LGT Navigator : Asiatische Aktien schossen am Donnerstag in die Höhe, nachdem die Gewinne von Nvidia für das vierte Quartal die Markterwartungen nach der New Yorker Börsenglocke am Mittwoch übertroffen hatten.
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Die positive Stimmung verhalf dem japanischen Nikkei zu einem neuen Allzeithoch, das den bisherigen Rekord von 1989 übertraf.
Nvidia meldete für das vierte Quartal einen Umsatz von USD 22.1 Milliarden und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Das Unternehmen erwartet für das laufende Quartal einen Umsatz von USD 24 Milliarden. Auch für das nächste Jahr und darüber hinaus sieht das Unternehmen hervorragende Wachstumsbedingungen. Die Anlegerinnen und Anleger verfolgten die Ergebnisse von Nvidia mit grosser Aufmerksamkeit, da das Unternehmen eng mit dem aktuellen Wachstumsthema des Aktienmarktes – der künstlichen Intelligenz – verbunden ist und seine Chips bei Unternehmen, die grosse Modelle für künstliche Intelligenz entwickeln, sehr gefragt sind. Die Aktie von Nvidia stieg im nachbörslichen Handel um 9%. Der Aktienkurs war in diesem Jahr bereits um fast 40% gestiegen.
Im asiatisch-pazifischen Raum war die Stimmung an den Aktienmärkten nach den Nvidia-Ergebnissen deutlich positiv. In Tokio schoss der Nikkei 225 um 2.1% in die Höhe und schloss bei 39’116 Punkten, seinem bisher höchsten Stand. Der bisherige Tageshöchststand lag knapp unter 39’000 Punkten und wurde am letzten Handelstag des Jahres 1989 erreicht. Dass es fast dreieinhalb Jahrzehnte gedauert hat, die Verluste seit dem Höchststand von 1989 wieder aufzuholen, ist ebenfalls ein Rekord für einen grossen Aktienindex.
Andernorts in Asien legte der südkoreanische Kospi um 0.4% zu, nachdem die Bank of Korea ihren Leitzins beibehalten hatte. In Australien legte der S&P/ASX 200 geringfügig zu, nachdem der Composite Purchasing Managers’ Index (PMI) für Februar einen Wert von 51.8 erreicht hatte, was eine Rückkehr zum Wachstum bedeutet, da die 50er-Marke Wachstum von Schrumpfung trennt. Der Hang Seng Index in Hongkong wurde mit einem Plus von 0.8% gehandelt, während der Shanghai Composite um 1.1% zulegte.
In Europa hielten die schlechten Nachrichten für die grösste Volkswirtschaft des Kontinents an. Am Mittwoch räumte der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck ein, dass sein Land Schwierigkeiten hat, die jüngsten Wirtschaftskrisen zu überwinden, und kündigte eine drastische Senkung der Wachstumsprognosen der Regierung an. Die deutsche Regierung geht nun davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0.2% wachsen wird, verglichen mit einer früheren Schätzung von 1.3%. Die langsamere Wachstumsprognose ist vor allem auf ein langsames globales Wirtschaftswachstum, ein schwaches Handelsumfeld und hohe Zinssätze zurückzuführen. Das deutsche BIP schrumpfte im Gesamtjahr 2023 um 0.3% und könnte sich derzeit in der zweiten Rezession seit Ende 2022 befinden. Der deutsche DAX wurde am Mittwoch im Einklang mit dem Euro Stoxx 50 gehandelt, beide Indizes schlossen 0.3 % höher.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Quartalszahlen von Anglo American, AXA, Mercedes-Benz Group, Nestlé, Zurich Insurance.
Konjunkturdaten im Fokus: Einkaufsmanagerindizes aus mehreren Ländern im Laufe des Tages, darunter Deutschland, Eurozone, Frankreich, Grossbritannien, USA; Verbraucherpreisindex Italien; Zinsentscheid der türkischen Zentralbank; Einzelhandelsumsätze Kanada; wöchentliche Erstanträge Arbeitslosenhilfe USA.
Quelle: InvestmentWorld.ch
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