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LGT Navigator: Bank of Japan noch nicht bereit für echten Kurswechsel

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LGT Navigator : Die japanische Zentralbank belässt ihre geldpolitische Ausrichtung unverändert: Sie hält an ihrem negativen Leitzins fest und bestätigt die bisherige Renditekontrollspanne.

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An den Kapitalmärkten wurde im Vorfeld spekuliert, dass die Bank of Japan einen echten Kurswechsel vollziehen könnte und sich für eine restriktivere Geldpolitik positioniert. Diese Erwartungen wurden nicht erfüllt. An der Tokioter Börse legten die Indizes um rund 2.5% zu, während der japanische Yen gegenüber dem US-Dollar rund 2% verlor.

Die Bank of Japan hält an ihrer bisherigen expansiven geldpolitischen Ausrichtung fest. Dementsprechend wurde der Leitzins bei -0.1% bestätigt und die Spanne, in der sich die zehnjährige Anleiherendite bewegen darf, bei -0.5 bis +0.5% belassen. Andererseits hob die BoJ aber ihre Inflationsprognose für das bis Ende März laufende Fiskaljahr 2022/2023 auf 3.0% von zuvor 2.9% an und senkte gleichzeitig die Prognose für das Wirtschaftswachstum im laufenden Fiskaljahr auf 1.9% von zuvor 2.0%.

In Tokio handeltet der Nikkei 225 zeitweise um rund 2.5% höher und führte damit die Gewinne in der asiatischen Region an. Der japanische Yen gab nach dem Nullentscheid der Bank of Japan gegenüber dem Greenback bis auf 131.20 nach und notiert zum Redaktionsschluss bei 130.80. In Hongkong notierte der Hang-Seng-Index um rund 0.3% höher und auf dem chinesischen Festland blieb der Shanghai Composite praktisch unverändert zum Vortagesschluss.

An der Wall Street sorgte die Goldman-Sachs-Aktie für einen negativen Wochenstart

Ein ernüchterndes Quartalsergebnis von Goldman Sachs und ein Einbruch des Empire-State-Industrieindikators drückten an der New Yorker Börse auf die Stimmung. Am feiertagsbedingt verspäteten Start in die neue Woche verlor der Dow Jones Industrial 1.14% und ging bei 33’910.85 Punkten aus dem Handel. Die Investmentbank Goldman Sachs musste im Q4 trotz eines starken Handelsergebnisses einen Gewinneinbruch von 66% gegenüber dem Vorjahr auf USD 1.3 Milliarden hinnehmen. Verantwortlich waren Verluste im Privatkundengeschäft und höhere Kreditrückstellungen. Die Aktie verbuchte einen Tagesverlust von 6.5%. Der S&P 500 gab um 0.2% auf 3’990.97 Punkte nach und auch an der Nasdaq notierten die Indizes nur leicht tiefer. Am Bondmarkt kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere von 3.5% auf 3.55%. Der US-Dollar drückte unterdessen den Euro wieder unter die Marke von 1.08 und notiert aktuell bei 1.0780.

Regionales US-Industriebarometer fällt auf tiefsten Stand seit Mai

Der Empire-State-Industrieindex der Federal Reserve von New York signalisierte die schlechteste Stimmung im regionalen Industriesektor sei Mai 2020. Das Barometer fiel von -11.2 auf -32.9 Punkte zurück. Ökonomen hatten mit einer Verbesserung auf -8.6 Zähler gerechnet.

EZB muss trotz Rezessionsrisiko auf Straffungskurs bleiben

EZB-Chefvolkswirt Philip Lane betonte in einem Interview mit der Financial Times, dass die Europäische Zentralbank (EZB) vorerst auf dem eingeschlagenen Zinsstraffungskurs bleiben muss. Die EZB müsse die Zinsen weiter anheben, um den allgemeinen Preisauftrieb abzuschwächen, auch wenn dies die Wirtschaftsentwicklung bremst. Der nächste geldpolitische Entscheid der EZB ist auf den 2. Februar angesetzt, einen Tag nach der nächsten Zinsankündigung der US-Notenbank (Fed).

Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone laut ZEW-Umfrage deutlich verbessert

Die vom Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW monatlich befragten Finanzanalysten und institutionellen Anleger zeigten sich in der neuesten Ausgabe deutlich optimistischer. Das am meisten beachtete Erwartungsbarometer stieg dabei von -23.3 Zählern im Dezember um 40.2 auf +16.9 Punkte im Januar (Konsens -15.0). Damit hat sich der Indikator zum vierten Mal in Folge verbessert und notiert erstmals seit Februar 2022 wieder im positiven Bereich. Verantwortlich für die zuversichtlichere Einschätzung sei vor allem die verbesserte Situation an den Energiemärkten und die Energiepreisbremse der Bundesregierung. Analog stieg auch der Erwartungsindikator für die Eurozone – um 40.3 auf +16.7 Punkte.

Wirtschaftskalender 18. Januar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
04:00JPBank of Japan Zinsentscheid-0.1%
08:00GBVerbraucherpreise (Dezember, J/J)+10.7%
08:00GBErzeugerpreise (Dezember, J/J)+14.8%
11:00EZVerbraucherpreise (Dezember, J/J)+9.2%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (Dezmeber, J/J)+5.2%
14:30USErzeugerpreise (Dezember, J/J)+7.4%
14:30USEinzelhandelsumsätze (Dezember, M/M)-0.6%
15:15USIndustrieproduktion (Dezember, M/M)-0.2%
20:00USFed Beige Book 

Unternehmenskalender 18. Januar

LandUnternehmenPeriode
CHRichemont UpdateQ3 
GBBurberry UpdateQ3 
USALinde PLC ausserord. Hauptversammlung Abstimmung Rückzug von Frankfurter Börse 
AUSBHP Group ProduktionsberichtH1

Quelle: BondWorld.ch


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