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LGT Navigator: Schwache Wirtschaftsdaten nähren Hoffnung auf schnelle Fed-Wende

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LGT Navigator : Schwache Verbraucherdaten aus den USA beflügeln am Mittwoch die Märkte, da sie die Hoffnung auf ein schnelles Ende der aggressiven Geldpolitik der US Federal Reserve wieder aufleben lassen.

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Der US-Verbrauchervertrauensindex sank im Januar auf 107.1 von 109.0 im Dezember, während die Inflationserwartungen der Verbraucher von 6.6 Prozent auf 6.8 Prozent stiegen. Die höheren Inflationserwartungen und die sich verschlechternden Konjunkturerwartungen stellen ein Problem für die US-Notenbank dar, die traditionell die Zinsen anhebt, um die Inflation zu bekämpfen, und sie senkt, um den Konsum anzukurbeln. Am späten Mittwoch wird der Offenmarktausschuss der US-Notenbank seine Entscheidung über die Zinssätze bekannt geben.

Die Aktienindizes in New York interpretierten die schwachen Wirtschaftsdaten dahingehend, dass die Fed das Tempo der Anhebung ihres Leitzinses wahrscheinlich weiter verlangsamen wird. Die Fed hat die Zinsen im vergangenen Jahr sieben Mal angehoben, davon vier Mal in Folge um jeweils 75 Basispunkte. Im Dezember verlangsamte sie dann das Tempo der Zinserhöhungen auf 50 Basispunkte. Der Markt rechnet weitgehend mit einem Zinsschritt von 25 Basispunkten am Mittwoch.

Nach den Zahlen zum Verbrauchervertrauen schloss der S&P 500 am Dienstag mit einem Plus von 1.46% bei 4076.60 Punkten. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Plus von 1.09% bei 34,086.04 Punkten. Die Indizes an der Technologiebörse Nasdaq stiegen um rund 1.6%.

In Asien hielten gemischte regionale Wirtschaftsdaten die Stimmung im Zaum. Der chinesische Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe wies im Januar auf eine leichte Schrumpfung hin, nachdem die Regierung kürzlich ihre strikte Null-Covid-Politik beendet hatte. Auch die südkoreanischen Exporte brachen im Januar um 16.5% gegenüber dem Vorjahr ein. Die asiatischen Börsenindizes folgten am Dienstag dennoch der allgemeinen Richtung der US-Märkte, wobei der Shanghai Composite um 0.34% und der Shenzhen Component um 0.73% zulegten. Der Hang Seng Index in Hongkong stieg um 0.47%. In Tokio wurde der Nikkei-225-Index mit einem Plus von rund 0.8% gehandelt, während der südkoreanische Kospi um 0.74% zulegte.

Wirtschaft der Eurozone entgeht knapp einer Schrumpfung

Die Wirtschaft der Eurozone konnte im letzten Quartal 2022 eine Schrumpfung knapp vermeiden und wuchs im Vergleich zum Vorquartal saisonbereinigt um 0.1%. Das Expansionstempo verlangsamte sich jedoch, da das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im dritten Quartal im Wirtschaftsblock um 0.3% gestiegen war. Die wirtschaftliche Entwicklung im vierten Quartal verlief in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich, wobei Irland (+3,5 %) an der Spitze lag und Österreich am stärksten schrumpfte (-0,7 %). Auch die grösste europäische Volkswirtschaft – Deutschland – schrumpfte um 0.2%. Niedrigere Energiepreise in der zweiten Jahreshälfte trugen dazu bei, dass die Wirtschaft in der gesamten EU nicht schrumpfte.

ExxonMobil stellt Gewinnrekord auf

ExxonMobil verzeichnete im Jahr 2022 einen Gewinn von 56 Milliarden Dollar, ein neuer Rekord sowohl für das US-Unternehmen als auch für die westliche Ölindustrie insgesamt. Der US-Konkurrent Chevron meldete in der vergangenen Woche ebenfalls einen Gewinn von 36,5 Milliarden Dollar für das laufende Jahr. Die hohen Energiepreise haben dem Energiesektor im Jahr 2022 Rückenwind gegeben, aber die steigenden Unternehmensgewinne haben einige Kritiker auf den Plan gerufen, da die Verbraucher damit zu kämpfen haben, höhere Preise für das Tanken ihrer Autos und das Heizen ihrer Häuser zu zahlen. Die Ergebnisse der grossen Ölkonzerne werden in dieser und der nächsten Woche weiter eintrudeln: Shell und ConocoPhillips legen am Donnerstag ihre Ergebnisse vor, BP und TotalEnergies geben ihre Zahlen nächste Woche bekannt.

UBS-Ergebnisse für das vierte Quartal übertreffen die Erwartungen

UBS meldete für das vierte Quartal einen Ertrag von 8.0 Milliarden Dollar, was einem Rückgang von 8% gegenüber dem Vorjahr entspricht, aber über den Markterwartungen liegt. Die Hauptgründe für das gute Ergebnis waren eine stärkere Performance im Wealth Management – trotz weltweit schwieriger Marktbedingungen – und eine strikte Kostendisziplin. UBS kündigte zudem an, dass sie Aktien im Wert von über 5 Milliarden Dollar zurückkaufen will.

Wirtschaftskalender 1. Februar

MEZLandIndikatorLetzte Periode
11:00EZVerbraucherpreisindex (M/M)-0.4%
11:00EZArbeitslosenquote (Dezember)6.5%
14:15USAADP Beschäftigungsänderung (Januar)235,000
20:00USAFederal Reserve Zinsentscheidung4.5%

Unternehmenskalender 1. Februar

LandUnternehmenPeriode
CHNovartisQ4
AURaiffeisen InternationalQ4
DNKNovo NordiskQ4
GBVodafone Q3
USAT-MobileQ4
USAMetaQ4

Quelle: BondWorld.ch


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