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LGT Navigator: Inflationserwartungen rücken wieder in den Mittelpunkt

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LGT Navigator : Mit den heute mit Spannung erwarteten, neusten US-Verbraucherpreisdaten rücken die Inflationserwartungen wieder verstärkt in das Zentrum der Kapitalmärkte.

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Mit +6.2% erreichte die Inflationsrate in den Vereinigten Staaten im November das höchste Niveau seit rund 30 Jahren und sorgt damit zunehmend für Besorgnis auch bei der US-Notenbank. Neben der Frage, wie nachhaltig der Inflationsdruck sein wird, hält auch die sich spürbar verschärfende Pandemielage und die Angst vor drastischeren Gegenmassnahmen die Investoren in Atem.

An der Wall Street standen gestern vor allem die zuvor gesuchten Technologiewerte unter Druck. An der Nasdaq verloren die Indizes rund -1.5%. Sollte sich die Inflation als nachhaltiger herausstellen und die US-Notenbank die Rückführung der Liquidität oder die Zinswende forcieren, würde dies vor allem die zinssensitiven Tech-Werte treffen. Verluste verbuchten am Donnerstag aber auch die Standard-Werte. Der S&P 500 verlor -0.72% und schloss bei 4’667.45 Punkten. Der Dow Jones Industrial beendete den Handelstag unverändert bei 35’754.69 Punkten. Für Nervosität sorgen auch weiterhin die ungewissen Auswirkungen der Corona-Variante Omikron.

In Asien tendieren die Aktienbörsen zum Wochenschluss mehrheitlich ebenfalls im negativen Territorium. Neben den erwarteten US-Inflationsdaten und den Unsicherheiten rund um die Pandemie stand auch einmal mehr der chinesische Immobilienkonzern Evergrande im Mittelpunkt. Dies, nachdem die Rating-Agentur Fitch das hochverschuldete Unternehmen sowie auch den Konkurrenten Kaisa Group herabstufte. Zudem signalisiert Chinas Zentralbankchef Yi Gang, dass die Regierung Evergrande nicht mit Rettungsmassnahmen zur Hilfe eilen werde. Mit den Risiken von Evergrande müsse nach den Grundsätzen des Marktes und der Rechtsstaatlichkeit angemessen umgegangen werden, sagte der Chef der People’s Bank of China. Die kurzfristigen Risiken einzelner Immobilienunternehmen würden nach seiner Einschätzung die normale Finanzierung am Markt mittel- und langfristig nicht beeinträchtigen.

Preisdruck in China bleibt hoch

In China sind die Verbraucherpreise im November auf Jahressicht um +2.3% gestiegen – die höchste Teuerungsrate seit August 2020. Im Oktober lag die Inflationsrate noch bei +1.5%. Auch auf Erzeugerebene steigen die Preise nach wie vor kräftig. Im November betrug die Produzentenpreisteuerung +12.9% und lag damit leicht tiefer als im Oktober, als mit +13.5% die höchste Rate seit 26 Jahren gemessen wurde. Die Regierung versucht unterdessen, mit einigen Massnahmen wie Eingriffen an den Rohstoffmärkten, den Anstieg der Erzeugerpreise einzudämmen.

Kurzfristige Daten bekräftigen positiven Ausblick für US-Arbeitsmarkt

Die wöchentlich registrierten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in den USA auf das niedrigste Niveau seit 1969 gesunken. Im Vergleich zur Vorwoche ging die Zahl der Anträge in der Woche zum 4. Dezember um 43’000 auf 184’000 zurück. Der für den Trend aussagekräftigere gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche ebenfalls deutlich um 21’250 auf 218’750.

Bidens Demokratie-Gipfel mehr als nur ein Lippenbekenntnis?

US-Präsident Joe Biden appellierte an die vom Weissen Haus zum «Gipfel für die Demokratie» eingeladenen 111 Länder, die Demokratie zu stärken und zu investieren. Die USA würden hierfür im kommenden Jahr rund USD 420 Mio. in verschiedene, bereits bestehende oder neue demokratiefördernde Projekte einsetzen. Damit solle beispielsweise die Pressefreiheit weltweit unterstützt oder Korruption bekämpft werden. «Freie und unabhängige Medien sind das Fundament der Demokratie», meinte Biden. Zudem soll etwa in die Nutzung digitaler Technologien, gegen eine autoritäre Zensur des Internets oder in die Förderung der politischen Führungsrolle von Frauen sowie in die Verteidigung von freien und fairen Wahlen investiert werden. Das virtuelle Gipfeltreffen dürfte vor allem Washingtons Verhältnis zu China zusätzlich belasten, nachdem die USA und andere demokratische Länder bereits einen diplomatischen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking angekündigt hatten.

Wirtschaftskalender 10. Dezember

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBIndustrieproduktion (Oktober, M/M)-0.4%
08:00DEVerbraucherpreise (November, J/J)+6.0%
10:00ITIndustrieproduktion (Oktober, M/M)+0.1%
14:30USAVerbraucherpreise (November, M/M)+0.9%
14:30USAVerbraucherpreise (November, J/J)+6.2%
14:30USAKern-Verbraucherpreise (November, J/J)+4.6%
16:00USAKonsumentenstimmung University Michigan (Dezember)67.4

Unternehmenskalender 10. Dezember

LandUnternehmenPeriode
DEDaimler TruckErstnotiz
GBAnglo AmericanInvestor Update

Quelle: BondWorld.ch


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