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LGT Navigator: Hoffnung auf sinkende Inflation stützt Wall Street

LGT Navigator : Die amerikanischen Börsen knüpften am Montag an die Gewinne der Vorwoche an. Ins Zentrum des Interesses rücken nun die heute Nachmittag anstehenden Inflationsdaten aus den USA.

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Nach einer leichten Entspannung im Juli hoffen Anleger auf einen weiteren Rückgang der Verbraucherpreise im August. Eine nachlassende Inflationsdynamik könnte die US-Notenbank dazu bewegen ihren geldpolitischen Straffungskurs eventuell etwas zu bremsen.

Hoffnung auf sinkende Inflation stützt Wall Street

An der New Yorker Börse setzte sich die Erholung zu Wochenbeginn fort. Der Dow Jones Industrial ging +0.71% höher bei 32’381.34 Punkten aus dem Handel und verbuchte damit den vierten Gewinntag in Folge. Der S&P 500 schloss bei 4’110.41 Punkten, das entspricht einer Zunahme von +1.06%. An der Technologiebörse Nasdaq legten die Indizes um rund +1.2% zu. Unterstützend wirkten vor allem Kursgewinne bei Apple. Zahlen zu den Vorbestellungen für das neue iPhone 14 liessen die Aktie um fast +4% steigen. Währenddessen hielt sich die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei 3.35%.

Ob der Aufwärtstrend an der Wall Street anhält, ist allerdings fraglich. So haben Aktienanalysten ihre Prognosen für das dritte Quartal überdurchschnittlich deutlich reduziert und die Gewinnschätzungen für die S&P-500-Unternehmen seit Ende Juni um 5.5 Prozentpunkte gesenkt, wie der Datendienstleister FactSet berechnete. Auch die Konzerne blicken eher skeptisch in die Zukunft. So haben 240 der 500 S&P-500-Unternehmen in ihren Konferenzschaltungen zu den Ergebnissen des zweiten Quartals eine Rezession erwähnt – das sind so viele wie nie seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 2010. Trotz der jüngsten Rally hat der S&P 500 seit Jahresbeginn rund -15% verloren. Der Dow Jones notiert etwa -12% schwächer als zum Jahresauftakt.

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte notierten am Dienstag höher. In Tokio notiert der Nikkei 225 rund +0.2% höher. Der südkoreanische Kospi stieg bei der Wiederaufnahme des Handels nach dem Feiertag am Montag um rund +2.6%, angeführt von Samsung Electronics, die um +4.5% zulegten. In Festlandchina handelt der Shanghai Composite etwa +0.3% höher und in Hongkong gewinnt der Hang Seng Index etwa +0.4%. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien ausserhalb Japans legt um rund +0.7% zu.

Ifo-Institut erwartet Rezession im Winter

Das Ifo-Institut erwartet weiterhin steigende Preise in Deutschland sowie eine schrumpfende Wirtschaftsleistung. Für dieses Jahr prognostizieren die Münchner Ökonomen eine Teuerungsrate von +8.1%, gefolgt von +9.3% im kommenden Jahr. Die deutsche Wirtschaft dürfte 2022 um +1.6% wachsen, bevor sie 2023 um -0.3% schrumpft, heisst es in der Ifo-Konjunkturprognose. «Wir gehen in eine Winter-Rezession», sagte Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Konjunkturforschung. Auslöser für die schwierige Wirtschaftslage ist die Energiekrise. So erwartet das Münchner Institut, dass die Strom- und Gaspreise Anfang 2023 kräftig steigen werden und damit die Inflation in Deutschland noch einmal anheizen. Das dürfte die Kaufkraft schmälern, was auch durch die beschlossenen Entlastungspakete nicht abgefangen werde. «Der Kaufkraftverlust, gemessen am Rückgang der realen Pro-Kopf-Löhne, ist so hoch wie nie zuvor seit dem Beginn der heutigen volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen im Jahre 1970», erklärte Wollmershäuser. Für den Arbeitsmarkt erwartet das Ifo-Institut aber keine gravierenden Auswirkungen. Erst 2024 dürfte sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland normalisieren. Die Ökonomen prognostizieren ein Wachstum von +1.8% und eine Inflation von +2.5%.

Britische Wirtschaft stagnierte im dritten Quartal

Die britische Wirtschaft hat sich im vergangenen Quartal weniger gut entwickelt als erwartet. So stagnierte das Wachstum von Mai bis Juli gegenüber dem Vorquartal, nachdem im ersten Quartal noch ein Plus von +0.3% resultierte, teilte das Statistikamt am Montag mit. Analysten hatten im zweiten Quartal mit einer Expansion von +0.1% gerechnet. Die britische Konjunktur verliert seit Jahresbeginn an Dynamik, da die schnell steigenden Preise Konsumenten und Unternehmen belasten. So hat die Jahresinflation im Juli den höchsten Stand seit vierzig Jahren erreicht (+10.1%). Die neue Premierministerin Liz Truss hat vergangene Woche angekündigt, dass die Energiekosten der Haushalte in den kommenden zwei Jahren auf durchschnittlich GBP 2500 jährlich begrenzt werden sollen. Ökonomen sind sich allerdings uneinig, ob diese Massnahme ausreichen wird, um die Menschen zu entlasten. Denn gleichzeitig gilt es als sicher, dass die Bank of England (BoE) die Zinsen kommende Woche erneut straffen wird. So erwarten die Finanzmärkte, dass die BoE den Leitzins von derzeit 1.75% um weitere 75 Basispunkte anheben wird – es wäre die siebte Zinserhöhung in Folge.

Wirtschaftskalender 13. September

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEVerbraucherpreisindex (August, J/J)+7.9%
08:00CHErzeugerpreise (August, J/J)+5.7%
11:00EZZEW-Konjunkturerwartungen (September)-54.9
14:30USAVerbraucherpreisindex (August, J/J)+8.5%

Unternehmenskalender 13. September

LandUnternehmenPeriode
USATwitterausserordentliche GV
USAStarbucksInvestorentag

Quelle: BondWorld.ch


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