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LGT Navigator: «Bärenmarkt-Rally»

LGT Navigator : Nach dem feiertagsbedingt verlängerten Wochenende starteten die Aktienindizes an der Wall Street mit Optimismus in die Woche.

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Die Aktienmärkte haben sich damit weltweit von der Verkaufswelle der letzten Woche erholt, in der die globalen Aktien auf den niedrigsten Stand seit November 2020 eingebrochen waren. Die Befürchtung, dass die Straffung der Geldpolitik im Kampf gegen die Inflation die Weltwirtschaft in eine Rezession führen könnte, bleibt aber spürbar und dürfte auch weiterhin für Nervosität unter den Anlegern sorgen. Ob sich die kurzzeitige Erholung an den Aktienmärkten vor diesem Hintergrund als «Bear-Market-Rally» herausstellt wird sich in den nächsten Tagen zeigen.

Der Dow Jones Industrial schloss am Dienstag +2.15% höher als am letzten Freitag bei 30’530.25 Punkten. Damit konnte sich der Dow über der Marke von 30’000 vorerst wieder stabilisieren, nachdem die Aussicht auf schnell steigende Zinsen die Indizes an der New Yorker Börse auf die tiefsten Niveaus seit Ende 2020 gedrückt hatten. Auch der S&P 500 legte kräftig um +2.45% auf 3’764.79 Punkte zu und an der Technologiebörse Nasdaq notierten die Indizes ebenfalls rund +2.5% höher. Im Zentrum bleiben aber die Befürchtungen der Anleger, dass die Weltwirtschaft vor dem Hintergrund der hohen Inflation, der geldpolitischen Wende der Zentralbanken und der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten in eine Rezession stürzen könnte. Die New Yorker Investmentbank Goldman Sachs geht nun von einer 30%igen Wahrscheinlichkeit aus, dass die US-Wirtschaft im nächsten Jahr in eine Rezession abgleitet. Am Anleihenmarkt notiert die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen mit 3.28% etwas unter dem in der letzten Woche erreichten Elfjahreshoch von 3.49%. In Asien tendieren die meisten Aktienindizes heute bereits wieder mit Abschlägen. Zins- und Inflationssorgen bleiben auch hier im Mittelpunkt. Inzwischen fiel der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar auf ein 24-Jahrestief.

Steigende Hypothekarzinsen drücken auf Nachfrage am US-Immobilienmarkt

In den USA ist der Absatz bestehender Häuser im Mai weiter zurückgegangen. Im Vergleich zum Vormonat wurden -3.4% weniger Verkäufe registriert. Dies ist bereits der vierte Rückgang in Folge. Die Immobilienmaklervereinigung National Association of Realtors (NAR) geht davon aus, dass in den kommenden Monaten wegen des starken Anstiegs der Hypothekarzinsen mit einem weiteren Rückgang der Verkaufszahlen zu rechnen sei.

Deutschlands Industrieverband blickt pessimistisch in die nahe Zukunft

Der Bundesverband der Deutschen Industrie rechnet im laufenden Jahr noch mit einem Wirtschaftswachstum von +1.5% verglichen mit der Prognose zu Jahresbeginn von +3.5%. Die Industrie mache mit den Auswirkungen der Pandemie und dem Ukraine-Krieg eine doppelte Krise durch. Hinsichtlich der Abhängigkeiten von russischer Energie meinte BDI-Präsident Siegfried Russwurm: Der Krieg habe die Achillesferse der deutschen Industrie aufgedeckt und man habe das Risiko vernachlässigt – «jetzt brennt es lichterloh». Eine Unterbrechung der Gasversorgung hätte katastrophale Auswirkungen auf die produzierende Industrie und würde Deutschlands Wirtschaft unweigerlich in die Rezession schicken, warnte der Branchenverband.

Wirtschaftskalender 22. Juni

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBVerbraucherpreise (Mai, J/J)+9.0%
08:00GBErzeugerpreise (Mai, J/J)+14.0%
15:00CHSNB-Präsident Jordan spricht 
15:30USAFed-Vorsitzender Powell spricht 

Unternehmenskalender 22. Juni

LandUnternehmenPeriode
SWEVolvoKapitalmarkttag

Quelle: BondWorld.ch


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