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LGT Navigator: Richtungsentscheid der EZB rückt in den Fokus

LGT Navigator : In der verkürzten Handelswoche steht der geldpolitische Richtungsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag im Mittelpunkt.

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Angesichts des starken Inflationsdrucks könnte EZB-Präsidentin Lagarde gezwungen sein, den Kapitalmärkten ein starkes Signal zu senden und die unmittelbar bevorstehende Zinswende anzukündigen. Die amerikanische Notenbank dürfte unterdessen angesichts einer weiterhin soliden Arbeitsmarktentwicklung auf ihrem eingeschlagenem Zinserhöhungspfad bleiben.

In Asien tendierten die meisten Aktienindizes heute ohne klare Richtung. Während der Nikkei 225-Index in Tokio rund +0.4% höher handelt als zum Vortagesschluss, verliert der Hang Seng-Index in Hongkong etwa -0.25%. In Shanghai gewinnt der Composite-Index rund +0.4%. Positive Impulse lieferten die unterdessen gelockerten Pandemie-Beschränkungen in der Metropole Shanghai.

In Europa blieben viele Börsenplätze wegen des Pfingstwochenendes geschlossen. Der Leitindex EuroStoxx 50 legte am Montag aber um +1.45% auf 3’838.42 Punkte zu.

An der New Yorker Börse konnten die Indizes nach den Ende letzter Woche erlittenen Verlusten am Montag wieder zulegen. Im Zentrum stehen aber nach wie vor Inflations-, Zins- und Konjunktursorgen. Der Dow Jones Industrial legte zum Wochenstart zunächst um rund ein Prozent zu, schloss dann aber praktisch unverändert zum Freitag bei 32’915.78 Punkten (+0.05%). Der S&P 500 gewann +0.31% und ging bei 4’121.43 Punkten aus dem Handel. An der Nasdaq legten die Indizes um rund +0.4% zu. Zu Reden gibt auf dem New Yorker Börsenparkett weiterhin die Übernahme von Twitter durch Tesla-Chef Elon Musk. Der Kurznachrichtendienst weigert sich, eingeforderte Daten zu Spam- und Fake-Nutzerkonten auf der Plattform herauszugeben.

Am Anleihenmarkt notiert die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen mit 3.04% wieder über der Dreiprozentmarke.

In den Mittelpunkt rückt nun der am Donnerstag erwartete Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank (EZB). Notenbankchefin Christine Lagarde und ihr Team dürften mit klaren Worten die Finanzmärkte auf eine Zinswende an der nächsten Sitzung im Juli vorbereiten.

Solide US-Arbeitsmarktentwicklung bekräftigt Fed-Kurs

In den USA wurden im Mai mehr Jobs geschaffen als von Analysten im Schnitt erwartet. Ohne Berücksichtigung des Landwirtschaftssektors wurden +390’000 neue Stellen geschaffen, wie das Arbeitsministerium am letzten Freitag meldete. Der Marktkonsens lag bei +318’000 Non-Farm-Payrolls. Gleichzeitig blieb die Arbeitslosenrate im letzten Monat mit 3.6% unverändert auf niedrigem Niveau. Die anhaltend solide Verfassung des Arbeitsmarktes dürfte die US-Notenbank auf Kurs halten, die Zinsen am 15. Juni weiter zu erhöhen.

US-Dienstleistungssektor leidet unter Inflation und Arbeitskräftemangel

Die allgemeine Stimmung in der Dienstleistungsbranche in den USA hat sich im Mai stärker als von Analysten erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des ISM schwächte sich dabei von 57.1 auf 55.9 Punkte (Konsens 56.5) ab und registriert damit den tiefsten Wert seit Februar 2021. Steigende Preise drückten auf die Nachfrage und ein Mangel an Arbeitskräften belaste die Unternehmen, kommentierte das Institut for Supply Management.

Wirtschaftskalender 7. Juni

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00DEAuftragseingang Industrie (April, M/M)-4.7%
10:30GBEinkaufsmanagerindex Privatwirtschaft (Mai)51.8
10:30EZSentix Konjunkturausblick Investoren (Juni)-22.6
14:30USAHandelsbilanz (April) USD -109.8 Mrd.

Unternehmenskalender 7. Juni

LandUnternehmenPeriode
GBBritish American TobaccoQ2 Umsatz

Quelle: BondWorld.ch


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