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LGT Navigator: Biden erzielt erste Einigung im Ringen um US-Infrastrukturplan

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LGT Navigator: Ein überparteiliches Komitee aus Demokraten und Republikanern hat sich auf ein milliardenschweres Infrastrukturprogramm geeinigt.

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Gute US-Konjunkturdaten befeuern die Rally an der Wall Street, und die Bank of England hält trotz steigender Teuerung an ihrer expansiven Geldpolitik fest.

An der Wall Street setzte sich die Erholungsrally am Donnerstag fort und sowohl der S&P 500 +0.6%) als auch der Nasdaq Composite (+0.7%) schlossen auf neuen Höchstständen. Der Dow Jones avancierte knapp +1%, blieb aber unter der Bestmarke von anfangs Mai. Für gute Stimmung sorgten positive Konjunkturdaten sowie Aussagen von US-Präsident Joe Biden, der erklärt hatte, ein überparteiliches Komitee von Demokraten und Republikanern habe sich auf einen Infrastrukturplan geeinigt. Die nächste Hürde steht aber schon bevor, denn nun muss das milliardenschwere Investitionsprogramm vom amerikanischen Kongress genehmigt werden. Zur Debatte stehen Ausgaben im Umfang von rund USD 1 Billion, die über die kommenden Jahre in die Erneuerung des Stromnetzes, den Transitverkehr, Strassen, Brücken und weitere Infrastrukturprojekte fliessen sollen.

Zu den Gewinnern an den Börsen zählten am Donnerstag amerikanische Banken, denen im jährlichen Stresstest ein gutes Zeugnis ausgestellt wurde. So erklärte die US-Notenbank, die Finanzhäuser seien gut gewappnet, um eine schwere Rezession zu bewältigen.

Im Fokus der Märkte dürfte heute die Veröffentlichung der jüngsten US-Inflationsdaten stehen. Analysten erwarten, dass die Konsumentenpreise im Mai verglichen zum Vorjahr um +3.4% gestiegen sind.

US-Wirtschaft boomt

Die amerikanische Wirtschaft ist mit viel Schwung in das neue Jahr gestartet und erholt sich rasant von der Coronakrise. So ist das Bruttoinlandprodukt im ersten Quartal annualisiert um +6.4% gewachsen, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Damit hat sich das Wachstum gegenüber dem Schlussquartal 2020 beschleunigt (+4.3%). Der Boom dürfte sich im laufenden Quartal fortsetzen: Ökonomen erwarten, dass die Wirtschaftsleistung von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet um +10% zulegen wird.

Die Erholung am US-Arbeitsmarkt ist dagegen ins Stocken geraten. So haben sich vergangene Woche 411’000 Amerikaner erstmals arbeitslos gemeldet, das waren 7000 weniger als in der Vorwoche. Analysten hatten mit einem deutlich stärkeren Rückgang der Erstanträge auf 380’000 gerechnet. Die kontinuierliche Verbesserung der Beschäftigungslage wurde dennoch positiv aufgenommen.

Bank of England in der Zwickmühle

Die Bank of England (BoE) hält trotz steigender Konsumentenpreise an ihrer expansiven Geldpolitik fest. Somit belässt sie den Leitzins bei 0.1%, wie sie am Donnerstag nach der Zinssitzung mitteilte. Auch das Anleihenkaufprogramm im Gesamtvolumen von GBP 895 Mrd. wird unverändert weitergeführt. Dieser Beschluss fiel jedoch nicht einstimmig: Im neunköpfigen Gremium hat Chefsvolkswirt Andy Haldane bereits zum zweiten Mal für die Reduzierung des Kaufvolumens gestimmt. Die BoE erwartet, dass die Inflationsrate kurzfristig auf über 3% steigen könnte, allerdings hält sie ein allfälliges Überschiessen der Teuerung über das Notenbankziel von 2% für temporär. Diese Einschätzung teilen auch die US-Notenbank sowie die Europäische Zentralbank (EZB), die aktuell ebenfalls mit einer steigenden Teuerung konfrontiert sind. Die BoE befindet sich derzeit aber in einer besonders ungemütlichen Lage: Einerseits steigen die Preise, was sowohl auf die wirtschaftliche Erholung nach dem Corona-Schock sowie auf die Verteuerung der Rohstoffe zurückzuführen ist. Gleichzeitig hat sich die Pandemie-Lage im Königreich erneut verschärft, da die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus für steigende Neuinfektionen sorgt. Eine Straffung der Geldpolitik in diesem unsicheren Umfeld scheint daher eher unwahrscheinlich.

Geschäftsklima in Deutschland hellt sich auf

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Juni deutlich verbessert und ist so gut wie zuletzt im November 2018. Der Index für das Geschäftsklima kletterte um 2.6 auf 101.8 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Zuwachs auf 100.7 Punkte gerechnet. An der monatlichen Umfrage des Instituts haben rund 9000 Unternehmen teilgenommen. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass die Teilnehmer sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Aussichten besser beurteilen. Dabei hat sich im Zuge der gelockerten Corona-Schutzmassnahmen insbesondere die Stimmung in der Dienstleistungsbranche spürbar aufgehellt. Aber auch der Industriesektor ist weiterhin optimistisch, wobei die zunehmenden Engpässe bei Materialien und Vorprodukten die Zuversicht dämpfen, die boomende Nachfrage erfüllen zu können.

Wirtschaftskalender 25. Juni

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEGfK Konsumklima (Juli)-7.0
14:30USAPCE-Preisindex (J/J, Mai)+3.6%
16:00USAUni Michigan Verbrauchervertrauen (Juni)82.9

Unternehmenskalender 30. Juni

LandUnternehmenPeriode
USAMicron TechnologyQ3

Quelle: BondWorld.ch


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