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LGT Navigator: Leicht tiefere US-Inflationsrate, aber Zinserwartungen bleiben unverändert

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LGT Navigator : Die Inflation in den USA hat sich zwar im April leicht abgeschwächt, jedoch dürfte dies an der Erwartungshaltung hinsichtlich des zu erwartenden geldpolitischen Straffungskurses der US-Notenbank kaum etwas ändern.

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In der Folge blieben die Zinserwartungen an den Kapitalmärkten mehr oder weniger unverändert und die Aktienbörsen und die Investorenstimmung bleiben angeschlagen.

An der Wall Street gerieten die Aktienindizes erneut unter Druck, angeführt von Verlusten bei Tech-Werten. An der Technologiebörse Nasdaq ging es nochmals -3% Richtung Süden und der Nasdaq 100 fiel erstmals seit November 2020 unter die Marke von 12’000 Punkten. Der Dow Jones Industrial gab um rund -1% nach und beendete den Mittwochshandel bei 31’834.11 Zählern. Der S&P 500 musste -1.65% abgeben und notiert nun bei 3’935.18 Punkten, dem tiefsten Stand seit mehr als einem Jahr.

In Asien setzte sich der negative Trend mehrheitlich fort. In Tokio verliert der Nikkei 225 knapp -1.5% und in Hongkong gibt der Hang Seng-Index um rund -1.7% nach.

US-Staatsanleihen kamen nach der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten unter Druck und die Rendite zehn Jahre laufender Staatsanleihen kletterte zeitweise auf 3.04%. Im späteren Handel sank die Rendite aber wieder bis auf 2.90%.

US-Inflationsrate geht leicht zurück

Die Verbraucherpreise in den Vereinigten Staaten sind im April weiter kräftig gestiegen, jedoch weniger stark als noch im Monat zuvor. Die Teuerungsrate betrug auf Jahressicht +8.3% verglichen mit +8.5% im März. Analysten waren im Schnitt von einem kräftigeren Rückgang auf +8.1% ausgegangen. Die Teuerungsrate notiert damit nur leicht unter dem im März registrierten Höchstwert seit gut 40 Jahren und dürfte an der Zinspolitik der amerikanischen Zentralbank nichts ändern.

EZB-Vorsitzende Lagarde bekräftigt Aussicht auf baldigen Zinsschritt

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), sieht die Möglichkeit, dass die EZB kurz nach Beendigung der Nettoanleihekäufe – dieser Schritt wird bereits anlässlich der nächsten EZB-Sitzung am 9. Juni erwartet – die Zinswende (gegebenenfalls am 21. Juli) einleiten könnte. Lagarde selbst und auch weitere EZB-Spitzenvertreter hatten die Aussicht auf einen baldigen Zinsschritt jüngst bekräftigt.

Energie- und Nahrungsmittelpreise treiben Deutschlands Inflationsrate höher

Die stark gestiegenen Energiepreise, aber auch ein kräftiger Anstieg der Nahrungsmittelpreise, sorgen für einen weiteren Anstieg der Inflationsrate in Deutschland. Im April erhöhten sich die Lebenshaltungskosten um +7.4% gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr – der höchste Wert seit der Wiedervereinigung 1990. Im März hatte die Teuerungsrate +7.3% betragen. Energie verteuerte sich um rund +35% auf Jahressicht und die Lebensmittelpreise stiegen um +8.6% zum Vorjahr. Die Bundesbank geht davon aus, dass die Inflationsrate in Deutschland im laufenden Jahr durchschnittlich knapp 7% betragen wird.

Wirtschaftskalender 12. Mai

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBBIP Q1 (q/q)+1.3%
08:30CHErzeugerpreise (April, J/J)+6.1%
13:00OPECMonatsbericht 
14:30USAErzeugerpreise (April, J/J)+11.2%
14:30USAKern-Erzeugerpreise (April, J/J)+9.2%
14:30USAErstanträge Arbeitslosenhilfe (wöchentlich)200’000

Unternehmenskalender 12. Mai

LandUnternehmenPeriode
CHZurich InsuranceQ1 
DEMerck KGaAQ1
DEAllianzQ2
DECommerzbankQ1
DERWEQ1
NLAegonQ1
FRVeoliaQ1
FRBouyguesQ1
ESTelefonicaQ1
AUTWienerbergerQ1

Quelle: BondWorld.ch


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