreich angesichts erneuter Unsicherheit vor einer Vertrauensabstimmung und andauernder Sorgen um die wirtschaftliche Dynamik. Der Goldpreis gab leicht nach und lag bei rund USD 3380 pro Unze.

Die asiatischen Aktienmärkte bewegten sich am Mittwoch in engen Bandbreiten, da Technologiewerte vor den wichtigen Quartalszahlen des KI-Marktführers Nvidia pausierten. Im Fokus standen zudem mögliche Hinweise auf die chinesische Chip-Politik sowie die künftige Unabhängigkeit der Fed. Der CSI 300 in Festlandchina stieg um 0.6%, während der Hang Seng Index in Hongkong um 0.3% nachgab, da dort Technologiewerte schwächer abschnitten als in anderen asiatischen Märkten. Im wirtschaftlichen Datenumfeld vermeldete das Nationale Statistikamt in China am Mittwoch, dass die industriellen Gewinne im Juli im Jahresvergleich um 1.5% zurückgingen – der geringste Rückgang seit fünf Monaten – was auf staatliche Massnahmen zur Preisstabilisierung und bessere Gewinnspannen der Unternehmen zurückgeführt wurde. In den ersten sieben Monaten des Jahres sanken die Industriegewinne im Vergleich zum Vorjahr um 1.7%, wobei staatsnahe Unternehmen einen Rückgang um 7.5% verzeichneten, während auslandsfinanzierte Unternehmen einen Gewinnanstieg um 1.8% meldeten. Die Verbesserung der Juli-Daten wird Pekings Bemühungen zugeschrieben, Preiskämpfe einzudämmen und so ein günstigeres Geschäftsumfeld zu schaffen.

Australische Inflation zieht an

Die australischen Aktien legten derweil leicht um 0.1% zu. Kursgewinne im Rohstoffsektor konnten die Verluste bei Einzelhändlern und Technologietiteln kompensieren, während die höher als erwartete Juli-Inflation die Unsicherheit über künftige Zinssenkungen der Reserve Bank of Australia verstärkte. Die Verbraucherpreis-Inflation stieg im Juli um 2.8% gegenüber dem Vorjahr,  nach 1.9% im Juni und mehr als von Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmern erwartet, wobei der markante Anstieg der Strompreise um 13% massgeblich beitrug, wie offizielle Daten vom Mittwoch zeigten. Auch die Kerninflation legte zu: Die um Ausreisser bereinigte Inflationsrate erreichte 2.7% und erhöht damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Zentralbank ihre nächsten Zinssenkungen frühestens im November beschliessen dürfte. In der Region tendierte der japanische Nikkei 225 am Mittwoch 0.2% über dem Vortagesschluss, während der südkoreanische Kospi um 0.1% zulegte.

US-Indizes legen trotz politischer Risiken zu

Die wichtigsten US-Aktienindizes schlossen am Dienstag höher, auch wenn sich die Marktteilnehmerinnen und Marktteilnehmer von neuen Zollandrohungen sowie den politischen Spannungen um Präsident Donald Trump nicht beirren liessen. Der Präsident strebt die Abberufung von Fed-Gouverneurin Lisa Cook an – auf Grundlage von Vorwürfen zu Unregelmässigkeiten bei Hypothekenanträgen. Dieser Schritt wurde als Angriff auf die Unabhängigkeit der Fed kritisiert und dürfte zu einer juristischen Auseinandersetzung über den Umfang der Exekutivbefugnisse bei der Abberufung von Zentralbankmitgliedern führen. Der Dow Jones Industrial Average stieg um 0.3% auf 45’418.07 Punkte, der S&P 500 legte 0.4% auf 6465.94 zu und der Nasdaq 100 gewann 0.4% auf 23’525.29 – gestützt von einem Anstieg der Nvidia-Aktien um 1.1% im Vorfeld der Quartalszahlen.

US-Verbraucherstimmung sinkt leicht

Wie das Conference Board am Dienstag berichtete, sank das Verbrauchervertrauen in den USA im August um 1.3 Punkte auf 97.4, nachdem der Wert für Juli auf 98.7 nach oben revidiert worden war. Der Teilindex für die aktuelle Lage gab um 1.6 Punkte nach, da die Einschätzung des Arbeitsmarktes zum achten Mal in Folge schwächer ausfiel. Auch der Erwartungsindex ging zurück und verharrte unter der Marke von 80, die häufig als Indikator für Rezessionsrisiken gilt. Während das Vertrauen bei jüngeren Verbraucherinnen und Verbrauchern sank und die Inflationserwartungen auf 6.2% stiegen, hellte sich die Wahrnehmung der Familienfinanzen auf und die Kaufabsichten für Autos legten zu.

Französische Aktien belasten europäische Indizes

Die Aktien in Frankreich waren am Dienstag unter Druck, da die Sorgen über die Stabilität der Regierung vor der für nächsten Monat anberaumten Vertrauensabstimmung zunahmen. Der CAC 40 gab um 1.7% nach. Auch die europäischen Leitindizes verloren: Der Euro Stoxx 50 fiel um 1.1%, der deutsche DAX um 0.5% und der Swiss Market Index um 0.4%.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Accelleron Industries und Nvidia.

Konjunkturdaten im Fokus: GfK Konsumklima Deutschland (08:00).

Quelle: InvestmentWorld.ch


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