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LGT Navigator: Anleger wetten auf Ende des Zinserhöhungszyklus

LGT Navigator : Die Europäische Zentralbank und die Bank of England haben wie erwartet die Leitzinsen erhöht. Investoren hoffen aber auf ein baldiges Ende der straffen Geldpolitik.

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Davon profitierten erneut Technologiewerte, die zudem vom guten Ergebnis des Börsenschwergewichts Meta beflügelt wurden. Doch die Tech-Euphorie könnte heute einen Dämpfer erleben.

Spekulationen um ein baldiges Ende der restriktiven Geldpolitik beflügelten am Donnerstag die globalen Aktienmärkte. So haben die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of England am Donnerstag zwar die Leitzinsen erhöht, beide Zentralbanken deuteten aber an, das Tempo in den kommenden Monaten zu drosseln. In Frankfurt legte der Dax daraufhin 2.2% zu, während der Leitindex in London 0.6% avancierte.

Auch an der Wall Street setzte sich die Erholungsrally fort. Die Aktien des Facebook-Mutterkonzerns Meta kletterten um satte 23%, nachdem sich der Tech-Gigant im abgelaufenen Quartal besser als erwartet geschlagen hat und mit dem Jahresausblick Investoren zu überzeugen vermochte. Doch auch die übrigen Technologiewerte zählten erneut zu den Anlegerlieblingen und der Nasdaq Composite gewann 3.3%. Seit Jahresbeginn hat der Sektor kräftig zugelegt, nachdem die aggressive Zinspolitik im vergangenen Jahr zu herben Verlusten geführt hatte. Die Tech-Euphorie könnte heute jedoch einen Dämpfer erhalten: Nach Börsenschluss in New York legten die Schwergewichte Apple, Alphabet und Amazon enttäuschende Quartalszahlen vor und sackten im nachbörslichen Handel ab.

Der S&P 500 gewann am Donnerstag 1.5% und der Dow Jones verzeichnete mit -0.1% einen leichten Verlust. Die asiatischen Börsen notieren am letzten Handelstag der Woche gemischt. In Tokio avanciert der Nikkei 0.4%. Der Hang Seng verliert in Hongkong 1.6% und der Shanghai Composite notiert im späten Handel 0.8% leichter.

Neben den Tech-Werten steht heute der US-Arbeitsmarktbericht für den Januar im Fokus. Analysten erwarten im Schnitt einen Zuwachs von 187’000 Stellen und einen leichten Anstieg der Arbeitslosenrate. Das Lohnwachstum dürfte sich etwas abkühlen.

EZB erhöht Leitzinsen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Leitzinsen am Donnerstag das fünfte Mal in Folge gestrafft und wie erwartet eine Zinserhöhung von 50 Basispunkten beschlossen. Damit steigt der Hauptrefinanzierungssatz auf 3%. Der EZB-Rat stemmt sich mit dem Zinsschritt gegen die nach wie vor hohe Inflation im Euroraum. Zwar hat sich das Preiswachstum jüngst abgeschwächt, dennoch haben sich die Konsumentenpreise im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 8.5% verteuert. Im Dezember lag die Inflationsrate bei 9.2%. Die Teuerung verharrt damit weiterhin deutlich über dem Notenbankziel von 2%.

Ein Ende der geldpolitischen Straffung ist vorerst nicht in Sicht, wie EZB-Chefin Christine Lagarde an der Pressekonferenz klar machte. So hat sie für das nächste Treffen am 16. März einen weiteren Zinsschritt von 50 Basispunkten in Aussicht gestellt. Allerdings erklärte Lagarde auch, der weitere Kurs müsse danach neu bewertet werden. Analysten werteten die Aussage als Hinweis darauf, dass die EZB das Zinserhöhungstempo dann drosseln könnte. Damit würde sie den Beispielen der US-Notenbank (Fed) und der Bank of England folgen. So hat die britische Notenbank am Donnerstag zwar ebenfalls eine Zinserhöhung von 50 Basispunkten beschlossen und den Leitzins auf 4% angehoben. Zugleich fiel die Konjunktureinschätzung etwas weniger pessimistisch aus als an den vergangenen Sitzungen und die Währungshüter signalisierten, dass sie den aggressiven Zinserhöhungszyklus lockern könnten. Bereits am Mittwoch ist das Fed auf die Bremse getreten und hat die Zinsen mit 25 Basispunkten weniger stark angehoben als im vergangenen Jahr.

Euro unter Druck

Die Renditen von zehnjährigen deutschen Staatsanleihen gaben nach dem EZB-Entscheid nach und notierten bei 2.07%. Die Renditen von zehnjährigen italienischen Staatspapieren fielen rund 40 Basispunkte auf 3.90%. Der Euro ist nach dem geldpolitischen Entscheid unter Druck geraten. Gegenüber dem US-Dollar fiel die Gemeinschaftswährung vorübergehend unter USD 1.09. Auch zum Schweizer Franken gab der Euro nach und notierte wieder unterhalb der Parität.

Wirtschaftskalender 3. Februar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
2:45ChinaCaixin Einkaufsmanagerindex (Januar)48.0
10:00EZEinkaufsmanagerindex (Januar)50.2
14:30USAArbeitsmarktbericht (Januar)+220’000
16:00USAISM Index49.2

Unternehmenskalender 3. Februar

LandUnternehmenPeriode
FRSanofiQ4

Quelle: BondWorld.ch


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