LGT Navigator : Während an den US-Finanzmärkten aufgrund des Nationalfeiertages nicht gehandelt wurde, starteten Europas Börsen mit angezogener Handbremse in die neue Woche.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
LGT Navigator
Sorgen hinsichtlich der weiteren Konjunktur- und Inflationsentwicklung sowie die die Angst vor einer Energiekrise in Europa drücken nach wie vor stark auf die Anlegerstimmung.
Der EuroStoxx 50 ging zum Wochenbeginn in einem ruhigen Handel bei 3’452.42 Punkten (+0.12%) aus dem Tagesgeschäft. Damit konnte sich der europäische Leitindex nach dem Verlust von rund -2.5% in der Vorwoche zumindest stabilisieren, jedoch fehlten neue Impulse. Zu den Topwerten im EuroStoxx 50 und Stoxx Europe 50 zählten gestern insbesondere Öl- und Gaswerte wie etwa BP oder Shell.
In Asien tendieren die Aktienindizes am Montag ohne einheitliche Richtung. In Tokio notiert der 225 Aktien umfassende Nikkei-Index knapp +1% höher und in Hongkong handelt der Hang Seng rund +0.6% über dem Vortagesschluss. In Shanghai und Shenzhen verbuchen die Indizes moderate Tagesverluste.
Australiens Zentralbank erhöht Leitzins erneut
Die Notenbank von Australien straffte ihre Geldpolitik mit einem weiteren Zinsschritt – dem dritten in Folge – um 50 Basispunkte auf +1.35%, womit der Leitzins das höchste Niveau seit Mai 2019 erreicht. Die Mehrheit der Analysten hatte mit einer weiteren Zinserhöhung in dieser Höhe gerechnet.
Investoren blicken laut Sentix pessimistischer in die Zukunft
Die vom deutschen Finanzmarktanalyseunternehmen Sentix monatlich befragten Finanzexperten zeigten sich in der aktuellen Ausgabe für Juli deutlich pessimistischer. Der auf den Umfragewerten basierende Konjunkturindikator fiel von minus 15.8 auf minus 26.4 Punkte zurück und notiert damit auf dem tiefsten Wert seit gut zwei Jahren. Die Dynamik der Stimmungsverschlechterung erinnere stark an die Finanzkrise im Jahr 2008, nur sei es diesmal nicht die Angst vor einem Zusammenbruch des Finanzsystems, sondern vor einem Kollaps der europäischen Energieversorgung infolge des Ukraine-Kriegs, kommentierte Sentix.
EZB will Klimaschutz höher gewichten
Im Rahmen ihres Mandats werde die EZB weitere konkrete Schritte unternehmen, um den Klimaschutz in die geldpolitischen Operationen einzubeziehen, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Demnach soll der Klimaschutz künftig eine grössere Rolle bei der Geldpolitik spielen und bei Käufen von Unternehmensanleihen oder den Offenlegungspflichten und dem Risikomanagement im Einklang mit dem Klimaaktionsplan stehen. Damit wolle die EZB ihre Verpflichtung zur Bekämpfung des Klimawandels in die Tat umsetzen, betonte Lagarde.
Inflationsrate in der Schweiz lässt 3%-Marke deutlich hinter sich
In der Schweiz ist die Teuerung der Verbraucherpreise im Juni weiter gestiegen und notiert mit +3.4% auf Jahressicht deutlich über den noch im Vormonat registrierten +2.9%. Die Inflationsrate lag damit auch am oberen Ende der Erwartungen. Getrieben wird der Preisauftrieb insbesondere durch den Anstieg der Importgüter, die sich im Jahresvergleich um +8.5% verteuert haben.
Wirtschaftskalender 5. Juli
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:45 | FR | Industrieproduktion (Mai, M/M) | -0.1% |
| 09:15 | ES | Einkaufsmanagerindex Dienstleister (Juni) | 56.5 |
| 09:45 | IT | Einkaufsmanagerindex Dienstleister (Juni) | 53.7 |
| 09:50 | FR | Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Juni) | 52.8 |
| 09:55 | DE | Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Juni) | 51.3 |
| 10:00 | EZ | Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Juni) | 51.9 |
| 10:30 | GB | Einkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Juni) | 53.1 |
Unternehmenskalender 12. Juli
| Land | Unternehmen | Periode |
| USA | Pepsico | Q2 |
Quelle: BondWorld.ch
Newsletter



