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LGT Navigator: Geldpolitik gibt weiterhin den Ton an

LGT Navigator : Auch in dieser Woche dürften geldpolitischen Entscheide die Tendenz an den Kapitalmärkten massgeblich bestimmen. Mit Spannung wird vor allem der Zinsentscheid der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch erwartet, gefolgt von der Bank of England und der Norges Bank am Donnerstag.

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Mit weiteren Zinsschritten wird gerechnet, jedoch tritt immer stärker die Frage in den Vordergrund, wann oder ob überhaupt die Zentralbanken den Zinserhöhungszyklus abbremsen werden.

In New York legten die Aktienindizes am Freitag vor allem auch dank gesunkener Anleihenrenditen nochmals kräftig zu und beendeten damit eine starke Börsenwoche. Der Dow Jones Industrial gewann +2.59% und schloss bei 32’861.80 Punkten. Auf Wochensicht bedeutet dies ein sattes Plus von +5.7%. Der S&P 500 stieg um +2.46% auf 3’901.06 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq gewannen die Indizes vor dem Wochenende gut +3%. Während die Aktien von Apple und Intel nach ihren Quartalszahlen für Unterstützung sorgten, belastete ein Einbruch der Amazon-Titel die Stimmung. Der Online-Händler hatte eine vorsichtige Prognose für das wichtige Weihnachtsquartal geliefert, woraufhin die Aktie zeitweise um rund -12% nachgab und die Marktkapitalisierung unter die Schwelle von einer Billion US-Dollar gesunken ist.

In den nächsten Tagen werden auch weitere Ergebnisse grosser, insbesondere europäischer Unternehmen im Fokus der Börsen stehen. Einige Beispiele: Pfizer und BP am Dienstag, AXA und GlaxoSmithKline am Mittwoch, Adecco, BMW, BNP Paribas oder Stellantis am Donnerstag.

Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum legten zum Wochenstart überwiegend zu. Der Nikkei 225 in Tokio steigt um rund +1.7%, in Hongkong gewinnt der Hang Seng-Index rund +0.9%. Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite hingegen kaum verändert, nachdem der staatliche Einkaufsmanagerindex für Chinas Industriesektor mit 49.2 Punkten hinter den Erwartungen zurückblieb. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans legte am Montag um rund +1% zu.

Brasilien hat gewählt – Lula schafft das Comeback

Der linke Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva konnte die Präsidentenwahl in Brasilien im Stichentscheid mit 50.84% für sich entscheiden. Nach Auszählung von über 99% der Stimmen kommt der rechte Amtsinhaber Jair Bolsonaro auf 49.16%. Die Frage bleibt offen, ob Bolsonaro wie im Vorfeld angekündigt das knappe Wahlresultat anerkennen wird, während das gespaltene Land vor riesigen Herausforderungen steht

Leicht verbessertes US-Konsumentenvertrauen

Die Stimmung der amerikanischen Verbraucher hat sich im Oktober auf niedrigem Niveau erneut aufgehellt. Das Barometer der Universität Michigan verbesserte sich um 1.3 auf 59.9 Punkte. Gestützt worden sei das Verbrauchervertrauen durch die gesunkenen Benzinpreise. Unterdessen bleibt der Preisanstieg in den USA auf hohem Niveau. So stieg der von der Notenbank fokussierte und auf den Konsumausgaben basierende Preisindex PCE im Jahresvergleich um +6.2%. Der Kernindex erhöht sich auf +5.1% von +4.9%.

Japan kämpft mit milliardenschwerem Konjunkturpaket gegen Inflation

Die Aktien im asiatisch-pazifischen Raum legten zum Wochenstart überwiegend zu. Der Nikkei 225 in Tokio steigt um rund +1.7%, in Hongkong gewinnt der Hang Seng-Index rund +0.9%. Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite hingegen kaum verändert, nachdem der staatliche Einkaufsmanagerindex für Chinas Industriesektor mit 49.2 Punkten hinter den Erwartungen zurückblieb. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans legte am Montag um rund +1% zu.

Wirtschaftsstimmung im Euroraum auf niedrigstem Stand seit fast zwei Jahren

Der von der EU-Kommission monatlich erstellte «Economic Sentiment Indicator» ist im Oktober um 1.1 auf 92.5 Punkte zurückgefallen und erreichte den tiefsten Wert seit November 2020. Das allgemeine Wirtschaftsklima hat sich damit den achten Monat in Folge verschlechtert. Belastend wirken sich sowohl für Unternehmen als auch Konsumenten vor allem die hohen Energiepreise, steigende Zinsen und anhaltende Lieferkettenprobleme aus.

Deutsche Inflation knackt die Zehnprozentmarke

Die stark gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreise treiben die Lebenshaltungskosten in Deutschland weiter in die Höhe. Im Oktober erreichte die Teuerungsrate der Verbraucherpreise auf Jahressicht +11.6%, der höchste Wert seit rund 70 Jahren, nach +10.0% im September. Für Energie musste im Oktober +43% mehr bezahlt werden als in der Vergleichsperiode im Vorjahr, und für Lebensmittel gut +20%.

In Italien ist die Teuerung der Verbraucherpreise im Oktober explodiert. Mit einer Inflationsrate von +12.8% wurden der Vormonatswert von +9.4% und die Erwartungen der Ökonomen von +9.9% in den Schatten gestellt. Auf Monatssicht stiegen die Lebenshaltungskosten um +4% (Konsens +1.4%).

In Spanien hingegen hat sich die Inflation im Oktober wieder abgeschwächt. Die Teuerungsrate betrug im Oktober auf Jahressicht +7.3% nach +9.0% im September und +10.5% im August.

Wirtschaftskalender 31. Oktober

MEZLandIndikatorLetzte Periode
09:00DEImportpreise (September, J/J)+32.7%
09:00DEEinzelhandelsumsätze (September, M/M)-1.3%
11:00ITBIP Q3 (Q/Q,)+1.1%
12:00EZVerbraucherpreise (Oktober, J/J)+9.9%
12:00EZKern-Verbraucherpreise (Oktober, J/J)+6.0%
12:00EZBIP Q3 (Q/Q)+0.8%
15:45USAChicago Einkaufsmanagerindex (Oktober)45.7

Unternehmenskalender 31. Oktober

LandUnternehmenPeriode
CHSNB9 Monate
USAMarriott InternationalQ3
USAAvis BudgetQ3

Quelle: BondWorld.ch


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