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LGT Navigator : China hält Zinssätze stabil – Märkte warten auf EZB, Unternehmenszahlen

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LGT Navigator : Asiatische Aktienmärkte zeigten zu Beginn der Woche ein gemischtes Bild. Japans Nikkei gab nach einem politischen Rückschlag nach, während der Hang Seng in Hongkong ein Drei-Jahres-Hoch erreichte, nachdem China seine Leitzinsen unverändert liess.

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Die US-Aktienmärkte gaben am Freitag nach Rekordhochs nach, was auf gemischte Quartalsergebnisse zurückzuführen war. Die Goldpreise stiegen und notierten bei rund USD 3370 pro Unze, da niedrigere Renditen von US-Staatsanleihen Unterstützung boten. Die Renditen von zweijährigen und zehnjährigen US-Staatsanleihen fielen leicht auf 3.9% bzw. 4.4%. Mit Blick auf die Woche richten sich die globalen Märkte auf die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag und wichtige Unternehmensberichte später in der Woche.

Die chinesische Zentralbank, die People’s Bank of China, liess am Montag ihre Leitzinsen unverändert, wobei der einjährige Loan Prime Rate bei 3.0% und der fünfjährige Satz bei 3.5% liegt. Die Entscheidung folgt auf ein BIP-Wachstum von 5.2% im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr, was leicht unter den 5.4% des ersten Quartals liegt, jedoch die Markterwartungen übertraf. Das Wachstum des Einzelhandelsumsatzes verlangsamte sich im Juni auf 4.8%, verglichen mit 6.4% im Mai, was auf eine schwächere Konsumnachfrage hinweist. Die Märkte erwarten, dass Peking in der zweiten Jahreshälfte Unterstützungsmassnahmen einführt, da die wirtschaftlichen Fundamentaldaten aufgrund rückläufiger Exporte und eines schwächelnden Immobiliensektors unter Druck geraten könnten.

Japanischer Yen stärkt sich nach Wahlschlappe

Der japanische Yen wertete am Montag um 0.2% gegenüber dem US-Dollar auf, nachdem die regierende Partei bei den Wahlen zum Oberhaus am Wochenende eine historische Niederlage erlitt. Die Währung hatte in den zwei Wochen vor der Wahl an Wert verloren, da zuvor eine parlamentarische Mehrheit der Regierungspartei erwartet worden war. Der Nikkei 225 in Japan sank am Montag um 0.2%. Der Hang Seng Index in Hongkong erreichte ein Drei-Jahres-Hoch und stieg um 0.2%, angetrieben durch starke Tech-Aktien wie Alibaba und Baidu. Der CSI 300 auf dem chinesischen Festland legte ebenfalls um 0.3% zu. Australische Aktien fielen hingegen um 1.2%, nachdem sie zuvor Rekordhochs erreicht hatten. Gewinnmitnahmen bei Bergbau- und Bankaktien sowie Sorgen über globale Handelsstörungen und einen schwächeren Arbeitsmarkt belasteten die Stimmung. Der koreanische Kospi stieg um 0.6%.

EZB-Entscheidung und globale Einkaufsmanagerindizes im Fokus

Diese Woche richten sich die Märkte auf die Europäische Zentralbank, die am Donnerstag ihre neueste Zinsentscheidung bekannt gibt. Zudem steht eine Welle von Einkaufsmanagerindizes an, darunter wichtige Veröffentlichungen aus der Eurozone, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und den USA am Donnerstag, die neue Einblicke in die globale Wirtschaftstätigkeit geben. In Japan werden am Freitag Inflationsdaten aus Tokio Hinweise auf den Preisdruck und die geldpolitische Ausrichtung der Bank of Japan liefern. Der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex, der ebenfalls am Freitag veröffentlicht wird, wird Aufschluss über die Stimmung in der grössten Volkswirtschaft Europas geben. Darüber hinaus setzt sich die Berichtssaison fort, unter anderem mit Quartalszahlen von Coca-Cola (Dienstag), SAP (Dienstag), Tesla (Mittwoch), Alphabet (Mittwoch) und Intel (Donnerstag).

US-Aktienmärkte fallen nach Rekordhochs

Die US-Aktienmärkte verzeichneten am Freitag leichte Verluste, nachdem sie zuvor neue Rekordhochs erreicht hatten. Der Nasdaq-100 fiel um 0.1% auf 23’065.47 Punkte, während der S&P 500 marginal auf 6296.79 Punkte nachgab und der Dow Jones Industrial um 0.3% auf 44’342.19 Punkte sank. Enttäuschende Reaktionen der Anleger auf Quartalsberichte, darunter ein Rückgang der Netflix-Aktien um 5.1% trotz besser als erwarteter Ergebnisse, trugen zur Abwärtsbewegung bei. Charles Schwab erreichte ein Rekordhoch und legte um 2.9% zu. Positive makroökonomische Daten reichten nicht aus, um den breiteren Markt zu stützen, obwohl sich das Verbrauchervertrauen in den USA im Juli verbesserte. Der Verbrauchervertrauensindex der Universität Michigan stieg von 60.7 im Juni auf 61.8 und übertraf damit leicht die Erwartungen der Ökonomen.

Deutsche Erzeugerpreise sinken

Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte in Deutschland sanken im Juni im Vergleich zum Vorjahr um 1.3%, nachdem sie im Mai um 1.2% zurückgegangen waren. Der Rückgang war hauptsächlich auf niedrigere Energiepreise zurückzuführen, die im Jahresvergleich um 6.4% fielen, jedoch im Vergleich zum Mai leicht um 0.3% stiegen. Ohne Energie stiegen die Erzeugerpreise im Jahresvergleich um 1.3%. Die europäischen Aktienindizes zeigten am Freitag gemischte Ergebnisse. Der Euro Stoxx 50 fiel um 0.3% auf 5359.23 Punkte, während der deutsche DAX ebenfalls um 0.3% auf 24’289.51 Punkte nachgab. Der französische CAC 40 konnte einen marginalen Gewinn verzeichnen und schloss bei 7822.67 Punkten, während der Swiss Market Index (SMI) um 0.2% zulegte.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Belimo, NXP Semiconductors, Ryanair und Verizon.

Konjunkturdaten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Wirtschaftsdaten an.

Quelle: InvestmentWorld.ch


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