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LGT Navigator: Neue Premierministerin zieht in Downing Street ein

LGT Navigator : In Grossbritannien setzte sich Liz Truss als Nachfolgerin des britischen Premierministers Boris Johnson durch und zieht in die Downing Street Nummer 10 ein.

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Die bisherige Aussenministerin steht vor immensen Herausforderungen, an vorderster Front, die Inflation und die Energiepreiskrise. Der Wochenstart an den Börsen war angesichts der sich verschärfenden Energiekrise in Europa und dem Konflikt mit Russland sowie der feiertagsbedingten Abwesenheit der amerikanischen Märkte rot eingefärbt.

Liz Truss (47) wurde gestern zur neuen Premierministerin des Vereinigten Königreichs von den Mitgliedern der regierenden Konservativen Partei bestimmt. Die Nachfolgerin von Boris Johnson setzte sich im parteiinternen Kampf gegen den früheren Finanzminister Rishi Sunak mit mehr als 80’000 gegen rund 60’000 Stimmen durch. Nach Margaret Thatcher und Theresa May ist Truss die dritte Frau an der britischen Regierungsspitze.

Der EuroStoxx 50 verlor zu Wochenbeginn -1.53% und ging bei 3’490.01 Punkten aus dem Handel. Im Zentrum steht die sich Energiekrise in Europa, die sich seit dem Wochenende mit dem Stopp der Gaslieferungen aus Russland durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich verschärft hat. Am stärksten unter die Räder kam der europäische Autosektor, der rund -5% verlor, gefolgt vom Chemiesektor, der um fast -3% nachgab. In London stand unterdessen die Wahl von Liz Truss zur neuen Premierministerin im Fokus. Der britische FTSE 100 blieb bei 7’287.43 Punkten praktisch unverändert zum Freitagsschluss. Gestützt wurde die Londoner Börse aber vor allem durch die Nachfrage nach Energie- und Rohstoffaktien.

An den asiatisch-pazifischen Aktienmärkten war am Dienstag keine klare Tendenz auszumachen. In Tokio notiert der 225 Werte umfassende Nikkei-Index praktisch unverändert, während in Hongkong der Hang Seng frühe Gewinne wieder abgab und um rund -0.5% nachgibt. Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland legt um etwa +1% zu und der Shenzhen Component steigt um rund +0.7%. Australiens Zentralbank erhöhte unterdessen ihren Leitzins ein weiteres Mal um 50 Basispunkte auf +2.35%.

Investoren schätzen Konjunkturperspektiven negativer ein

Der monatlichen Umfrage des Finanzmarktanalyseunternehmens Sentix zufolge haben sich die Konjunkturperspektiven für die Eurozone im September gegenüber dem Vormonat verschlechtert. Das Wirtschaftsbarometer fiel dabei um 6.6 auf minus 31.8 Punkte und erreichte damit den tiefsten Stand seit Mai 2020. Auch global betrachtet neige die Waage in Richtung Rezession und die Konjunktur in den USA stehe auf der Kippe, kommentierte Sentix.

Stimmung der Unternehmen in Europas Privatwirtschaft weiter abgekühlt

Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global für die gesamte Privatwirtschaft im Euroraum (PMI Composite) fiel im August um einen Punkt gegenüber dem Vormonat auf 48.9 Zähler. Damit liegt der Indikator weiter unter der Marke von 50 Punkten, die Wachstum von einer Kontraktion trennt, und notiert auf dem tiefsten Stand seit eineinhalb Jahren.

Opec+ senkt Förderziel

Nach den Erhöhungen der vergangenen Monate beschloss das Kartell Opec+, ihr Förderziel wieder leicht zu reduzieren. Die gemeinsame Tagesproduktion für Oktober werde um 100’000 Barrel verringert. In der Folge stiegen die Ölpreise am Montag an. Nordseesorte Brent verteuerte sich gegenüber den Schlusskursen von vergangenem Freitag um rund USD 3.5 auf USD 96 je Fass und für die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) musste rund USD 3 mehr, respektive knapp USD 90 bezahlt werden.

Wirtschaftskalender 6. September

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEIndustrie Auftragseingang (Juli, M/M)-0.4%
15:45USAEinkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (August)45.0
16:00USAISM Einkaufsmanagerindex Dienstleistungssektor (August)56.7

Unternehmenskalender 6. September

LandUnternehmenPeriode
NLDSMInvestorentag

Quelle: BondWorld.ch


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