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LGT Navigator: Die Volatilität nimmt spürbar zu

LGT Navigator : An den Kapitalmärkten bleibt zum Wochenschluss die Adjustierung an eine restriktivere Geldpolitik seitens der US-Notenbank das bestimmende Thema.

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Nachdem die «hawkishen» Aussagen des Fed-Vorsitzenden Powell eine möglicherweise forcierte Normalisierung der Geldpolitik andeutete – Beendigung der Anleihenkäufe, mehrfache Zinserhöhungen und Abbau der Zentralbankbilanz – schwindet damit einer der Haupttreiber an den Aktienmärkten. An den Börsen hat in der Folge die Volatilität spürbar zugenommen.

In New York schwankten die Aktienindizes am Donnerstag stark und der Dow verzeichnete zeitweise einen Tagesgewinn von +1.8%, schloss dann aber leicht im Minus. Unterstützung boten US-Konjunkturdaten, die ein überraschend starkes Wachstum der US-Wirtschaft im Schlussquartal 2021 zeigten. Der S&P 500 verlor ein gutes halbes Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. An der Technologiebörse Nasdaq bekamen die zinssensitiven Tech-Werte nochmals den Druck einer restriktiveren Ausrichtung der US-Notenbank zu spüren. Die Nasdaq-Indizes gaben um rund -1.2% nach. Investoren zeigten sich insbesondere enttäuscht über den von Tesla gelieferten Ausblick. CEO Elon Musk betonte, dass die globalen Lieferkettenprobleme den E-Autohersteller weiterhin belasten werden.

An Europas Börsen hielten sich die Verluste nach dem Zinsentscheid der Fed in Grenzen. Ein Grund ist, dass auf dieser Seite des Atlantiks die Europäische Zentralbank (EZB) weiterhin einen expansiven Kurs fährt und vor dem Hintergrund des EZB-Inflationsausblicks auch keine baldige Zinswende absehbar ist.

Apple erzielt Rekordergebnis

Apple profitierte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres von einer starken Nachfrage nach iPhones, Macs sowie Wearables. Trotz des globalen Chipmangels und gestörter Lieferketten setzte Apple mit USD 123.95 Milliarden so viel um wie noch nie. Das sind +11% mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Der Nettogewinn erreichte ebenfalls Rekordniveau mit USD 34.63 Milliarden, gegenüber USD 28.76 Milliarden im Jahr zuvor. Je Aktie waren es USD 2.10 (Vorjahr USD 1.68). Apple-CEO Tim Cook zeigte sich zuversichtlich im Ausblick. Er geht davon aus, dass die Engpässe bei Bauteilen sich bald entschärfen werden. Die Aktie legte nachbörslich um rund drei Prozent zu.

US-Wirtschaft zeigt zum Jahresende 2021 keine Schwäche

Das Wirtschaftswachstum in den USA ist im Schlussquartal des letzten Jahres deutlich stärker gewachsen als erwartet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs im vierten Quartal mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von +6.9%, verglichen mit einer Konsenserwartung von +5.5% und einem Wachstum von annualisiert +2.3% im dritten Quartal. Stark präsentierte sich im Q4 vor allem der Privatkonsum. Im Gesamtjahr 2021 expandierte die weltweit grösste Volkswirtschaft damit um +5.7%, getrieben von Konsumausgaben, Anlageinvestitionen, Exporten sowie Investitionen in Lagerbestände. Im Coronajahr 2020 war die US-Wirtschaft noch um -3.5% eingebrochen. Angesichts der restriktiveren Gangart der US-Notenbank dürfte sich das Wachstumstempo im Laufe dieses Jahres wieder abschwächen.

Ukraine-Konflikt bleibt ein heisses Eisen für Finanzmärkte

Nachdem die USA und die NATO dem Kreml «neue» Vorschläge zur Lösung des Ukraine-Konflikts vorgelegt haben, wartet man nun gespannt auf eine Antwort aus Moskau. Der Forderung Russlands nach Zusagen für ein Ende der Nato-Osterweiterung zeigten die NATO und die USA keinerlei Verhandlungsbereitschaft und warnten Russland erneut vor «massiven Konsequenzen» im Fall eines Einmarschs in die benachbarte Ukraine. In Paris trafen sich inzwischen Vertreter Russlands, der Ukraine, Frankreichs und Deutschlands zu Gesprächen, bisher ohne konkrete Ergebnisse. Für die Kapitalmärkte bedeutet dies einen anhaltenden Unsicherheitsfaktor, der stellenweise immer wieder für zunehmende Volatilität sorgen dürfte.

Deutsche Konsumenten leicht optimistischer

Den neusten Umfrageergebnissen des Nürnberger Konsumforschungsinstituts GfK hat sich die Stimmung der deutschen Verbraucher zu Jahresbeginn trotz steigender Covid-19-Inzidenzen und hoher Inflation wieder etwas aufgehellt. Der für Februar berechnete Konsumklimaindikator verbesserte sich dabei leicht um 0.2 auf minus 6.7 Punkte, während Analysten mit einem weiteren Rückgang auf minus 8.0 Zähler ausgegangen waren. Neben der Konjunktur- und Einkommenserwartung verbesserte sich auch die Anschaffungsneigung. Nach Einschätzung der GfK bleibt die Konsumneigung in Deutschland trotz des aktuellen Anstiegs bislang noch verhalten.

Wirtschaftskalender 28. Januar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
07:30FRBIP Q4 (Q/Q)+3.0%
08:00DEImportpreise (Dezember, J/J)+24.7%
09:00CHKOF Konjunkturbarometer (Januar)107.0
09:00ESPBIP Q4 (Q/Q)+2.6%
09:00AUTBIP Q4 (Q/Q)+3.8%
10:00DEBIP Q4 (Q/Q)+1.7%
10:00ITGeschäftsklima (Januar)115.2
10:00ITKonsumentenstimmung (Januar)117.7
11:00EZWirtschaftsstimmung (Januar) 115.3
11:00EZGeschäftsklima (Januar)+1.84
11:00EZKonsumentenstimmung (Januar)-8.5
14:30USAKonsumausgaben (Dezember, M/M)+0.6%
14:30USAPersönliche Einkommen (Dezember, M/M)+0.4%
14:30USAPCE-Kern Preisindex (Dezember, M/M)+0.5%
16:00USAKonsumentenstimmung (Januar)68.8

Unternehmenskalender 28. Januar

LandUnternehmenPeriode
CHGivaudanJahreszahlen
ITUniCreditJahreszahlen
NLSignifyJahreszahlen
SWEVolvoJahreszahlen
SWEElectroluxJahreszahlen
FINStora EnsoJahreszahlen
USAChevronQ4
USACaterpillarQ4
USAColgate-PalmoliveQ4

Quelle: BondWorld.ch


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