LGT Navigator : Die Aktienmärkte in den USA gaben zur Wochenmitte leicht nach, und die europäischen Aktien waren uneinheitlich, da die Händlerinnen und Händler in einer Woche mit schwachen Wirtschaftsdaten nach Impulsen suchten.
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Auch die asiatischen Märkte tendierten am Donnerstag uneinheitlich. Die Euphorie zu Beginn des Jahres, die an vielen der grössten Aktienmärkte der Welt zu neuen Allzeithochs geführt hatte, scheint sich verflüchtigt zu haben. Am Donnerstag könnte eine Reihe von Inflationsdaten aus den USA und Europa für Aufregung sorgen, da sie Aufschluss über den Zeitpunkt möglicher Zinssenkungen der grossen Zentralbanken geben könnten.
Die Anlegerinnen und Anleger hatten Mitte der Woche einige makroökonomische Daten zu sichten, die jedoch nicht genug Gewicht hatten, um die Märkte deutlich zu bewegen. Die am Mittwoch veröffentlichten revidierten Daten zeigten, dass die US-Wirtschaft im vierten Quartal langsamer wuchs als ursprünglich angenommen, während der vom Federal Reserve (Fed) bevorzugte Inflationsindikator – der Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) – nach oben korrigiert wurde. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im letzten Quartal 2023 um 3.2% im Vergleich zum Vorjahr und damit langsamer als in der ersten Veröffentlichung, die von 3.3% ausging. Während das Wirtschaftswachstum stark war, erwies sich auch die Inflation als schwer einzudämmen. Der Verbraucherpreisindex (PCE) stieg im vierten Quartal mit einer Jahresrate von 1.8% und der Kern-PCE – der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschliesst – um 2.1%. Beide Zahlen lagen 0.1 Prozentpunkte über den ursprünglichen Schätzungen. Die PCE-Daten für Januar werden am Donnerstag veröffentlicht.
Das starke Wirtschaftswachstum in Verbindung mit der anhaltenden Inflation gibt der US-Notenbank ein solides Argument, die Zinssenkungen auf später im Jahr zu verschieben. Die Märkte haben die Möglichkeit einer Zinssenkung auf der nächsten Fed-Sitzung im März bereits im Wesentlichen ausgeschlossen, und selbst eine Senkung im Mai wird laut dem CME FedWatch Tool als unwahrscheinlich angesehen. Ein starker PCE-Wert für Januar am Donnerstag könnte die Erwartungen für eine erste Zinssenkung des Fed noch weiter zurückdrängen und die Aktienmärkte unter Druck setzen, die in den letzten Wochen an vielen Märkten neue Höchststände erreicht hatten und inzwischen leicht nachgaben.
Die US-Aktienindizes gaben in Erwartung der Inflationsdaten am Donnerstag weiter langsam von ihren zuletzt erreichten Allzeithochs ab. Der Dow Jones Industrial verlor am Mittwoch 0.1% und der S&P 500 gab um 0.2% nach. Der Nasdaq-100 schloss mit einem Minus von 0.5%.
Auch im asiatisch-pazifischen Raum mussten die Anlegerinnen und Anleger einen weiteren Tag auf wichtige makroökonomische Daten warten. Neben den US-PCE-Daten erwarten die Händlerinnen und Händler mit Spannung den chinesischen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der am Freitag veröffentlicht wird. Der Hang Seng Index in Hongkong wurde am Donnerstag leicht schwächer gehandelt, während der Shanghai Composite um 0.9% stieg. Laut den am Donnerstag veröffentlichten Daten ist der Output in Japans Fabriken im Januar so stark gesunken wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Die Industrieproduktion sank im Vergleich zum Dezember um 7.5%, was auf den Automobilsektor zurückzuführen ist. Die Daten hatten kaum Auswirkungen auf die Märkte: der Nikkei 225 schloss am Donnerstag geringfügig höher. Der südkoreanische Kospi beendete den Tag mit einem Minus von 0.4%, während der australische S&P/ASX 200 um 0.5% zulegte.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Anheuser-Busch InBev, Adecco, NN Group, Saint-Gobain, Veolia Environnement.
Konjunkturdaten im Fokus: Einzelhandelsumsätze Deutschland, Verbraucherpreisindex Frankreich, Bruttoinlandsprodukt Schweiz, Arbeitslosenquote Deutschland, Verbraucherpreisindex Deutschland, Bruttoinlandsprodukt Kanada, wöchentliche Erstanträge Arbeitslosenhilfe USA, Private Einkommen und Ausgaben USA, Verkäufe bestehender Häuser.
Quelle: InvestmentWorld.ch
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