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LGT Navigator: Märkte scheinen sich auf das neue geldpolitische Umfeld eingestellt zu haben

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LGT Navigator : Nachdem die amerikanische Notenbank ihren Zinserhöhungszyklus gestartet hat, legte auch die Bank of England mit einem dritten Zinsschritt nach, um die steigende Inflation in den Griff zu bekommen.

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Die Bank of Japan wartet hingegen weiterhin ab und hält vorerst weiter an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Die Kapitalmärkte haben sich inzwischen auf die restriktivere Gangart der grossen Zentralbanken und den schrittweisen Entzug der Liquiditätszufuhr eingestellt, jedoch bleibt der Ausblick aufgrund des hohen Unsicherheitsgrads im Konflikt zwischen West und Ost und den daraus entstehenden geopolitischen und wirtschaftlichen Folgen schwierig zu interpretieren.

An der New Yorker Börse scheinen die Anleger Vertrauen in die Politik und die Einschätzung der US-Notenbank zu haben. So legten die Aktienindizes auch nach der Zinswende weiter zu. Der Dow Jones Industrial schloss +1.23% höher bei 34’480.76 Punkten, nur knapp unter dem Tageshoch. Das gleiche Bild zeigte sich beim marktbreiten S&P 500, der +1.23% zulegte und bei 4’411.67 Zählern aus dem Handel ging. Zulegen konnten auch die Technologieindizes an der Nasdaq. Vor dem Hintergrund der verstärkten Risikobereitschaft der Anleger pendelte sich die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bei 2.2% ein. In Asien zeigte sich zum Wochenschluss nach den jüngsten teilweise kräftigen Gewinnen ein uneinheitliches Bild ohne klaren Trend.

Bank of England legt nochmals nach

Grossbritanniens Zentralbank entgegnet dem weiter zunehmenden Inflationsdruck mit einer dritten geldpolitischen Straffung. Die Bank of England erhöhte ihren Leitzins wie erwartet um einen viertel Prozentpunkt auf +0.75%. Der Entscheid im geldpolitischen Spitzengremium fiel mit acht zu einer Stimme. Die Notenbank in London betonte zudem, dass die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine wahrscheinlich sowohl den Inflationshöhepunkt als auch die negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum verstärken werden. Angesichts der wegen der Ukraine-Krise geringeren Visibilität im Konjunkturausblick, zeigte sich Governor Andrew Bailey etwas vorsichtiger, was eine weitere Erhöhung der Zinsen angeht. In der Folge gaben die Renditen britischer Anleihen nach und das Pfund geriet unter Druck. Währenddessen verbuchte der britische Aktienmarkt, entgegen dem Trend an Europas Börsen, gestern moderate Kursgewinne.

Bank of Japan ohne Handlungsspielraum

Die japanische Zentralbank hält trotz der Zinswende des Fed und angesichts der schwer abschätzbaren Auswirkungen der geopolitischen Unsicherheit vorerst weiter an ihrer extrem lockeren Geldpolitik fest. Zwar hat sich auch in Japan das Preisniveau aufgrund der massiv gestiegenen Energiekosten nach oben verschoben, jedoch wird das von der Notenbank verfolgte Inflationsziel von zwei Prozent nach wie vor nicht erreicht.

Türkische Notenbank hat hoher Inflation nichts entgegen zu setzen

Die Zentralbank in Ankara beliess ihren Leitzins trotz einer Inflationsrate von über 50% unverändert bei 14%. Bereits seit Jahresbeginn hat die türkische Notenbank nicht mehr reagiert. Dies, obwohl die Türkei aufgrund der Abhängigkeit von Energieimporten unter der jüngsten Rally an den Rohstoffmärkten leidet. Nach der Zinsentscheidung baute die türkische Lira die Verluste weiter aus und sorgt damit für weiteren Preisdruck.

Ungebrochener Inflationstrend im Euroraum

In den Euroländern betrug die Jahresinflationsrate im Februar +5.9%, wie das Statistikamt Eurostat in einer zweiten Veröffentlichung bestätigte (erste Schätzung +5.8%). Damit erreichte die Teuerung einen Rekordwert, respektive das höchste Niveau seit Einführung des Euro 1999. Hintergrund des starken Preisauftriebs bleiben die Energiepreise, die im Februar auf Jahressicht um +32% zugelegt hatten. Die Kernrate, also exklusive Energie und Nahrungsmittel, kletterte von +2.3% zu Jahresbeginn auf +2.7% im Februar. Am 14. April wird die Europäische Zentralbank (EZB) ihr weiteres Vorgehen bekannt geben. Dann wird sich zeigen, ob die EZB wegen des ungebremsten Inflationsanstiegs gezwungen ist, schneller als bisher antizipiert, eine restriktive Gangart einzuschlagen.

OECD wägt ökonomische Risiken des Krieges ab

Den Berechnungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zufolge könnte der Krieg in der Ukraine das Wachstum der Weltwirtschaft im ersten vollen Jahr nach Beginn des Konflikts um rund einen Prozentpunkt verringern und gleichzeitig die Inflation um fast 2.5 Prozentpunkte erhöhen. Eine humanitäre Katastrophe und ein hohes ökonomisches Risiko stellen auch die Flüchtlingsströme dar. Die Aufnahme von drei Millionen Flüchtlingen würde laut OECD im ersten Jahr seit Beginn des Konflikts das Bruttoinlandsprodukt in der EU im Schnitt um mindestens 0.25 Prozent verringern. Zudem bestehe als Folge des Kriegs die grosse Gefahr von Wirtschaftskrisen in Ländern, die beispielsweise stark von Weizenexporten aus Russland und der Ukraine abhängig sind.

Wirtschaftskalender 18. März

MEZLandIndikatorLetzte Periode
07:30JPBank of Japan Pressekonferenz zum Zinsentscheid 
11:00EZHandelsbilanz (Januar)EUR -4.6 Mrd.
15:00USAFrühindikator (Februar)-0.3%
15:00USAVerkäufe bestehender Häuser (Februar, M/M)+6.7%

Unternehmenskalender 21. März

LandUnternehmenPeriode
USANikeQ3

Quelle: BondWorld.ch


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