LGT Navigator : Zu Jahresbeginn zeigten sich die Anleger an den internationalen Aktienmärkten in guter Stimmung.
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LGT Navigator
Am ersten Handelstag 2022 verbuchten die Indizes in Europa, USA und Asien überwiegend Gewinne. Der Handel war jedoch noch von dünnen Volumina und erratischen Bewegungen gekennzeichnet. Denn die Börsen bewegen sich auf dünnem Eis und die bekannten Unsicherheitsfaktoren, wie Pandemie und Inflation, dürften die Stimmung weiterhin belasten und den Ausblick für die Weltwirtschaft trüben.
An der New Yorker Börse legte der Dow Jones Industrial am Montag um knapp +0.7% zu und schloss nur knapp unter dem Tageshoch. Der breite S&P 500 konnte, nach dem am vergangenen Donnerstag erreichten Rekordhoch, ebenfalls zulegen. Die stärksten Zuwächse waren an der Technologiebörse Nasdaq zu beobachten, wo die Indizes um mehr als ein Prozent zulegten. Die Aktien von Apple erreichten erstmals einen Börsenwert von mehr als drei Billionen US-Dollar.
In Asien zeigte sich heute ein uneinheitliches Bild. Währens sich die Aktienindizes in Tokio den positiven Vorgaben aus Übersee anschlossen, bekundete etwa Hongkong Mühe, nachdem Chinas Cybersicherheitsaufsichtsbehörde verschärfte Regeln für Börsennotierungen im Ausland angekündigt hatte. Weniger Beachtung fanden positive Konjunkturnachrichten aus China. So hat sich die Stimmung in der chinesischen Industrie zum Jahresende aufgehellt. Dies signalisierte der heute Morgen veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) des chinesischen Wirtschaftsmagazins Caixin. Der PMI verbesserte sich im Dezember von 49.9 Punkten im November auf 50.9 Zähler und erreichte damit den höchsten Stand seit einem halben Jahr.
Industrie in den USA und Europa pessimistischer
Im amerikanischen Industriesektor hat sich die Aktivität im Dezember gegenüber dem Vormonat verlangsamt. Der Einkaufsmanagerindex des Londoner Forschungsinstituts IHS Markit gab dabei von 58.3 Punkten im November auf 57.7 Zähler nach. Laut IHS Markit sind nach wie vor Lieferverzögerungen und Materialengpässe für die pessimistischere Einschätzung der befragten Unternehmen verantwortlich. Auch in den Euroländern blieb die Stimmung im Industriesektor angesichts der anhaltenden Störung der globalen Lieferketten und der erhöhten Unsicherheiten durch die Omikron-Variante Ende des letzten Jahres getrübt. Dies signalisierte der gestern veröffentlichte Einkaufsmanagerindex von IHS Markit. Mit 58.0 Punkten lag der PMI 0.4 Zähler unter dem Vormonatswert.
Inflation in der Türkei ausser Kontrolle
In der Türkei gerät die Teuerung der Konsumentenpreise immer mehr ausser Kontrolle. So erreichte die Inflationsrate im Dezember mit 36% das höchste Niveau seit rund 20 Jahren. Seit Mitte 2021 hat sich die Jahresinflationsrate mehr als verdoppelt und im Monatsvergleich erhöhten sich die Lebenshaltungskosten per Ende des letzten Jahres um fast +14%. Auch in den nächsten Monaten dürfte die Inflation in der Türkei «heiss» bleiben. Darauf deutet beispielsweise auch der massive Anstieg der Erzeugerpreise hin, die im Dezember um knapp +80% zum Vorjahr gestiegen sind. Trotz dieser Entwicklungen hatte die türkische Zentralbank auf politischen Druck hin die Zinsen gesenkt und damit auch den Zerfall der türkischen Lira verschärft.
Wirtschaftskalender 4. Januar
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | DE | Einzelhandelsumsätze (November, M/M) | -0.3% |
| 08:30 | CH | Verbraucherpreise (Dezember, J/J) | +1.5% |
| 08:45 | IT | Verbraucherpreise (Dezember, J/J) | +3.4% |
| 09:55 | DE | Arbeitslosenrate (Dezember) | 5.3% |
| 10:30 | GB | Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember) | 58.1 |
| 16:00 | USA | ISM-Einkaufsmanagerindex Industrie (Dezember) | 61.1 |
Unternehmenskalender 5. Januar
| Land | Unternehmen | Periode |
| USA | Computer Technology Association (CES) Messe in Las Vegas |
Quelle: BondWorld.ch
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