LGT Navigator : Latente Inflations-, Zins- und Rezessionssorgen lasten schwer auf den Aktienbörsen und sorgten für einen negativen Wochenauftakt.
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An der Wall Street brachen die Kurse vor dem nächsten Zinsschritt der US-Notenbank ein. Dabei standen einmal mehr insbesondere die Aktien von Technologieunternehmen unter Druck. Derweil legen die Zinsen am US-Anleihenmarkt weiter kräftig zu und der US-Dollar profitiert von der Aussicht auf schnell steigende Zinsen.
In New York kamen die Aktienindizes zu Wochenbeginn erneut kräftig unter Druck. Der Dow Jones Industrial gab um -2.79% auf 30’516.74 Punkte nach und handelte zeitweise auf dem tiefsten Wert seit Februar 2021. Der S&P 500 schloss bei 3’749.63 Punkten, -3.88% tiefer als am Freitag und damit auf dem niedrigsten Stand seit März 2021. Im Vorfeld der erwarteten weiteren Zinserhöhung des Fed brachen die Indizes an der Technologiebörse Nasdaq um -4.6% ein. Der Nasdaq 100 fällt damit auf den tiefsten Stand seit November 2020 zurück.
In Asien notieren die meisten Aktienmärkte ebenfalls im negativen Bereich. In Tokio fällt der Nikkei 225 um rund -1.6%. In Hongkong handelt der Hang Seng-Index rund -0.5% tiefer, während in Shanghai der Composite-Index etwa -0.8% verliert.
Am Anleihenmarkt steigt die Rendite zehnjährige US-Treasuries kräftig auf 3.37% – den höchsten Stand seit über elf Jahren. Am Devisenmarkt profitiert der US-Dollar von der Aussicht auf schnell steigende Zinsen. Der Greenback erreichte gegenüber dem Euro fast die Marke von 1.04.
Britische Industrie blickt pessimistisch in die Zukunft
Dem britischen Industrieverband CBI zufolge haben sich die Perspektiven für die Industrie in Grossbritannien deutlich eingetrübt. In der Folge senkte der Branchenverband seine Konjunkturprognosen. Für 2022 wird nun noch mit einem Wirtschaftswachstum von +3.7% gerechnet, verglichen mit der vorherigen Prognose von +5.1%. Und auch im nächsten Jahr dürfte die britische Volkswirtschaft deutlich weniger stark wachsen als noch vor kurzem angenommen. Für 2023 wird mit einer BIP-Wachstumsrate von +1.0% gerechnet – bisher +3.0%. Unternehmen leiden unter steigenden Kosten und Konsumenten unter Preiserhöhungen. Es brauche nicht viel, dass Grossbritannien in eine Rezession falle, kommentierte CBI-Vorsitzender Tony Danker.
Kluft zwischen Reich und Arm weitet sich aus
Gemäss der UN istdie Armut weltweit gestiegen. Dabei verzeichnen die ärmsten 20% der Weltbevölkerung wegen der Corona-Pandemie massive Einkommenseinbussen und leiden auch am stärksten unter den Auswirkungen des Klimawandels. Laut UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Michelle Bachelet, sei die Ungleichheit in der Welt so gross wie seit mehr als 100 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig haben sich die Vermögen der Reichen weltweit im vergangenen Jahr vor allem dank gestiegener Aktienkurse kräftig vermehrt. Den Berechnungen des Beratungsunternehmens Capgemini zufolge stiegen die Vermögen 2021 gegenüber dem Vorjahr um +8% auf einen Rekordwert von EUR 82 Billionen.
Wirtschaftskalender 14. Juni
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | GB | Arbeitslosenrate (April, M/M) | 3.7% |
| 08:00 | DE | Verbraucherpreise (Mai, J/J) | +8.7% |
| 11:00 | DE | ZEW-Konjunkturerwartungen (Juni) | -27.5 |
| 11:00 | EZ | Industrieproduktion (April, M/M) | -2.0% |
| 14:30 | USA | Erzeugerpreise (Mai, J/J) | +10.9% |
| 14:30 | USA | Kern-Erzeugerpreise (Mai, J/J) | +8.6% |
Unternehmenskalender 14. Juni
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | Swiss Re | Medientag |
Quelle: BondWorld.ch
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