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LGT Navigator: Börsen trotzen verschärftem Zinsausblick

LGT Navigator : Trotz des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der von US-Notenbankchef Powell jüngst in Aussicht gestellten forscheren Gangart des Fed verzeichneten die Aktienmärkte weltweit am Dienstag mehrheitlich Gewinne.

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Obwohl die «hawkischen» Äusserungen Powells kurzzeitig für Verunsicherung gesorgt hatten, scheint das Vertrauen der Aktienanleger in die amerikanische Zentralbank nach wie vor solide. Zudem scheinen Abflüsse aus den Anleihemärkten zurück in die Aktienmärkte zu fliessen.

An der Wall Street setzte sich der Erholungskurs fort und der Dow Jones Industrial schloss +0.74% höher bei 34’807.46 Punkten. Der marktbreite S&P 500 legte noch kräftiger um +1.13% auf 4’511.61 Zähler zu und an der Technologiebörse Nasdaq gewannen die Indizes knapp +2%. Positiv beigetragen haben einerseits gefragte Finanzwerte und anderseits gute Quartalszahlen vom Sportausrüster Nike. Auch in Asien schlossen sich die meisten Aktienindizes den positiven Vorgaben aus Übersee an und tendierten im positiven Terrain. In Tokio legt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um knapp +3% zu und auch in Hongkong gewinnt der Hang Seng-Index rund +1.4%.

Vertrauen in die US-Notenbank scheint solide

Bemerkenswert ist, dass eine schnellere Anhebung der Leitzinsen in den USA, die Investoren nicht schreckt und damit das Vertrauen in das Fed überwiegt. Der amerikanische Notenbankchef Jerome Powell hat anfangs Woche angesichts der seiner Ansicht nach «viel zu hohen» Inflationsrate schnellere Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. So könnte das Fed anlässlich ihres nächsten Zinsentscheids am 4. Mai den Leitzins durchaus noch stärker um mindestens 50 Basispunkte erhöhen. Auch andere Fed-Spitzenvertreter, wie etwa James Bullard, Chef der Federal Reserve von St. Louis, plädieren für eine rasche Straffung der Geldpolitik. Der Markt rechnet nun mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 72%, dass das Fed den Leitzins im Mai um 50 Basispunkte anheben wird, nachdem die Wahrscheinlichkeit zuvor noch bei knapp 50% lag. Die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere kletterte unterdessen auf 2.39% und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2019.

EU strebt gemeinsame Gasbeschaffung an

Anlässlich des Treffens der Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union wurden Pläne diskutiert, wonach die Euroländer künftig Gas, Flüssiggas (LNG) und Wasserstoff gemeinsam einkaufen sollen, um die eigenen Gasspeicher zu füllen. Hintergrund ist der Krieg in der Ukraine und die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen. Die EU brauche neue Partner, wie beispielsweise Katar oder die Vereinigten Arabischen Emirate. Verhandelt wird innerhalb der EU auch über eine Deckelung der Gaspreise. Dies befürworten beispielsweise Frankreich, Italien oder Belgien und Spanien. Deutschland lehnt einen solchen Mechanismus hingegen ab.

EU-Solidaritätsfonds für die Ukraine

Beim bevorstehenden EU-Gipfel soll ein Solidaritätsfonds für die Ukraine beschlossen werden, den Wiederaufbau einer demokratischen Ukraine zu unterstützen. Der Fonds soll zunächst Nothilfe leisten, dann aber langfristig massive Investitionen für den Wiederaufbau der Wirtschaft finanzieren. Die EU wolle damit die Ukraine wirtschaftlich stärker an den Westen binden.

«Dieser Krieg ist nicht zu gewinnen»

UN-Generalsekretär António Guterres fordert von Moskau einen sofortigen Waffenstillstand und warnt den Kreml, dass der illegitime Angriffskrieg gegen die Ukraine moralisch inakzeptabel, politisch nicht vertretbar, militärisch unsinnig und schlussendlich nicht zu gewinnen sei.

Wirtschaftskalender 23. März

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBVerbraucherpreise (Februar, J/J)+5.5%
08:00GBErzeugerpreise (Februar, J/J)+9.9%
10:00DEIfo Konjunkturprognosen 
13:00DEBundesbank Präsident Nagel spricht 
13:00GBBank of England Governeur Bailey spricht 
13:00USAFed Vorsitzender Powell spricht 
15:00USAVerkäufe neuer Häuser (Februar, M/M)-4.5%
16:00EZKonsumentenstimmung (März)-8.8

Unternehmenskalender 24. März

LandUnternehmenPeriode
CHZur Rose Jahreszahlen
CHMeyer Burger TechnologyJahreszahlen
DEDaimler TruckJahreszahlen
DEHeidelberg CementJahreszahlen
ITSaipemJahreszahlen
GBNextJahreszahlen

Quelle: BondWorld.ch


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