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LGT Navigator: Rezessionsängste und die Geldpolitik halten Börsen in Schach

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LGT Navigator : Durchzogene Konjunkturdaten aus den USA verstärkten die Rezessionsängste und die Anspannung vor den nächsten Zinsentscheiden der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank halten die Börsen derzeit in Schach.

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In Japan erreichte die Kerninflationsrate unterdessen den höchsten Stand seit 1981, womit ein geldpolitischer Kurswechsel der Bank of Japan wohl noch absehbarer werden dürfte. Chinas Zentralbank beliess unterdessen ihre Leitzinsen für ein- und fünfjährige Kredite unverändert, was den Börsen etwas Rückenwind verschaffte.

An der New Yorker Börse ging der Dow Jones Industrial bei 33’044.56 Punkten 0.76% tiefer als am Vortag aus dem Handel. Der S&P 500 gab ebenfalls um 0.76% auf 3’898.85 Punkte nach und an der Technologiebörse Nasdaq fielen die Indizes um rund 1%. Neben enttäuschenden Wirtschaftsindikatoren enttäuschten auch einige Quartalsergebnisse, wie beispielsweise vom Aluminiumhersteller Alcoa. Der Konzern verwies auf negative Effekte der Inflation, eine nachlassende Nachfrage aus Europa und die schwachen Wirtschaftsaussichten in China. Am Anleihenmarkt gab die Benchmark-Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen bis auf 3.4% nach. Der US-Dollar tendierte wieder etwas schwächer und kämpft mit dem Euro weiterhin um die Marke von 1.08 – aktuell 1.0830. 

Kerninflation in Japan erreicht höchsten Stand seit mehr als 40 Jahren

Im asiatisch-pazifischen Raum handelten die Aktienbörsen am Freitag überwiegend höher. In Tokio legte der Nikkei 225 um rund 0.3% zu. Im Zentrum standen die neusten Daten zu den japanischen Verbraucherpreisen. Die Jahresteuerungsrate erreichte dabei in der Kernabdeckung, also ohne Berücksichtigung der Energie- und Lebensmittelpreise, im Dezember mit 4% das höchste Niveau seit 1981. Die Rendite der zehnjährigen japanischen Staatsanleihe sank geringfügig auf 0.4% und lag damit leicht unter der Obergrenze des von der Notenbank festgelegten Toleranzbereichs. In Hongkong legte der Hang-Seng-Index um 1% zu und der Hang Seng Tech Index kletterte um 1.6%. Auf dem chinesischen Festland wurde der Shanghai Composite rund 0.5% höher gehandelt, nachdem die chinesische Zentralbank die Leitzinsen für 1- und 5-jährige Kredite unverändert belassen hatte.

Neuste Konjunkturdaten bekräftigen durchzogene Wirtschaftsentwicklung in den USA

Ein unerwarteter und erneuter Rückgang der Baugenehmigungen und der Neubaustarts verdeutlicht die seit dem Anstieg der Hypothekarzinsen getrübte Lage am Immobilienmarkt in den USA. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Bewilligungen im Dezember um 1.6% zurück (Konsens +1.0%) nachdem sie im November um 10.6% eingebrochen waren. Die Baubeginne gaben Ende letzten Jahres um 1.4% nach, jedoch geringer als vermutet (Konsens -4.8%, Vormonat -1.8%).

Wie zuvor bereits der Empire State Index der New Yorker Notenbank signalisierte auch die regionale Industrieumfrage der Notenbank von Philadelphia zu Jahresbeginn einen anhaltenden Rückgang der Wirtschaftsaktivität. Der Philly-Fed-Index verbesserte sich zwar im Januar stärker als erwartet um 4.8 auf -8.9 Punkte (Konsens -11.0), blieb aber im negativen Bereich, womit eine Kontraktion angedeutet wird.

Für EZB-Chefin Lagarde bleibt die Inflation im Euroraum weiter viel zu hoch

Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), betonte bei einem Auftritt am Weltwirtschaftsforum in Davos, dass die Inflation in der Eurozone trotz Zinserhöhungen und des jüngsten Rückgangs “viel zu hoch” seit. Ende 2022 lag die Teuerungsrate in der Eurozone mit 9.2% knapp unter dem Rekordhoch. Die EZB müsse deshalb auf Kurs bleiben. Auch andere Spitzenvertreter der EZB, wie Frankreichs Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau oder der holländische Zentralbankvorsitzende Klaas Knot hatten im Vorfeld den weiteren Bedarf an Zinserhöhungen bekräftigt. Die EZB wird am 2. Februar über das weitere Vorgehen entscheiden.

Norwegens Zentralbank legt vorerst Pause ein

Die norwegische Notenbank beliess ihren Leitzins unverändert bei 2.75%, nachdem sich der Inflationsdruck zuletzt abgeschwächt hatte. Im Dezember war die Jahresteuerungsrate auf 5.9% von 6.5% im November gesunken. Die Norges Bank in Oslo machte aber klar, dass bereits im März eine Fortsetzung des Zinserhöhungszyklus “sehr wahrscheinlich” sei.

Wirtschaftskalender 20. Januar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEErzeugerpreise (Dezember, J/J)+28.2%
08.00GBEinzelhandelsumsätze (Dezember, M/M)-0.4%
09:00CHSNB Präsident Jordan spricht 
10:00DEBundesbank Präsident Nagel spricht 
11:00EZEZB Präsidentin Lagarde spricht 
16:00USVerkäufe bestehender Häuser (Dezember, M/M)-7.7%

Unternehmenskalender 20. Januar

LandUnternehmenPeriode
SWEEricssonQ4
USASchlumbergerQ4

Quelle: BondWorld.ch


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