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LGT Navigator: Powell sorgt an den Börsen für kräftigen Rückenwind

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LGT Navigator : US-Notenbankchef Jerome Powell deutete an, dass die amerikanische Notenbank angesichts einer jüngst wieder etwas schwächeren Inflation und verstärkter Konjunkturrisiken die Zinsen in einem langsameren Tempo anheben könnte.

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Gemäss Powell könnte bereits am bevorstehenden Entscheid am 14. Dezember der Zeitpunkt für eine Verringerung der Zinserhöhungen gekommen sein. Bekräftigt wurden Powells Aussagen auch durch das Beige Book, den Wirtschaftsbericht des Fed. Demnach hat sich das Wirtschaftswachstum in den USA zuletzt abgeschwächt.

Die Aussicht auf eine Drosselung des Straffungstempos sorgte an der Wall Street und an Asiens Börsen für einen Kurssprung. Der Dow Jones Industrial schloss nach den Aussagen des Fed-Vorsitzenden +2.18% höher bei 34’589.77 Punkten und erreichte damit das höchste Niveau seit rund sieben Monaten. Damit beendete der Dow, nach einem bereits starken Oktober, den Monat November mit einem stattlichen Plus von fast +6%. Noch stärker zogen die Kurse am breiten Markt an. Der S&P 500 gewann +3.09% und beendete den Mittwochshandel bei 4’080.11 Punkten. An der Technologiebörse Nasdaq sorgte die Aussicht auf eine moderatere Gangart des Fed für ein Feuerwerk. Die Indizes stiegen um rund +4.5%. Vor Powells Statement lagen die Aktienindizes an der Wall Street noch im Minus. Gleichzeitig stiegen die Kurse von US-Staatsanleihen und die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe gab auf 3.66% nach. Der US-Dollar geriet nach den Aussagen von Powell unter Druck und notiert aktuell gegen den Euro bei 1.0445.

Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum schlossen sich den positiven Vorgaben aus New York an. In Tokio legte der Nikkei 225 rund +1% zu und in Hongkong gewann der Hang Seng-Index +1.6% – der Hang Seng Tech Index sogar +2.4%. Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite um +0.65%. Positiv beigetragen hat auch ein besser als antizipiertes Ergebnis der Einkaufsmanagerumfrage in Chinas Industrie.

ADP-Daten deutet auf langsameres Jobwachstum in den USA hin

Als Hinweis auf die am Freitag anstehende offizielle US-Arbeitsmarktstatistik wird jeweils der Bericht des Arbeitsmarktdienstleistungsunternehmens ADP interpretiert. Mit einem Zuwachs von 127’000 Stellen im November – der geringste Zuwachs seit fast zwei Jahren – hat sich das Beschäftigungswachstum zumindest in der Privatwirtschaft etwas verlangsamt. Im Oktober wurden laut ADP noch 239’000 neue Jobs geschaffen. Mit Spannung werden nun die vor dem Wochenende zur Veröffentlichung stehenden monatlichen Arbeitsmarktdaten aus Washington für die Gesamtwirtschaft erwartet.

Inflation im Euroraum geht leicht zurück – Entlastung für EZB?

Die Teuerungsrate der Verbraucherpreise in der Eurozone hat sich im November von dem im Vormonat notierten Rekordniveau stärker als erwartet etwas abgeschwächt. Im Jahresvergleich erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in den Euroländern im Schnitt um +10.% (Konsens +10.4%). Im Oktober betrug die Inflationsrate +10.6%. Haupttreiber bleiben die Energiepreise, die auf Jahressicht um knapp +35% zulegten. Kräftig gestiegen sind im November aber auch Nahrungs- und Genussmitteln, nämlich um +13.6% gegenüber der Vorjahresperiode. Die Kernteuerungsrate, also ohne Energie und Lebensmittel, blieb mit +5.0% unverändert. Mit Spannung wird nun erwartet, ob die EZB an ihrem nächsten Zinsentscheid am 15. Dezember bereits etwas von der geldpolitischen Bremse geht, sprich die Zinsen moderater (um 50, statt 75 Basispunkte) anhebt.

Konjunkturausblick für die Schweiz bleibt laut KOF getrübt

Die Perspektiven für die Schweizer Volkswirtschaft haben sich im November nicht verbessert. Darauf lässt das monatlich erfasste Wirtschaftsbarometer der Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich schliessen. Dieses fiel gegenüber Oktober um 1.4 auf 89.5 Punkte zurück. Damit notiert das Barometer den siebten Monat in Folge unter dem langfristigen Mittel von 100 Punkten. Zur insgesamt negativen Entwicklung haben in erster Linie die Bereiche Produktionskapazitäten, Lager und Wettbewerbssituation beigetragen, kommentierten die KOF.

Wirtschaftskalender 1. Dezember

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEEinzelhandelsumsätze (Oktober, M7M)+0.9%
08:30CHVerbraucherpreise (November, J/J)+3.0%
09:30CHEinkaufsmanagerindex (November)54.9
09:45ITEinkaufsmanagerindex Industrie (November) 46.5
09:50FREinkaufsmanagerindex Industrie (November)49.1
09:55DEEinkaufsmanagerindex Industrie (November)46.7
10:00EZEinkaufsmanagerindex Industrie (November)47.3
10:30GBEinkaufsmanagerindex Industrie (November)46.2
14:30USAErstanträge Arbeitslosengeld (wöchentlich)240’000
14:30USAKonsumausgaben (Oktober, M/M)+0.6%
15:45USAEinkaufsmanagerindex Industrie (November)47.6
16:00USAISM Einkaufsmanagerindex Industrie (November)50.2

Unternehmenskalender 1. Dezember

LandUnternehmenPeriode
NLHeineken (Capital Markets Day) 

  Quelle: BondWorld.ch


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