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LGT Navigator: Fortsetzung der «Friedensgespräche» bietet einen Schimmer Hoffnung

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LGT Navigator : Die Stimmung an den Finanzmärkten bleibt vor dem Hintergrund des unvermindert weitergeführten Krieges in der Ukraine angespannt, jedoch sorgt die geplante Fortsetzung der direkten Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien für etwas Optimismus.

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Je länger der Krieg dauert, desto schwieriger dürfte es aber sein, einen Konsens der weit auseinanderliegenden Forderungen zu finden. Die vor dem Hintergrund der Sanktionen des Westens gegen Russland steigenden Rohstoffpreise verstärken aber die Inflationssorgen und trüben den Ausblick für die Weltwirtschaft. US-Notenbankchef Jerome Powell bekräftigte unterdessen die Mitte März erwartete erste Zinserhöhung.

An den Aktienmärkten haben sich die Kurse zur Wochenmitte stabilisiert, jedoch bleibt die Stimmung von den geopolitischen Unsicherheiten und der bevorstehenden Zinswende der US-Notenbank geprägt. Der Dow Jones Industrial beendete den Handel am Mittwoch +1.79% höher bei 33’891.35 Punkten und der marktbreite S&P 500 legte um +1.86% auf 4’386.54 Zähler zu. Einerseits sorgen die erneut anberaumten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine für Hoffnung auf ein baldiges Ende der Kriegshandlungen und andererseits boten besser als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt Grund für etwas mehr Zuversicht. Gemäss dem Arbeitsmarktdienstleister ADP wurden in der US-Privatwirtschaft +475’000 neue Stellen geschaffen. Analysten hatten mit +375’000 gerechnet. An den Aktienmärkten in Asien setzte sich der positive kurzfristige Trend am Donnerstag grösstenteils fort. Währenddessen erreichten die Erdölsorten Brent und West Texas Intermediate (WTI) zur Wochenmitte zeitweise neue Höchststände. Der Gaspreis in Europa kletterte gleichzeitig auf den höchsten Stand seit rund elf Jahren. Teurer werden auch wichtige Industriemetalle wie Aluminium, Kupfer, Nickel und Eisen.

Fed-Vorsitzender Powell bekräftigt erwartete Zinserhöhung im März

US-Notenbankchef Jerome Powell bestätigte gestern anlässlich seiner Anhörung im US-Repräsentantenhaus die Erwartung eines ersten Zinsschritts an der nächsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (FOMC) am 16. März. Die hohe Inflation – derzeit beträgt die Inflationsrate in den USA +7.5% – und der solide Arbeitsmarkt rechtfertigten eine Zinserhöhung. Zudem solle im späteren Verlauf des Jahres die Notenbankbilanz abgebaut werden. Das Fed werde aber auch die Auswirkungen der geopolitischen Unsicherheiten im Auge behalten, versprach Powell.

Das Beige Book – ein regelmässiger Bericht zur Konjunkturlage in den zwölf Bezirken des Federal Reserve Systems – betonte vor allem die nach wie vor akuten Probleme in den globalen Lieferketten. Insgesamt sei die US-Wirtschaft im Berichtszeitraum «in einem mässigen bis moderaten Tempo» gewachsen. Die Preise steigen der Fed zufolge weiter in einem «robusten Tempo» und am Arbeitsmarkt sei die Nachfrage nach Arbeitskräften weiterhin hoch.

Direkte Gespräche zwischen Russland und der Ukraine sollen fortgesetzt werden

Nachdem die erste Runde direkter Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine keine Ergebnisse brachen, sollen sich die Kriegsparteien nun ein zweites Mal zu direkten Gesprächen treffen. Der Kreml forderte aber bereits im Vorfeld weiterhin eine Demilitarisierung der Ukraine und unterstrich, dass die ukrainische Regierung die Souveränität über die Halbinsel Krim sowie die beiden «Volksrepubliken» Luhansk und Donezk anerkennen müsse.

Weitere Massnahmen gegen Russland und Belarus

Wie bereits zuvor die Europäische Union sperren die USA nun ebenfalls ihren Luftraum für russische Flugzeuge. Die Europäische Union hat unterdessen den Ausschluss sieben russischer Banken aus dem Finanzkommunikationsnetzwerk SWIFT in Kraft gesetzt. Zudem beschloss die EU neue Sanktionen gegen Russlands Verbündeten Belarus. Betroffen sind vor allem die belarussische Holz-, Kali,- und Stahlindustrie.

Weiter steigende Inflation im Euroraum setzt EZB zunehmend unter Druck

Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise in den Euro-Ländern setzte den Aufwärtstrend fort. Mit +5.8% erreichte die Inflationsrate im Februar auf Jahressicht den höchsten Stand seit Einführung des Euro 1999. Ökonomen hatten zwar einen Anstieg prognostiziert, jedoch nicht ganz so heftig von +5.1% im Januar auf +5.6%. Hauptsächlicher Treiber bleiben die Energiepreise, die sich gegenüber der Vorjahresperiode um knapp +32% verteuert haben. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Lebenshaltungskosten in der Eurozone ebenfalls stärker als erwartet um +0.9% (Konsens +0.7%). Die Kernrate, ohne Energiepreise, betrug im Februar +2.7% nach +2.3% zu Jahresbeginn. Durch die Krise in der Ukraine und die nach wie vor anhaltenden Lieferkettenprobleme dürfte der Inflationsausblick weiterhin nach oben gerichtet sein und die Europäische Zentralbank (EZB) noch stärker unter Druck setzen, ihre Inflationserwartungen zu revidieren und sich von ihrer expansiven Geldpolitik zu verabschieden.

Wirtschaftskalender 3. März

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:30CHVerbraucherpreise (Februar, J/J)+1.6%
09:15ESPEinkaufsmanagerindex Dienstleister (Februar)46.6
09:45ITEinkaufsmanagerindex Composite (Februar)50.1
09:50FREinkaufsmanagerindex Composite (Februar)57.4
09:55DEEinkaufsmanagerindex Composite (Februar)56.2
10:00EZEinkaufsmanagerindex Composite (Februar)55.8
10:30GBEinkaufsmanagerindex Composite (Februar)60.2
11:00EZErzeugerpreise (Januar, J/J)+26.2%
11:00EZArbeitslosenrate (Januar)7.0%
13:30EZEZB Protokoll 
14:30USAErstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)232’000
14:30USAProduktivität Q4 (Q/Q, ex-Agrar)6.6%
15:45USAEinkaufsmanagerindex Composite (Februar)56.0
16:00USAISM Einkaufsmanagerindex Dienstleister (Februar)59.9
16:00USAAuftragseingang dauerhafte Güter (Januar, M/M)-0.4%

Unternehmenskalender 3. März

LandUnternehmenPeriode
CHVATJahreszahlen
DEMerck KGaAJahreszahlen
DELufthansaJahreszahlen
DEVolkswagenPressekonferenz
DESAPJahreszahlen
FRThalesJahreszahlen
GBSchrodersJahreszahlen
GBRentokil Jahreszahlen
USBest BuyQ4
USBroadcomQ4
USThe GapQ4
USCostco WholesaleQ2

Quelle: BondWorld.ch


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