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LGT Navigator: Bank of England überrascht und schiebt Zinswende nochmals auf

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LGT Navigator: Die britische Zentralbank beliess ihren Leitzins unverändert auf Rekordtief, signalisierte aber zugleich eine baldige Zinswende, um dem steigenden Inflationsdruck entgegenzutreten.

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Nachdem die US-Notenbank wie erwartet den Anfang des Endes ihrer quantitativen Massnahmen angekündigt hatte, waren viele Marktteilnehmer davon ausgegangen, dass die Bank of England mit einer ersten Zinserhöhung sogar noch einen Schritt weiter geht.

Die Bank of England hielt ihren Leitzins entgegen den Erwartungen bei +0.1% unverändert. Notenbankchef Andrew Bailey erklärte aber, es sei in den kommenden Monaten vor dem Hintergrund des zunehmenden Inflationsdrucks mit einer ersten Zinsstraffung zu rechnen. Innerhalb des neunköpfigen geldpolitischen Gremiums war der aktuelle Zinsentscheid aber mit zwei Gegenstimmen, die für eine sofortige Zinserhöhung stimmten, umstritten. Auch hinsichtlich der Beendigung der Anleihekäufe war sich der Rat nicht einig. Drei Notenbanker votierten für einen früheren Start des «Taperings», also der Reduktion des Wertpapierprogramms.

Börsen stecken Fed-«Tapering» gut weg

An der New Yorker Börse tendierten die Aktienindizes nahe den jüngst erreichten Rekordmarken. Die Anleger scheinen aber den geldpolitischen Entscheid der US-Notenbank gut «verdaut» zu haben. Der Dow Jones Industrial schloss fast unverändert bei 36’124.23 Punkten (-0.09%), während der breite S&P 500 nochmals um +0.42% auf 4’680.06 Punkte zulegen konnte. Unter Druck standen einige Aktien aus dem Bankensektor. Technologiewerte profitieren hingegen vom Umstand, dass das Zinsniveau auch nach dem Startschuss zum «Tapering» für längere Zeit noch auf rekordtiefem Niveau verharren wird. In der Folge stiegen die Indizes an der Nasdaq gestern um rund ein Prozent.

US-Arbeitsmarktbericht im Fokus – stärkeres Beschäftigungswachstum erwartet

Mit Spannung werden heute die neusten Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt erwartet. Nachdem das Stellenwachstum im September mit einem Zuwachs von 194’000 «Non-Farm Payrolls» enttäuschte (der schwächste monatliche Zuwachs seit September 2020), wird im Oktober nun mit einem deutlich stärkeren Anstieg der Beschäftigung um rund 450’000 Stellen gerechnet.

Ein hoffnungsvolles Zeichen lieferten die gestern veröffentlichten wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Sie zeigten einen Rückgang der Anträge um 14’000 auf 269’000, womit das niedrigste Niveau seit März 2020 erreicht wurde.

Kräftiger Anstieg der Lohnkosten erhöht Inflationsdruck in den USA

Im dritten Quartal 2021 ist die Produktivität ausserhalb der Agrarwirtschaft in den USA kräftig zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorquartal sank die Produktivitätsrate um annualisiert -5% – der stärkste Rückgang seit dem zweiten Quartal 1982. Ökonomen waren von einem deutlich geringeren Rückgang um -3.2% ausgegangen. Im Q2 war die Produktivität im Quartalsvergleich noch um +2.4% (annualisiert) gestiegen. Die Lohnstückkosten erhöhten sich im Berichtszeitraum stärker als erwartet um +8.2% (Konsens +7.4%; Q1 +1.1%) – ein interessanter Aspekt hinsichtlich der aktuellen Inflationserwartungen. Die weitere Entwicklung der Inflation steht zweifellos auch im Fokus der Zentralbanken.

Unternehmensstimmung im Euroraum trübt sich weiter ein

Im Oktober hat sich die Einschätzung der vom Marktforschungsunternehmens IHS Markit befragten Unternehmen in der europäischen Privatwirtschaft den dritten Monat in Folge verschlechtert. Der Einkaufsmanagerindex fiel gegenüber dem Vormonat um zwei Punkte auf 54.2 Zähler, den tiefsten Wert seit einem halben Jahr. Die Stimmung trübte sich dabei sowohl in der Industrie als auch im Dienstleistungssektor ein.

Wirtschaftskalender 5. November

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEIndustrieproduktion (September, M/M)-4.0%
08:45FRIndustrieproduktion (September, M/M)+1.0%
10:00ITEinzelhandelsumsätze (September, J/J)+1.9%
11:00EZEinzelhandelsumsätze (September, J/J)+3.1%
13:30USABeschäftigungswachstum (ohne Agrar, Oktober)+194’000
13:30USAArbeitslosenrate (Oktober)+4.8%
13:30USADurchschnittliche Stundenlöhne (Oktober, J/J)+4.6%

Unternehmenskalender 8. November

LandUnternehmenPeriode
DEHenkelQ3 Umsatz
USAPayPalQ3

Quelle: BondWorld.ch


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