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LGT Navigator: Börsenstimmung bleibt in Erwartung des nächsten Fed-Zinsschritts angespannt

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LGT Navigator : Die Stimmung an den Kapitalmärkten bleibt angespannt mit Fokus auf die erwartete weitere Zinsstraffung der US-Notenbank am Mittwochabend.

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Für Unsicherheiten sorgen auch weiterhin Konjunktursorgen hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-«Lockdowns» in China auf die weltweiten Lieferketten sowie der unvermindert anhaltende Ukraine-Krieg. Zu spüren bekommen diese Unsicherheiten auch die Unternehmen, was sich in einem Einbruch der Industriestimmung im Euroraum im April auf ein 15-Monatstief ausdrückt.

In New York konnte sich die Aktienindizes zum Wochenbeginn wieder etwas vom Einbruch am vergangenen Freitag erholen. Gefragt waren vor allem die zuvor abverkauften Technologieaktien. Der Dow Jones Industrial beendete den Montagshandel bei 33’061.50 Punkten (+0.26%) und der S&P 500 legte um +0.57% auf 4’155.38 Zähler zu. An der Nasdaq gewannen die Indizes rund +1.7%. Im Zentrum steht nun der morgen Abend erwartete Zinsentscheid des Fed. Mit einer weiteren Zinserhöhung wird fest gerechnet. Die Frage stellt sich höchstens, wie hoch der Zinsschritt ausfallen wird – 25 oder 50 Basispunkte. Im Vorfeld notierte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erstmals seit Dezember 2018 wieder mit drei Prozent.

Brüssel bereitet neues Sanktionspaket gegen den Kreml vor – kommt das Ölembargo?

Die EU-Kommission will bis spätestens Mitte dieser Woche einen Vorschlag für ein neues, das bereits sechste, Russland-Sanktionspaket präsentieren. Die Frage ist, ob es den Euroländern gelingt, sich auf ein umfassendes Ölembargo gegen Russland zu einigen. Ungarn kündigte beispielsweise bereits ein Veto an.

Industrie in den USA und im Euroraum blickt skeptischer in die Zukunft

Das wegen seiner Korrelation zum US-Wirtschaftswachstum viel beachtete Industriestimmungsbarometer des Branchenverbandes ISM (Institute for Supply Management) in den USA fiel im April von 57.1 auf 55.4 Punkte zurück und fiel damit auf den tiefsten Stand seit Mitte 2020. Der Konsens lag bei 57.6 Zähler. Die US-Industrie verzeichne zwar weiterhin eine solide Nachfrage, jedoch drücken die anhaltenden Lieferengpässe auf die Produktion.

In der Eurozone hat sich die Stimmung im Industriesektor im April angesichts des Ukraine-Kriegs und der Unsicherheit in den globalen Lieferketten wegen der Corona-«Lockdowns» in China ebenfalls weiter verschlechtert, wie die neusten Umfragewerte zeigten. Der Einkaufsmanagerindex fiel gegenüber dem Vormonat um einen Punkt auf 55.5 Zähler und erreichte damit das niedrigste Niveau seit 15 Monaten.

Auch die allgemeine Wirtschaftsstimmung in den Euroländern hat sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und dem Konflikt mit Russland erneut eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) der EU-Kommission fiel im April um 1.7 auf 105.0 Punkte. Den Umfrageergebnissen zufolge hat sich die Stimmung in allen Wirtschaftsbereichen verschlechtert, insbesondere in der Industrie, im Einzelhandel oder der Bauwirtschaft.

Auch die Schweizer Wirtschaft leidet unter den verstärkten Unsicherheiten

Der Ausblick für die Schweizer Wirtschaft hat sich im April im Dienstleistungssektor wie auch in der Industrie verschlechtert. So fiel der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleistungsbranche deutlich um knapp fünf Punkte auf 56.2 Zähler, während der PMI für die Industrie von 64.0 auf 62.5 Punkte nachgab. Die angespannten Lieferketten stellen die Wirtschaft vor grosse Herausforderungen, kommentierte der Einkaufsmanagerverband Procure.ch.

Eingetrübt hat sich im ersten Quartal auch die Stimmung der Schweizer Konsumenten. So fiel das Verbrauchervertrauensbarometer des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) von minus 3.6 auf minus 27.4 Punkte. Einen ähnlich starken Rückgang gab es zuletzt beim Ausbruch der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020, schrieb das Seco.

Wirtschaftskalender 3. Mai

MEZLandIndikatorLetzte Periode
00:00JP, SINGFeiertag 
09:55DEArbeitslosenrate (April)+5.0%
10:30GBEinkaufsmanagerindex Industrie (April)55.3
11:00EZErzeugerpreise (April, J/J)+31.4%
11:00EZArbeitslosenrate (April)6.8%
12:00EZEurogruppe Meeting (April) 
15:00EZEZB Präsidentin Lagarde spricht 
16:00USAAuftragseingang dauerhafte Güter (März, M/M)-0.5%

Unternehmenskalender 3. Mai

LandUnternehmenPeriode
CHLogitechJahreszahlen
DEDeutsche PostQ1 
AUTams-OsramQ1
FRBNP ParibasQ1
NLDSMQ1
GBBPQ1
NORNorsk HydroQ1
NORTelenorQ1
USAPfizerQ1
USABiogenQ1
USADuPontQ1
USAStarbucksQ1
USAAirbnbQ1
USAAMDQ1

Quelle: BondWorld.ch


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