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LGT Navigator: Hohe US-Inflation weckt Ängste vor weiteren Fed-Zinserhöhungen

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LGT Navigator : Die Inflation in den USA ist im Januar etwas höher ausgefallen als vom Markt erwartet und hat die Hoffnung vieler Anleger auf ein baldiges Ende der restrktiven Geldpolitik der US-Notenbank zunichte gemacht.

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Das Arbeitsministerium in Washington nannte hohe Energie- und Unterkunftskosten als Hauptgründe für den anhaltenden Inflationsdruck. Fed-Vorsitzender Jerome Powell hatte letztens signalisiert, dass in den USA ein Desinflationsprozess begonnen hat, aber andere Fed-Vertreter waren bisher vorsichtiger, den Sieg im Kampf gegen die Inflation zu erklären.

Der Verbraucherpreisindex in den USA stieg im Januar saisonbereinigt um 0.5% gegenüber Dezember und auf Jahressicht um 6.4%. Beide Zahlen lagen über den Markterwartungen. Einige Anleger sind besorgt, dass die Interventionen Russlands auf dem Ölmarkt und die wirtschaftliche Wiedereröffnung Chinas, die zu einer höheren Energienachfrage führen dürfte, die Energiepreise im Westen in die Höhe treiben könnten. Dies könnte verhindern, dass sich die Inflation langsam wieder dem 2%-Ziel der Fed nähert.

Die Aktienindizes in New York nahmen den Anstieg der US-Inflation als Zeichen dafür, dass das Fed seine geldpolitische Straffung fortsetzet. Der Dow Jones Industrial schloss 0.46% tiefer bei 34’089.27 Punkten. Der S&P 500 lag mit 4’136.13 Punkten leicht im Minus. Die Indizes an der Technologiebörse Nasdaq wurden durch Gewinne im Chipsektor gestützt und konnten den Tag mit einem Plus von rund 0.7% abschliessen.

Auch in Asien wurden die Aktienmärkte durch die US-Inflationsdaten beunruhigt. Der Hang-Seng-Index in Hongkong wurde am Mittwoch 1.38% tiefer gehandelt. Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland verlor 0.2%, ebenso wie der Shenzhen Component, der um 0.3% nachgab. In Tokio gab der Nikkei 225-Index 0.47% nach, während der südkoreanische Kospi um 1.4% fiel.

Die Inflation gab aber nicht nur in den USA Anlass zur Sorge. So erklärte der Gouverneur der Reserve Bank of Australia, Philip Lowe, die Inflation in seinem Land, die im letzten Quartal 2022 bei 7.8% lag, sei ebenfalls viel zu hoch. Diese Äusserungen verschreckten die Anleger, und der australische Leitindex S&P/ASX 200 verlor rund 1%.

Wirtschaft des Euroraums vermeidet Schrumpfung

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Ländern des Euroraums stieg im vierten Quartal um 0.1% und bestätigte damit eine frühere vorläufige Schätzung. Die Arbeitslosigkeit stieg im gleichen Zeitraum um 0.4%, wie das statistische Amt Eurostat mitteilte. Auch wenn das leichte Wachstum bedeutet, dass eine Schrumpfung vorerst vermieden wurde, verlangsamte sich das Wachstumstempo gegenüber den im Q3 gemessenen Wachstum von 0.3%. Hohe Inflation, langsames Wachstum und steigende Arbeitslosigkeit sind Themen, die wahrscheinlich zur Sprache kommen werden, wenn die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, am Mittwoch vor dem Europäischen Parlament in Strassburg (Frankreich) den Jahresbericht der EZB präsentieren wird.

Produzenten- und Importpreise in der Schweiz steigen

Der Produzenten- und Importpreisindex für die Schweiz ist im Januar gegenüber dem Vormonat um 0.7% gestiegen. Hauptgrund für den Preisanstieg waren laut dem Bundesamt für Statistik die gestiegenen Preise für Erdöl, Erdgas und Strom. Der Index umfasst Waren und Dienstleistungen, die sowohl in der Schweiz produziert als auch für Schweizer Verbraucher importiert werden. Der Preisanstieg erfolgte nur einen Tag, nachdem Daten gezeigt hatten, dass die Verbraucherpreise in der Schweiz ihren rückläufigen Trend umkehrt haben und im Januar um 3.3% im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind.

Wirtschaftskalender 15. Februar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBVerbraucherpreisindex (Januar, J/J)10.5%
11:00EZIndustrieproduktion (Dezember, M/M)1.0%
11:00EZHandelsbilanz (Dezember)-11.7 Mrd.
14:30USAEinzelhandelsumsätze (Januar, M/M)-1.1%
15:00EZEZB-Präsidentin Lagarde spricht 
15:15USAIndustrieproduktion (Januar, M/M)-0.7%

Unternehmenskalender 15. Februar

LandUnternehmenPeriode
FRKeringJahreszahlen
CHGlencoreJahreszahlen
GBBarclaysJahreszahlen
NLHeinekenJahreszahlen
USAKraft HeinzQ4
USACiscoQ2

Quelle: BondWorld.ch


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