LGT Navigator : Ein Rückgang der Staatsanleihenrenditen und eine optimistischere Konsumentenstimmung in den USA und Deutschland lieferten den Börsen willkommene Unterstützung.
Abonnieren Sie unseren kostenloser Newsletter
LGT Navigator
Positive Impulse kamen auch von erfreulichen Quartalsberichten von Nike und Fedex. Wie lange der Optimismus auf dem Börsenparkett anhalten wird, ist angesichts des nach wie vor sehr fragilen Marktumfelds jedoch fraglich. Im Zentrum bleiben die weitere Konjunktur- und Inflationsentwicklung und die entsprechende Antwort der Zentralbanken. Zudem könnten die derzeit steigenden Corona-Infektionszahlen in China die Öffnung der zweitgrössten Volkswirtschaft gefährden.
An der New Yorker Börse schloss der Dow Jones Industrial am Mittwoch 1.6% höher bei 33’376.48 Punkten und erholte sich damit weiter von den jüngsten Verlusten in Folge der Zentralbankentscheide in der vergangenen Woche. Unterstützung boten vor allem die Quartalszahlen des weltgrössten Sportartikelherstellers Nike und des als Konjunkturindikator geltenden Logistikkonzerns Fedex. Der S&P 500 legte um 1.49% auf 3’878.44 Punkte zu und alle elf Sektoren des S&P 500 beendeten den Tag mit Gewinnen, angeführt von der Energiebranche. Auch an der Nasdaq gewannen die technologielastigen Indizes knapp 1.5%.
Am Anleihenmarkt gab die Rendite zehnjähriger US-Staatspapiere leicht auf 3.65% nach. In der Folge der weiterhin restriktiven Ausrichtung der Federal Reserve war die Benchmark-Rendite von 3.45% auf 3.7% geklettert. Am Devisenmarkt konnte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar knapp über 1.06 behaupten.
Die Aktienindizes im asiatisch-pazifischen Raum profitierten von den positiven Vorgaben aus Übersee. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um rund 0.5% zu und der japanische Yen hielt seine jüngsten Gewinne gegenüber dem US-Dollar bei 132. In Hongkong notierte der Hang Seng kurz vor Schluss rund 2.5% höher und auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um rund 0.8%.
Amerikaner wieder zuversichtlicher
Die Stimmung der US-Konsumenten hat sich im Dezember stärker als erwartet aufgehellt. Das Verbrauchervertrauensbarometer des Wirtschaftsforschungsinstituts Conference Board verbesserte sich von 101.4 auf 108.3 Punkte. Dabei schätzten die befragten Privathaushalte sowohl die aktuelle Wirtschaftslage als auch den Konjunkturausblick optimistischer ein.
Am US-Immobilienmarkt bleibt die Stimmung hingegen angesichts gestiegener Hypothekenzinsen gedämpft. Die Verkäufe bestehender Häuser gingen im November um 7.7% gegenüber dem Vormonat zurück (Konsens -5.2%) und verbuchten damit den zehnten monatlichen Rückgang in Folge, wie die National Association of Realtors (NAR) berichtete.
Konsumklima in Deutschland hellt sich zum Jahresende auf
Inmitten des Weihnachtsgeschäfts hat sich die Stimmung deutscher Konsumenten laut den neusten Umfrageergebnissen des Nürnberger Konsumforschungsunternehmen GfK zum dritten Mal in Folge verbessert. Der Konsumklimaindikator für Januar kletterte von minus 40.1 auf minus 37.8 Punkte. Gemäss GfK hat sich sowohl der Konjunkturausblick als auch die Einkommenserwartung der befragten Verbraucher verbessert. Positiv haben sich der Rückgang der Energiepreise sowie die Massnahmen der Bundesregierung zur Abfederung der explodierenden Energiekosten ausgewirkt.
Wirtschaftskalender 22. Dezember
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 08:00 | GB | BIP Q3 (Q/Q) | -0.2% |
| 14:30 | USA | BIP Q3 (Q/Q, Revision) | +2.9% |
| 14:30 | USA | Konsumausgaben Q3 | +1.7% |
| 14:30 | USA | PCE-Kernrate Preis(Inflations)Index Q3 | +4.6% |
| 14:30 | USA | Chicago Fed Nationaler Aktivitätsindex (November) | -0.05 |
| 14:30 | USA | Erstanträge Arbeitslosenversicherung (wöchentlich) | 211’000 |
| 16:00 | USA | Frühindikator (November, M/M) | -0.8% |
Unternehmenskalender 22. Dezember
| Land | Unternehmen | Periode |
| DE | Hornbach | Q3 |
Quelle: BondWorld.ch
Newsletter



