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LGT Navigator: Ausblick auf länger anhaltende lockere Geldpolitik sorgt an den Börsen für Kauflaune

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LGT Navigator: Zu Wochenbeginn zeigten sich die Börsen in aufgeräumter Stimmung. Während aufgrund des «Labor Day»-Feiertages neue Impulse von der Wall Street fehlten,

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scheinen viele Investoren vor dem Hintergrund des zuletzt nur schwachen Beschäftigungswachstums in den USA und der anhaltenden Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie davon auszugehen, dass die wichtigsten Zentralbanken, allen voran das Fed, ihre expansive Gangart noch für längere Zeit aufrechterhalten werden. Ins Zentrum rückt nun der Zinsentscheid der EZB am Donnerstag.

Europas Börsen haben sich zu Wochenbeginn nach den Kursrückschlagen vom vergangenen Freitag erholt. Der EuroStoxx 50 schloss +1.05% höher bei 4’246.13 Punkten. Damit nimmt der europäische Leitindex auch wieder Kurs auf sein jüngst erreichtes langjähriges Hoch von 4’251 Zählern. Getrieben wurde die Erholung insbesondere von der Nachfrage im Technologiesektor. Während die neusten Umfragedaten von Sentix zum Konjunkturausblick der Euroländer enttäuschend ausfielen, sorgte der solide Auftragseingang in der deutschen Industrie für gute Stimmung. Ins Zentrum rückt nun der geldpolitische Richtungsentscheid der EZB am Donnerstag sowie das am Mittwochabend zur Veröffentlichung stehende Beige Book der US-Notenbank.

In Asien setzte sich die freundliche Tendenz an den Börsen am Dienstag fort. Positiv wirkten neue Daten zu Chinas Aussenhandel, die im August deutlich besser als erwartet ausfielen. Die chinesischen Exporte legten in US-Dollar um +25.6% zum Vorjahr zu (Konsens +17.1%) und die Importe stiegen um rund +30%.

Sentix-Konjunkturausblick für Euroraum trübt sich weiter ein

Der vom Frankfurter Finanzmarktanalyseunternehmen Sentix monatlich herausgegebene Konjunkturindikator gab im September gegenüber dem Vormonat um 2.6 auf 19.6 Punkte nach. Damit erreichte das Stimmungsbarometer das tiefste Niveau seit April. Die Stimmung habe sich nicht nur in Deutschland und der Eurozone, sondern auch in vielen anderen Weltregionen eingetrübt und das Momentum der Weltwirtschaft scheint sich zu verlangsamen, kommentierte Sentix.

Deutsche Industrie kann auf soliden Auftragseingang bauen

Industrieunternehmen in Deutschland verbuchten im Juli eine Zunahme der Bestellungen um +3.4% gegenüber dem Vormonat. Getrieben durch Grossaufträge erreichte der Auftragseingang damit den höchsten Stand seit Beginn der Datenserie 1991. Ökonomen hatten hingegen einen Rückgang um -0.7% prognostiziert. Am stärksten nahmen die Bestellungen von ausserhalb des Euroraums zu, nämlich um +15.7%. Angesichts der weltweiten Lieferengpässe wird aber entscheidend sein, ob die Industrie die Aufträge auch abarbeiten, resp. liefern kann.

Klimawandel wird laut Swiss Re die Schäden durch Naturkatastrophen signifikant erhöhen

Eine aktuelle Studie des Schweizer Rückversicherers Swiss Re geht davon aus, dass bis 2040 mit deutlich mehr Schäden durch Naturkatastrophen zu rechnen ist. In diesem Zeitraum erwartet Swiss Re eine Zunahme der versicherten wetterbedingten Schäden in entwickelten Ländern von bis zu 63%. In einzelnen Regionen oder Ländern, wie beispielsweise Deutschland oder Grossbritannien könnten diese Schadensfälle gar um 90%, resp. sogar um bis zu 120% zunehmen. Nach Einschätzung von Jérôme Haegeli, Chefökonom der Swiss Re, könnten als Folge auch die Versicherungsprämien für Gebäude bis 2040 weltweit um USD 150-180 Mrd. steigen. Insgesamt könnte sich das Prämienvolumen in diesem Segment der Studie zufolge auf bis zu USD 1.3 Billionen verdreifachen.

Wirtschaftskalender 7. September

MEZLandIndikatorLetzte Periode
07:45CHArbeitslosenrate (August)3.0%
08:00DEIndustrieproduktion (Juli, M/M)-1.3%
11:00DEZEW-Konjunkturausblick (September)+40.4
11:00EZZEW-Konjunkturausblick (September)+42.7
11:00EZBIP Q2 (Revision, Q/Q)+2.0%

Unternehmenskalender 9. September

LandUnternehmenPeriode
DEMerck KGaA Capital Markets Day
USAOracleQ1
USAModerna Research and Development Day
Quelle: BondWorld.ch

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