LGT Navigator

LGT Navigator: Börsenstimmung bleibt zum Jahreswechsel geprägt von Zins- und Rezessionsängsten

  • Home
  • LGT Navigator
  • LGT Navigator: Börsenstimmung bleibt zum Jahreswechsel geprägt von Zins- und Rezessionsängsten
LGT Navigator : Kurz vor Weihnachten bleibt die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten fragil, dominiert von Zins- und Rezessionsängsten.

Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter


LGT Navigator


An der Wall Street wie auch in Asien verbuchten die Indizes Verluste. In Japan stieg die Kernverbraucherpreisinflationsrate im November auf Jahressicht so stark wie seit rund 40 Jahren nicht mehr, was die Aussicht auf eine restriktivere Geldpolitik der Bank of Japan untermauerte. Angesichts der restriktiven geldpolitischen Ausrichtung der amerikanischen und der wichtigsten europäischen Zentralbanken, einer anhaltend hohen Inflation und einem hohen Rezessionsrisiko sowie der Gefahr erneuter Pandemie-Lockdowns in China stehen die Kapitalmärkte vor einem herausfordernden Börsenjahr 2023. 

Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum tendierten zum Wochenabschluss mehrheitlich tiefer und schlossen sich damit den negativen Vorgaben aus New York an. Für Aufsehen sorgte auch ein kräftiger Anstieg der Kernverbraucherpreise in Japan, die im November auf Jahresbasis um 3.7% zulegten – die stärkste Zunahme seit Ende 1981. Der zunehmende Inflationsdruck dürfte die Bank of Japan bald dazu zwingen, ihre Geldpolitik restriktiver zu gestalten, was sich wiederum negativ auf die Aktienkurse auswirkt. In der Folge handelt der Nikkei 225-Index heute kurz vor Schluss rund ein Prozent tiefer und der japanische Yen notiert gegenüber dem US-Dollar mit 132.60 auf dem höchsten Niveau seit etwa vier Monaten. In Hongkong fiel der Hang Seng rund 0.5% und in Shanghai notiert der Composite-Index ein Tagesminus von rund 0.3%. Im Zentrum steht hier die stark zunehmende Zahl von Covid-Fällen in China.

An der Wall Street gaben die Indizes die Mitte Woche erkämpften Gewinne mehrheitlich wieder ab. Der Dow Jones Industrial beendete den Donnerstag bei 33’027.49 Punkten (-1.05%). Der S&P 500 konnte sich über der Marke von 3’800 Punkten halten – Schlusskurs 3’822.39 Zähler (-1.45%). An der Technologiebörse Nasdaq gaben die Indizes um rund 2.5% nach. Am Anleihenmarkt blieb die Rendite der zehn Jahre laufenden US-Staatsanleihe bei knapp 3.7% praktisch unverändert zum Vortag.

US-Wirtschaft schlägt sich im Sommer besser als erwartet, die Tendenz bleibt aber negativ

Die amerikanische Wirtschaft ist im dritten Quartal revidierten Daten zufolge etwas stärker gewachsen als bisher angenommen. Das Bruttoinlandsprodukt expandierte im Sommer mit einer annualisierten Rate von 3.2%. Die letzte Schätzung war noch von 2.9% ausgegangen. Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Privatkonsum und den Exporten. Die Tendenz der Wirtschaftsentwicklung bleibt den gestern veröffentlichten Frühindikatoren negativ. So fiel der Sammelindex der Frühindikatoren im November zum neunten Mal in Folge und im Vergleich zum Oktober um ein Prozent, doppelt so stark wie von Analysten erwartet.

EZB-Vize bekräftigt Aussicht auf weitere signifikante Zinsstraffungen

Luis de Guindos, Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), betonte, dass mit weiteren deutlichen Zinserhöhungen zu rechnen sei. Die bisherigen Zinsschritte hätten zwar eine Wirkung auf die Inflation, jedoch müsse die EZB mehr tun und Anhebungen um 50 Basispunkten würden wohl eine Zeitlang das Standardtempo sein. Die EZB hat seit der Zinswende im Sommer die Leitzinsen um insgesamt 250 Basispunkte angehoben, um der hohen Inflation entgegenzuwirken.

Britische Wirtschaft bleibt im dritten Quartal unter Vor-Coronaniveau

Grossbritanniens Wirtschaftsleistung ist im Sommerquartal um 0.3% gegenüber dem Vorquartal geschrumpft und damit mehr als in einer ersten Schätzung mit 0.2% angenommen. Dem Statistikamt zufolge liegt die gesamte Wirtschaftsleistung aktuell nach wie vor 0.8% niedriger als vor Beginn der Corona-Pandemie, womit Grossbritannien eine der wenigen Volkswirtschaften ist, die ihr Vor-Coronaniveau noch nicht wieder erreicht haben.

Wirtschaftskalender 23. Dezember

MEZLandIndikatorLetzte Periode
09:00ESBIP Q3 (Q/Q)+0.2%
10:00ITGeschäftsklima (Dezember)102.5
10:00ITVerbrauchervertrauen (Dezember)98.1
14:30USAKonsumausgaben (November, M/M)+0.8%
14:30USAEinkommen (November, M/M)+0.7%
14:30USAPCE-Kern-Preisindex (November, J/J)+5.0%
16:00USAKonsumentenstimmung (Dezember)59.1

Unternehmenskalender 13. Januar

LandUnternehmenPeriode
USACitigroup Q4
USAJPMorgan ChaseQ4
USABank of AmericaQ4
USAWells FargoQ4

Quelle: BondWorld.ch


Newsletter
Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.
ETFWorld

Newsletter investmentworld.ch

Ich habe gelesen
Privacy & Cookies Policy
und ich stimme der Verarbeitung meiner persönlichen Daten für die darin genannten Zwecke zu.