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LGT Navigator: EU-Staaten einigen sich auf Öl-Embargo gegen Russland

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LGT Navigator : In der Nacht auf Dienstag haben sich die EU-Staaten auf einen Importstopp für russisches Öl geeinigt. Die Stimmung in chinesischen Industrieunternehmen hat sich im Mai leicht verbessert. In Deutschland steigt die Inflation auf ein neues Rekordhoch.

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Die asiatischen Börsen zeigen am Dienstag ein gemischtes Bild. In Tokio notiert der Nikkei rund -0.2% schwächer. In Hongkong gewinnt der Hang Seng +0.5% und der Shanghai Composite klettert +0.8%. Die Stimmung in den chinesischen Unternehmen hat sich im Mai verbessert. Demnach ist der Einkaufsmanagerindex (PMI) für die Industrie von 47.4 im Vormonat auf 49.6 Punkte gestiegen, teilte das Statistikamt am Dienstag in Peking mit. Der Anstieg fiel damit etwas stärker als erwartet aus. Der Index bleibt aber unter der Schwelle von 50, die eine Ausweitung der industriellen Aktivitäten markiert.

In den USA blieben die Börsen am Montag geschlossen.

Einigung am EU-Gipfel

In Brüssel haben die EU-Staaten in der Nacht auf Dienstag einen Kompromiss im Streit um das Öl-Embargo gegen Russland erzielt. Demnach sollen zunächst lediglich Öl- und Petroleumprodukte aus Russland sanktioniert werden, die auf dem Seeweg geliefert werden. Der Bezug über Pipelines soll temporär möglich bleiben. Mit diesem Vorschlag ist auch Ungarn einverstanden. Das Land hatte sich einem vollständigen Importstopp widersetzt, kann sich nun aber weiterhin über die Druschba-Pipeline mit russischem Öl versorgen. Mit diesem Beschluss werden die Öl-Importe der EU aus Russland bis Ende des Jahres um rund 90% reduziert, erklärte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Das Sanktionspaket soll am Mittwoch formell verabschiedet werden.

Der Ölpreis hat sich nach der Einigung am EU-Gipfel erneut verteuert. Ein Fass der Nordseesorte Brent kostete am Dienstagmorgen mehr als USD 123 und die texanische Sorte WTI notierte bei rund USD 119. Die Nachfrage nach dem Rohstoff dürfte im Sommer weiter zunehmen, meinen Experten. So startet in zahlreichen Ländern die Feriensaison, die etwa in den USA durch eine starke Zunahme des Autoverkehrs gekennzeichnet ist. Aber auch weitere Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen dürften den Energiebedarf steigern. Gleichzeitig haben die erdölexportierenden Länder signalisiert, dass sie die Fördermenge nicht anpassen wollen. Die OPEC+ entscheidet am Donnerstag über die weiteren Produktionsziele.

Inflation in Deutschland auf neuem Rekordhoch

In Deutschland hat die Teuerung im Mai erneut einen neuen Rekordwert erreicht. Die Preise verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um +7.9%, wie das Statistische Amt am Montag mitteilte. Damit notiert die jährliche Inflationsrate zum dritten Mal in Folge über dem Wert von +7%. Zwar sind im ersten Quartal auch die Löhne deutlich gestiegen, allerdings hinkt das Lohnwachstum der Teuerung hinterher. Unter dem Strich resultierte von Januar bis März daher ein Rückgang der Reallöhne von -1.8% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, berechnen die Statistiker.

Auch in Spanien hat sich das Preiswachstum im Mai nach einer vorübergehenden Verlangsamung wieder beschleunigt. Die Inflation kletterte im Jahresvergleich um +8.5%, nach +8.3% im April und +9.8% im März.

Angesichts des rasanten Preiswachstums plant die Europäische Zentralbank (EZB) die erste Zinserhöhung im Euroraum seit elf Jahren. Verschiedene EZB-Vertreter haben in den vergangenen Tagen und Wochen erklärt, dass sie die Leitzinsen im Juli anheben wollen.

Wirtschaftsstimmung in der Eurozone stabilisiert sich

Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Mai stabilisiert. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) ist gegenüber dem Vormonat um +0.1 Punkte auf 105.0 Punkte gestiegen, wie die Europäische Kommission mitteilte. Das, nachdem das Barometer zweimal in Folge deutlich gesunken ist. Ein Blick auf die Subkomponenten zeigt, dass sich die Stimmung in der Industrie den dritten Monat in Folge eingetrübt hat. Grund sind insbesondere der Krieg in der Ukraine sowie anhaltende Lieferengpässe. Dagegen hat sich das Verbrauchervertrauen verbessert, ebenso wie die Lage im Dienstleistungssektor.

Wirtschaftskalender 31. Mai

MEZLandIndikatorLetzte Periode
01:50JPIndustrieproduktion (April, M/M)+0.3%
03:30ChinaEinkaufsmanagerindex Industrie (Mai)47.4
08:30CHEinzelhandelsumsatz (April, J/J)-6.6%
08:45FRBruttoinlandprodukt (J/J)+5.3%
09:00CHBruttoinlandprodukt (J/J)+3.7%
11:00EZVerbraucherpreisindex (Mai, J/J)+7.4%
15:00USAS&P/Case-Shiller-Hauspreisindex (März, J/J)+20.2%
15:45USAChicago Einkaufsmanageindex (Mai)56.4

Unternehmenskalender 31. Mai

LandUnternehmenPeriode
USAHewlett-PackardQ2
USASalesforceQ1

Quelle: BondWorld.ch


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