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LGT Navigator: Inflationssorgen bremsen Börsen wieder aus

LGT Navigator: An der Wall Street schalteten die Anleger zum Wochenstart einen Gang zurück, und scheinen die jüngste Rekordrally erstmal zu konsolidieren.

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Auch der Blick auf die europäischen und asiatischen Aktienmärkte lässt vermuten, dass die letzten positiven Impulse wie etwa das US-Infrastrukturpaket den Sorgen rund um die Konjunktur und Inflation weichen. So stehen heute denn auch die neusten Daten zur Inflationsentwicklung in den USA im Vordergrund.

Der Dow Jones Industrial verzeichnete am Montag zunächst nochmal ein Rekordhoch und schloss +0.29% höher als am Freitag bei 36’432.22 Punkten. Der breite S&P 500 blieb hingegen praktisch unverändert bei 4’701.70 Zählern (+0.09%) und auch an der Nasdaq konnten die Indizes nach der jüngsten Rekordjagd gestern nicht mehr zulegen. Heute stehen in den USA nun die Daten zu den Erzeugerpreisen im Mittelpunkt, gefolgt von den Verbraucherpreisdaten am Mittwoch.

Auf Unternehmensseite stehen insbesondere in Europa einige wichtige Quartalsergebnisse wie beispielsweise von Bayer oder BioNTech an. Im Fokus standen gestern auch die Titel von Tesla. CEO Elon Musk liess per Twitter abstimmen, ob er ein Zehntel seiner Tesla-Anteile verkaufen solle. Das Paket wäre rund USD 21 Milliarden schwer. Tesla-Aktien hatten in der vergangenen Woche ein Rekordhoch von USD 1’243 erreicht.

Wirtschaftsstimmung im Euroraum fängt sich

Gemäss den aktuellen Umfrageergebnissen des deutschen Finanzmarktanalyseunternehmens Sentix fiel die Einschätzung der weiteren Entwicklung der deutschen Wirtschaft im November nach drei Rückgängen in Folge wieder optimistischer aus. Der entsprechende Konjunkturindikator verbesserte sich dabei stärker als erwartet um 1.4 auf plus 18.3 Punkte (Konsens +15.0). Laut Sentix deute der erste Anstieg seit Juli darauf hin, dass die konjunkturelle Abkühlung langsam auslaufe und die befragten Investoren nur von einer temporären Belastung durch die unterbrochenen Lieferketten ausgehen würden.

EZB-Chefökonom bekräftigt Inflationsausblick

Philip Lane, seines Zeichens Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank (EZB), betonte in einem Interview, dass die EZB nach wie vor davon ausgehe, dass die aktuell hohe Inflation im nächsten Jahr wieder zurückgehen werde. Die derzeitige Situation unterscheide sich sehr von derjenigen in den 1970er und 1980er Jahren, so Lane. Hintergrund sei, dass die weltweite Erholung vom Corona-Einbruch schneller als erwartet verlaufe, weshalb es zu Engpässen gekommen sei. Dies sollte aber im nächsten Jahr weitgehend behoben sein, kommentierte der EZB-Chefökonom. Vor diesem Hintergrund bleibe eine lockere Geldpolitik weiterhin notwendig. Dies insbesondere auch, da die Euroländer wegen der hohen Gesamtverschuldung der Staaten und dem Fehlen einer dauerhaften zentralen Fiskalkapazität eine nur eingeschränkte Möglichkeit hätten, eine wachstumsfreundliche Fiskalpolitik zu betreiben.

«Stichpunkt» deuten auf eine nur schwache Abschlusserklärung beim UN-Klimagipfel hin

Die anfangs Woche von der UN-Klimarahmenkonvention veröffentlichten ersten Stichpunkte für die Abschlusserklärung des Weltklimagipfels im schottischen Glasgow scheinen ersten Einschätzungen zufolge eher vage auszufallen. So seien beispielsweise keine Vorgaben für das Auslaufen des Verbrennungsmotors enthalten und die Bereitstellung von Hilfsgeldern für besonders vom Klimawandel betroffene Staaten sei nur unverbindlich zugesagt. Bis zum Ende dieser Woche haben die rund 200 Staaten noch Zeit, sich auf eine Abschlusserklärung zu einigen, und die Erwartungen sind angesichts der Dringlichkeit sehr hoch.

Wirtschaftskalender 9. November

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEExporte (September, M/M)-1.2%
08:00DEImporte (September, M/M)+3.5%
11:00DEZEW Konjunkturerwartungen (November)+22.3
11:00EZZEW Konjunkturerwartungen (November)+21.0
14:00EZEZB Präsidentin Lagarde Rede
14:30USAErzeugerpreise (Oktober, M/M)+0.5%
14:30USAErzeugerpreise (Oktober, J/J)+8.6%
15:00USAFed Chef Powell Rede
17:00GBBoE-Governor Bailey Rede

Unternehmenskalender 9. November

LandUnternehmenPeriode
CHSwiss LifeQ3 Umsatz
CHAlconQ3
DEBayerQ3
DEBioNTechQ3
DEPorscheQ3
AUTWienerbergerQ3
USAAlcoaQ3

Quelle: BondWorld.ch


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