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LGT Navigator: Opec+ stützt Ölpreise und erhöht damit das Inflationsrisiko

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LGT Navigator : Das Ölkartell Opec+ beschloss seine Fördermenge deutlich zurückzufahren. Ein Schritt, der die Ölpreise stützen soll, aber auch Inflationstreibend wirken dürfte. An den Aktienmärkten ging der Schwung nach der fulminanten Erholungsrally zu Beginn der Woche wieder etwas verloren.

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An der Wall Street gaben die Indizes zu Handelsbeginn zunächst deutlich nach, machten dann aber die Anfangsverluste im späten Handel wieder wett. Stärker als erwartete Beschäftigungszahlen aus den USA im Vorfeld des mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktberichts, sowie ein stärker als prognostiziertes Ergebnis der ISM-Umfrage im US-Dienstleistungssektor, erhöhten wieder die Chancen auf eine unverändert restriktive Gangart der US-Notenbank und stellten damit die Aussicht auf einen moderateren geldpolitischen Kurs wieder in Frage.

Die Organisation Opec+ kündigte an, ab November ihre Ölproduktion um 2 Millionen Barrel täglich zurückzufahren. Das ist die umfassendste Verringerung der Produktion seit langem und soll die zuletzt unter Druck geratenen Ölpreise stützen. Ein Schritt, der die hohe Inflation, insbesondere in den westlichen Industrienationen, noch weiter anheizen könnte.

Der Dow Jones Industrial schloss bei 30’273.87 Punkten -0.14% tiefer als am Vortag und der S&P 500 gab um -0.2% auf 3’783.28 Punkte nach. An der Nasdaq blieben die Indizes praktisch unverändert gegenüber dem Montagsschluss. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg im Gegenzug wieder auf 3.76%.

Im asiatisch-pazifischen Raum tendierten die Aktienmärkte am Donnerstag uneinheitlich. Der Nikkei 225 in Tokio legte um knapp +1% zu, während der Hang-Seng-Index in Hongkong nach der fulminanten Rally am Vortag (+6%) wieder um rund -0.5% nachgab. Der MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum (ohne Japan) stieg um +0.5%. Die Märkte auf dem chinesischen Festland bleiben diese Woche wegen der «Goldenen Woche» geschlossen. Für anhaltende geopolitische Unsicherheiten sorgt ein neuerlicher Raketentest Nordkoreas.

ADP-Daten zeichnen Bild eines nach wie vor robusten US-Arbeitsmarktes

In den USA werden in der Privatwirtschaft weiterhin kräftig Stellen aufgebaut. Dem Arbeitsmarktdienstleister ADP zufolge kamen im September +208’000 neue Jobs hinzu, etwas mehr als Analysten im Schnitt mit +200’000 gerechnet hatten. Zudem wurde der Stellenzuwachs im August noch von zunächst +132’000 auf +185’000 kräftig nach oben korrigiert. Die ADP-Daten gelten als Indikator für die am Freitag erwartete offizielle Arbeitsmarktstatistik aus Washington.

Der US-Dienstleistungssektor zeigt sich solider als gedacht

In den USA blieb die Stimmung der Dienstleistungsunternehmen gemäss den neusten Umfragewerten des ISM gegenüber dem Vormonat stabil und nach wie vor klar über der 50-Punkte-Schwelle, womit weiterhin ein Wachstumstrend des Sektors signalisiert wird. Der ISM Non-Manufacturing PMI gab um 0.2 auf 56.7 Punkte nach und lag damit auch über dem Konsens von 56.0 Zählern.

Kontraktion in Europa festigt sich

In der Eurozone fiel der Einkaufsmanagerindex von S&P Global für die Privatwirtschaft im September von 48.9 auf 48.1 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Januar 2021. Belastet würden die Unternehmen sowohl im Industrie- wie auch im Dienstleistungsbereich vor allem durch die Energiekrise, die steigende Inflation und die zunehmenden Sorgen über die wirtschaftlichen Aussichten, kommentierte S&P Global.

In Grossbritannien hat sich die Unternehmensstimmung in der Industrie und im Dienstleistungssektor ebenfalls eingetrübt, wenn auch nicht so stark wie erwartet. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex gab im September um 0.5 auf 49.1 Punkte nach – der niedrigste Wert seit Januar 2021.

Ifo geht von lange anhaltend hoher Inflation aus

Einer Umfrage des Münchener Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo zufolge muss in Deutschland mit einer lange anhaltenden Phase hoher Inflation gerechnet werden. Die Preise für Gas und Strom würden sich weiter steigen und der Preisanstieg werde in den kommenden Monaten nahezu flächendeckend zunehmen. Ein weiterer Grund weshalb nicht mit einer Abkühlung der Inflation gerechnet werden dürfe, sei der zum Oktober angestiegene Mindestlohn.

Wirtschaftskalender 6. Oktober

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEAuftragseingang Industrie (August, M/M)-1.1%
11:00EZEinzelhandelsumsätze (August, M/M)+0.3%
13:30EZEZB Protokoll 
14:30USAErstanträge Arbeitslosengeld (wöchentlich)193’000

Unternehmenskalender 6. Oktober

LandUnternehmenPeriode
DEMerck KGaAKapitalmarkttag
GBImperial Brands Q4 Umsatz

Quelle: BondWorld.ch


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