LGT Navigator : Am amerikanischen Arbeitsmarkt wurden zwar im Dezember nur halb so viele neue Stellen geschaffen als erwartet, jedoch bleibt das Beschäftigungswachstum solide und die Erholung setzt sich fort.
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Zudem sank die Arbeitslosenrate auf unter 4% und die Löhne stiegen stärker als angenommen. Damit dürfte sich die US-Notenbank bestätigt sehen, die bereits eingeleitete Normalisierung der Geldpolitik fortzusetzen. In der Folge kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bis auf 1.79%.
An der New Yorker Börse kamen die Aktienindizes nach dem jüngsten US-Arbeitsmarktbericht nicht vom Fleck. Der Dow Jones Industrial ging am Freitag praktisch unverändert aus dem Handel und gab in der ersten Woche des neuen Jahres leicht nach. Der S&P 500 verlor am Freitag knapp ein halbes Prozent und an der Technologiebörse Nasdaq verloren die Indizes gut ein Prozent. Auf Wochensicht gaben die Nasdaq-Indizes vor dem Hintergrund der gestiegenen Zinserwartungen etwa viereinhalb Prozent nach. Die Investmentbank Goldman Sachs geht nun bereits von vier Zinserhöhungen der US-Notenbank im laufenden Jahr aus.
Fortgesetzte, aber langsamer als erwartete Erholung am US-Arbeitsmarkt
Die neuste US-Arbeitsmarktstatistik zeigte ein deutliche Abschwächung des Beschäftigungswachstums zum Ende des letzten Jahres. Demnach entstanden in der Gesamtwirtschaft 199’000 neue Arbeitsplätze, verglichen mit einer Konsenserwartung von 450’000 neuen Stellen. Andererseits wurden aber im November und im Oktober insgesamt 141’000 mehr Jobs geschaffen als zunächst berichtet. Die Erholung setzt sich damit weiter fort, wenn auch mit einer etwas geringer als erhofften Dynamik. Die in einer separaten Umfrage erhobene Arbeitslosenrate fiel im Dezember sogar unter die 4%-Marke, und notiert nach 4.2% im November mit 3.9% (Konsens 4.1%) auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Coronakrise im Februar 2020. Gleichzeitig stiegen die Löhne im Dezember um +4.7% auf Jahressicht und um +0.6% gegenüber dem Vormonat. Hier war mit +4.2%, respektive +0.4% gerechnet worden.
Inflationsrate im Euroraum Ende 2021 erneut mit Rekordhoch
Die Verbraucherpreise in den Euroländern sind im Dezember auf Jahressicht um +5.0% gestiegen, womit die höchste Teuerungsrate seit Einführung des Euros beobachtet wurde. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember um +0.4%. Treiber blieben vor allem die Energiepreise, die auf Jahresbasis um +26% zulegten. Spürbar verteuert haben sich aber auch Lebensmittel (+3.2%). Die Kernrate, also die Teuerung ohne Berücksichtigung der Energie- und Nahrungsmittelpreise, betrug +2.6%.
Wirtschaftsstimmung in der Eurozone trübt sich stärker ein als erwartet
Gemäss dem von der EU-Kommission ausgewiesenen Economic Sentiment Indicator (ESI) hat sich die allgemeine Wirtschaftsstimmung im Euroraum Ende des letzten Jahres deutlich verschlechtert. Der Indikator fiel gegenüber dem Vormonat um 2.3 auf 115.3 Punkte. Insbesondere im Dienstleistungssektor haben die in vielen Ländern verschärften Pandemiemassnahmen für eine Eintrübung gesorgt.
Wirtschaftskalender 10. Januar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 10:30 | EZ | Sentix Konjunkturausblick (Januar) | 13.5 |
| 11:00 | EZ | Arbeitslosenrate (Novermber) | 7.3% |
Unternehmenskalender 10. Januar
| Land | Unternehmen | Periode |
| DE | Münchener Rück | Naturkatastrophenbilanz 2021 |
Quelle: BondWorld.ch
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