LGT Navigator: Die Aktienbörsen behalten Oberwasser und profitieren von positiven Impulsen eines stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht sowie von der vom Pharmakonzern Pfizer in Aussicht gestellten Pille gegen Covid-19
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Einen positiven Impuls liefert auch die Verabschiedung des USD 1.2 Billionen schweren Infrastruktur-Investitionsprogramms in den USA. Im Fokus stehen in den nächsten Tagen nun verstärkt die Quartalsergebnisse europäischer Schwergewichte.
An den US-Aktienmärkten setzten die Indizes ihre Rekordserie am Freitag fort. Neben dem stärker als prognostiziert ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht sorgte auch die Aussicht auf ein Medikament des Pharmakonzerns Pfizer im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einer hohen Wirksamkeit (knapp 90% Schutz vor einem schweren Verlauf) für einen weiteren positiven Impuls. Der Dow Jones Industrial schloss +0.56% höher bei 36’327.95 Punkten und verbuchte damit einen Wochengewinn von +1.4%. Der S&P 500 ging +0.37% höher bei 4’697.53 Zählern ins Wochenende. An der Technologiebörse Nasdaq blieben die Indizes nach der starken Rally praktisch unverändert.
In Asien konnten die Aktienbörsen zum Wochenstart trotz den positiven Vorgaben aus Übersee und besser als erwarteter Exportdaten aus China (+27.1% vs. Konsens +24.5%) dem positiven Trend nicht folgen und tendieren mehrheitlich leicht im negativen Bereich.
In dieser Woche liegt der Schwerpunkt der laufenden Unternehmensberichterstattungssaison nun in Europa. Am Dienstag werden der Pharmariese Bayer und der Covid-19-Impftstoffentwickler BioNTech ihre Quartalszahlen vorlegen. Am Mittwoch folgen dann Allianz, Adidas und aus den USA der Unterhaltungskonzern Walt Disney. Am Donnerstag geht der Reigen weiter mit Siemens, Merck KGaA und dem britischen Luxusgüterkonzern Burberry. Abgeschlossen wird die Woche mit den Ergebnissen von Richemont, der Deutschen Telekom sowie dem Pharmakonzern AstraZeneca
US-Infrastrukturinvestitionsprogram auf dem Weg
Nach monatelangem zähem Ringen konnte das USD 1.2 Billionen schwere Infrastrukturpaket im Kongress in Washington verabschiedet werden. Für den vor allem innenpolitisch mittlerweile angeschlagenen US-Präsident bedeutet dies einen wichtigen politischen Sieg. US-Präsident Joe Biden meinte denn auch: Das Programm werde Millionen Jobs schaffen und den USA den Weg ebnen, den wirtschaftlichen Wettbewerb im 21. Jahrhundert mit China und anderen grossen Ländern zu gewinnen. Biden will nun das Gesetz so schnell wie möglich bei einer formellen Zeremonie unterzeichnen. Inzwischen geht aber der Streit um das zweite billionenschwere Gesetzespaket zum Ausbau von Sozialleistungen und Klimaschutz im Repräsentantenhaus in die nächste Runde.
US-Arbeitsmarkt gewinnt an Dynamik
Die Beschäftigung in den Vereinigten Staaten hat im Oktober überraschend stark zugenommen und die Arbeitslosenrate ging kräftiger als erwartet zurück. Im letzten Monat entstanden demnach 531’000 neue Stellen (ohne Berücksichtigung des Agrarsektors). Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs von 450’000 Jobs gerechnet. Zudem revidierte das Arbeitsamt in Washington die Zahlen für die beiden Vormonat um insgesamt 235’000 Stellen nach oben. Die Arbeitslosenrate sank im Oktober auf 4.6% von 4.8% im September (Konsens 4.7%). Obwohl der amerikanische Arbeitsmarkt nach wie vor in der Erholungsphase von der Coronakrise steckt – im Februar 2020 betrug die Arbeitslosenquote 3.5% – dürfte sich die US-Notenbank in ihrer in der letzten Woche vollzogenen geldpolitischen Wende bestätigt sehen. Insbesondere auch, weil sich das Lohnwachstum in den vergangenen Monaten spürbar beschleunigt hat. Im Oktober stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne auf Jahressicht um +4.9%.
Industrie in «Kerneuropa» schwächelt
Die Schwächephase in der deutschen Industrie hat sich im September fortgesetzt. In Deutschland fiel die Industrieproduktion gegenüber dem Vormonat um -1.1%, während Analysten mit einer Erholung gerechnet hatten. Damit setzt sich vor dem Hintergrund anhaltender Lieferengpässe bei Rohstoffen und Vorprodukten der seit April zu beobachtende Rückgang in der deutschen Industrie weiter fort. Auch in Frankreich, der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone, sank die Industrieproduktion im September um -1.3%.
Wirtschaftskalender 8. November
| MEZ | Land | Indikator | Letzte Periode |
| 07:45 | CH | Arbeitslosenrate (Oktober) | 2.8% |
| 10:30 | EZ | Sentix Konjunkturindikator (November) | +16.9 |
Unternehmenskalender 8. November
| Land | Unternehmen | Periode |
| DE | Henkel | Q3 Umsatz |
| USA | PayPal | Q3 |
Quelle: BondWorld.ch
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