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LGT Navigator: Chinas Zentralbank mit erneuter Zinssenkung

LGT Navigator : An der New Yorker Börse sorgt die Erwartung einer deutlich restriktiveren Geldpolitik der US-Notenbank und in der Folge steigenden Anleihenrenditen auch nach drei schwachen Börsentagen für anhaltenden Abgabedruck.

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Zur Wochenmitte erreichte die Rendite zehnjähriger US-Treasuries ein Zweijahreshoch und bei gleichlaufenden deutschen Bundesanleihen war die Rendite erstmals seit knapp drei Jahren wieder leicht positiv. An Asiens Aktienmärkten sorgten hingegen eine neuerliche Zinslockerung der chinesischen Zentralbank für Entlastung.

Chinas Notenbank lockerte erneut ihre Leitzinsen und verstärkt damit die geldpolitischen Anreize zur Stützung der heimischen Wirtschaft. Die People’s Bank of China senkte den Leitzins für einjährige Kredite um zehn Basispunkte auf 3.7% und erstmals seit April 2020 den Zins für fünfjährige Kredite um fünf Basispunkte auf 4.6%. China hatte bereits anfangs dieser Woche die geldpolitischen Lockerungsmassnahmen zur Stützung der sich verlangsamenden Wirtschaft verstärkt. Die meisten neuen und ausstehenden Kredite in China basieren auf dem einjährigen LPR. An den Aktienbörsen in Fernost sorgte die geldpolitische Lockerung für steigende Kurse.

An der Wall Street gaben der Dow Jones Industrial und der S&P 500 um jeweils knapp ein Prozent nach. Auch an der Technologiebörse Nasdaq sorgen die Zinserwartungen für anhaltenden Druck und die Indizes schlossen rund ein Prozent tiefer. Der Nasdaq 100 fiel auf den tiefsten Stand seit drei Monaten. Auch positive Konjunkturdaten, wie beispielsweise die Neubaubeginne (Dezember +1.4%) und die für die zukünftige Bautätigkeit aussagekräftigen Baugenehmigungen (+9.1%), konnten keine positiven Impulse liefern und die angeschlagene Börsenstimmung aufhellen.

Inflation in Grossbritannien klettert auf 30-Jahreshoch

Die britischen Verbraucherpreise sind Ende des letzten Jahres auf Jahressicht um +5.4% gestiegen, womit die höchste Teuerungsrate seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1997 beobachtet wurde. Der Preissprung war auch stärker als von Analysten erwartet, lautete der Konsens doch auf +5.2%. Teurer als vor einem Jahr waren vor allem Dienstleistungen, Lebensmittel und Transport. Die Bank of England hat bekanntlich bereits mit einer ersten Zinserhöhung auf den steigenden Inflationsdruck reagiert und signalisiert auch ihre Bereitschaft das Zinsniveau weiter anzuheben.

Deutsche Unternehmen rechnen laut Ifo mit weiteren Preissteigerungen

Eine aktuelle Umfrage des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung Ifo gehen deutsche Firmen von einem weiter steigenden Preisniveau aus. Hintergrund seien die steigenden Energiepreise sowie die höheren Kosten bei der Beschaffung von Vorprodukten. Dies werde sich über kurz oder lang auch auf die Verbraucherpreise durchschlagen, kommentierte das Ifo. Positiv hervorgehoben wurde, dass die bisherigen Lohnverhandlungen nicht auf eine Lohn-Preis-Spirale hindeuteten. Mit einer Abschwächung des Inflationsdrucks sei aber erst gegen Ende des laufenden Jahres zu rechnen. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Ifo eine Inflationsrate in Deutschland von rund +3.5%.

Verschärfte Rhetorik im Ukraine-Konflikt

Der amerikanische Aussenminister Antony Blinken warnte anlässlich seines Besuchs in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, dass es im laufenden Konflikt um «mehr als die Ukraine» gehe. Die Aggressionen Russlands stellten die grundlegenden Prinzipien in Frage, auf denen das gesamte internationale System beruhe und gefährden Frieden und Sicherheit. Werden diese Grundsätze ungestraft verletzt, dann könnte damit die «Büchse der Pandora» geöffnet werden. Nach einer anschliessenden Visite in Berlin wird Blinken am Freitag dann den russischen Aussenminister Sergej Lawrow zu Gesprächen in Genf treffen.

Wirtschaftskalender 20. Januar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEErzeugerpreise (Dezember, J/J)+19.2%
08:45FRKonjunkturindikator (Januar)+111.0
09:00AUTVerbraucherpreise (Dezember, J/J)+3.8%
11:00EZVerbraucherpreise (Dezember, M/M)+0.4%
11:00EZVerbraucherpreise (Dezember, J/J)+5.0%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (Dezember, J/J)+2.6%
13:30EZEZB Protokoll 
14:30USAPhilly Fed Industrieindikator (Januar)+19.0
14:30USAErstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich)230’000
16:00USAVerkäufe bestehender Häuser (Dezember, M/M)+1.9%

Unternehmenskalender 20. Januar

LandUnternehmenPeriode
CHZur RoseQ4 Umsatz
FRAlstomQ3 Umsatz
USANetflixQ4 Umsatz
USA TravelersQ4
MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBVerbraucherpreise (Dezember, J/J)+5.1%
08:00GBKern-Verbraucherpreise (Dezember, J/J)+4.0%
08:00DEVerbraucherpreise (Dezember, J/J)+5.7%
10:30GBErzeugerpreise (Dezember, J/J)+9.1%
14:30USABaubeginne (Dezember, M/M)+11.8%
14:30USABaugenehmigungen (Dezember, M/M)+3.9%

Quelle: BondWorld.ch


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