LGT Navigator : Die britische Zentralbank hielt zwar wie weitgehend erwartet noch am gegenwärtigen Zinsniveau fest, stellte aber eine baldige geldpolitische Lockerung in Aussicht.
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Die Aktienkurse in London legten nach der Entscheidung zu, während die Renditen britischer Staatsanleihen kurzzeitig belastet wurden und das britische Pfund unter Druck geriet. In Asien folgte die Mehrheit der Aktienmärkte zum Wochenschluss den positiven Vorgaben der Wall Street, getrieben durch die wiederbelebten Hoffnungen auf eine baldige Zinslockerung Seitens der US-Notenbank.
Die Bank of England hat anlässlich ihres gestrigen Zinsentscheids eine baldige Zinslockerung angedeutet, gleichzeitig aber ihren Leitzins unverändert bei 5.25% belassen. Damit hielt die Notenbank den Leitzins zum sechsten Mal in Folge unverändert. Grund für eine baldige Lockerung der Geldpolitik ist die rückläufige Inflation. Seit dem Höhepunkt im Jahr 2022 bei rund 11% ist die Inflation in Grossbritannien deutlich gesunken. Zuletzt betrug die Teuerungsrate der Verbraucherpriese im März 3.2%. Notenbankchef Andrew Bailey zeigte sich optimistisch, dass die Inflation in den nächsten Monaten in die Nähe des von der Bank of England angepeilten Ziels von 2% fallen werde. Es gebe ermutigende Nachrichten, meinte Bailey. Während sich sieben Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses für unveränderte Zinsen votierten, sprachen sich zwei Mitglieder bereits für eine unmittelbare Lockerung aus – beim letzten Zinsentscheids war es erst einer.
Am Anleihenmarkt verharrte die Rendite zehnjähriger US-Treasuries unter der Marke von 4.5% – aktuell 4.46%. Der US-Dollar gab gegenüber dem Euro angesichts der wieder aufgeflammten Zinssenkungshoffnungen nach.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Heute stehen keine potenziell Marktbewegenden Firmennews an.
Konjunkturdaten im Fokus: Grossbritannien Handelsbilanz und Industrieproduktion, USA Uni Michigan Konsumentenstimmungsumfrage.
Quelle: InvestmentWorld.ch
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