LGT Navigator : Nachdem bereits die aktuelle Ausgabe der Einkaufsmanagerumfrage eine Verbesserung des Konjunkturausblicks für die Eurozone signalisierte, deutete auch das Ifo-Barometer auf verbesserte Perspektiven für die deutsche Wirtschaft hin.
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Der vielbeachtete Geschäftsklimaindikator stieg zu Jahresbeginn bereits zum vierten Mal in Folge. An der Wall Street sorgten die bisherigen Quartalsergebnisse, wie beispielsweise von Microsoft, für eine erhöhte Volatilität.
Die Stimmung deutscher Unternehmen hat sich den neusten Umfrageergebnissen des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo zufolge im Januar erneut verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindikator stieg demnach von 88.6 Punkten im Dezember auf 90.2 Zähler und entsprach damit in etwa den Erwartungen. Einerseits zeigten sich die rund 8’000 befragten Firmen im Ausblick für die deutsche Wirtschaft optimistischer, andererseits hinsichtlich des aktuellen Geschäftsumfelds etwas pessimistischer. Dem Ifo zufolge hat sich die Stimmung der Unternehmen in allen betrachteten Bereichen verbessert. Angesichts vermehrter Zeichen einer Aufhellung der konjunkturellen Perspektiven im Euroraum rückt nun die in der nächsten Woche anstehende EZB-Zinsentscheidung in den Fokus.
Bisherige Unternehmensergebnisse sorgen an der Wall Street für erhöhte Volatilität
An der New Yorker Börse starteten die Aktienindizes zur Wochenmitte zunächst mit Verlusten, drehten dann aber im Laufe des Tages. Dennoch können wir festhalten, dass die bisher publizierten Unternehmensergebnisse durchzogen ausgefallen sind und die Anleger wahrscheinlich mit einer Brise Skepsis auf die noch anstehende Flut an Quartalsbilanzen blicken. Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse von Microsoft und Texas Instruments. Aufgrund von Rezessionssorgen und der hohen Inflation hatte der Softwarekonzern das schwächste Umsatzwachstum seit mehr als sechs Jahren ausgewiesen und enttäuschte mit dem Ausblick auf das laufende Quartal. Der Chiphersteller Texas Instruments verbuchte wegen einer gesunkenen Nachfrage einen Gewinn- und Umsatzrückgang und rechnet mit einer Fortsetzung dieses Trends im laufenden Quartal. Der Dow Jones Industrial schloss bei 33’743.84 Punkten praktisch unverändert zum Vortagesschluss (+0.03%). Der S&P 500 ging bei 4’016.22 Punkten (-0.02%) aus dem Mittwochshandel. An der Nasdaq notierten die Indizes leichte Abschläge von rund -0.3%, nachdem im Tageshandel zunächst noch Verluste von über 2% beobachtet werden konnten.
Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum tendierten am Donnerstag ohne klare Richtung. In Hongkong legte der Hang Seng Index um rund 2% zu und der Hang Seng Tech Index verbuchte stellenweise Gewinne von mehr als 3%. In Tokio notiert der Nikkei 225 kurz vor Schluss rund -0.2% tiefer. In Seoul legte der Kospi um rund 0.6% zu, obwohl das Bruttoinlandsprodukt Südkoreas im Schlussquartal 2022 um 0.4% geschrumpft war und damit erstmals seit zwei Jahren negativ war.
Kanadas Notenbank stellt nach weiterem Zinsschritt eine Pause in Aussicht
Im Vorfeld des nächsten geldpolitischen Entscheids der US-Zentralbank am Mittwoch nächster Woche erhöhte die Bank of Canada ihren Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 4.5%. An den Märkten war der mittlerweile achte Zinsschritt in Folge erwartet worden. Da die Inflationsrate in Kanada in der Zwischenzeit analog zu den USA gesunken ist – auf aktuell 6.3% – stellte die Notenbank in Ottawa eine Zinspause in Aussicht.
Wirtschaftskalender 26. Januar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 10:00 | IT | Unternehmensvertrauen (Januar) | 101.4 |
| 10:00 | IT | Verbrauchervertrauen (Januar) | 102.5 |
| 14:30 | USA | BIP Q4 (Q/Q, annualisiert) | +3.2% |
| 14:30 | USA | Auftragseingang für langlebige Güter (Dezember, M/M) | -2.1% |
| 14:30 | USA | Erstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich) | 190’000 |
| 16:00 | USA | Verkäufe neuer Häuser (Dezember, M/M) | +5.8% |
Unternehmenskalender 26. Januar
| Land | Unternehmen | Periode |
| CH | STMicroelectronics | Q4 |
| DE | SAP | Q4 |
| FR | LVMH | Q4 |
| SWE | Volvo | Q4 |
| FIN | Nokia | Q4 |
| GB | Diageo | H1 |
| USA | Intel | Q4 |
| USA | Visa | Q4 |
| USA | Mastercard | Q4 |
| USA | Dow | Q4 |
| USA | American Airlines | Q4 |
Quelle: BondWorld.ch
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