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LGT Navigator : SNB-Entscheid und globale Konjunkturdaten im Fokus

LGT Navigator : In dieser Woche stehen an den Finanzmärkten zahlreiche wichtige Konjunkturdaten sowie der Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Donnerstag im Fokus.

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Die Schweizer Zentralbank bewegt sich dabei in einem Umfeld minimaler Inflation, eines sich aufwertenden Frankens und einer Wirtschaft, die durch unsichere Handelsbedingungen herausgefordert ist. In den USA richtet sich das Augenmerk auf die endgültige BIP-Schätzung für das zweite Quartal und die Auftragseingänge für langlebige Güter (Donnerstag) sowie auf das von der US-Notenbank (Fed) bevorzugte Inflationsmass – den PCE-Preisindex (Freitag). Vorläufige Einkaufsmanagerindizes (PMI) liefern Echtzeit-Einblicke in die globale Geschäftstätigkeit für die Eurozone, Grossbritannien, die USA, Japan, Indien und Australien (Dienstag und Mittwoch). Wesentliche Stimmungsumfragen – darunter das deutsche ifo-Geschäftsklima (Mittwoch) und das GfK-Konsumklima (Donnerstag) – werden die europäische Perspektive zusätzlich prägen.

Die Aktienmärkte im Asien-Pazifik-Raum handelten zum Wochenstart uneinheitlich, nachdem Chinas Zentralbank am Montag ihre wichtigsten Kreditzinsen zum vierten Mal in Folge unverändert liess. Der einjährige Leitzins blieb bei 3.0%, der fünfjährige Satz bei 3.5% – trotz der Zinssenkung der Fed in der Vorwoche. Die Massnahme der People’s Bank of China entsprach den Erwartungen des Marktes, während die Verantwortlichen versuchen, finanzielle Stabilität mit den jüngsten Kursgewinnen an den Aktienmärkten und gleichzeitig anhaltenden Schwächesignalen in der Wirtschaft, wie rückläufigen Einzelhandelsumsätzen und einer gedämpften Industrieproduktion im August, in Einklang zu bringen. Angesichts der anhaltenden Deflationsrisiken, sinkender Exporte und einer sich vertiefenden Krise am Immobilienmarkt rechnet der Markt nur mit vorsichtigen geldpolitischen Lockerungen bis Ende Jahr. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 0.9% nach, während der CSI 300 auf dem chinesischen Festland um 0.3% zulegte. Der japanische Nikkei 225 stieg um 1.1%, Koreas Kospi gewann 0.6%, und Australiens S&P/ASX 200 legte um 0.4% zu.

US-Aktienmärkte auf neuen Rekordständen

Die wichtigsten US-Aktienindizes, darunter der S&P 500, der Dow Jones Industrial Average und der Nasdaq 100, erreichten am Freitag neue Allzeithochs, da die Erwartung weiterer Zinssenkungen den Anlegeroptimismus stützte. Der S&P 500 schloss 0.5% fester bei 6664.36 Punkten, der Nasdaq 100 legte um 0.7% auf 24’626.25 Punkte zu, und der Dow Jones Industrial Average stieg um 0.4% auf 46’315.27 Punkte, womit er in der Woche insgesamt einen Gewinn von 1.1% verbuchte. Getrieben wurde die Rally durch die Aussicht auf sinkende Finanzierungskosten und bessere Gewinnperspektiven, vor allem bei Technologiewerten, auch wenn angesichts von Inflationsrisiken Zurückhaltung besteht. Der US-Dollar zeigte sich zu Wochenbeginn stabil, während die Renditen von US-Staatsanleihen nach der Zinssenkung der Fed klar anzogen – die Rendite für zehnjährige Anleihen lag über 4.1%, die Zweijahresrendite bei rund 3.6%. Gold notierte knapp unter dem Allzeithoch bei USD 3700 je Unze.

Deutsche Erzeugerpreise sinken im August

Die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte in Deutschland sind laut Angaben des Statistischen Bundesamtes im August um 2.2% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen und damit stärker als der Rückgang von 1.5% im Juli. Verantwortlich für das Minus waren vor allem die Energiepreise, die im selben Zeitraum um 8.5% sanken, während auch die Preise für Vorleistungsgüter weiter nachgaben und Kapital- wie Konsumgüter teurer wurden. Europäische Aktienmärkte zeigten sich am Freitag uneinheitlich: Der Euro Stoxx 50 war kaum verändert. Der DAX in Deutschland sank um 0.2%, der französische CAC 40 bewegte sich kaum, während der Swiss Market Index mit einem Plus von 0.5% auf 12’109.67 Punkte besonders stark abschnitt.

Britische Einzelhandelsumsätze übertreffen Erwartungen

Die Einzelhandelsumsätze in Grossbritannien stiegen im August um 0.5% und übertrafen damit die Erwartungen der Ökonominnen und Ökonomen, wie das nationale Statistikamt am Freitag meldete. Anlass dafür waren vor allem stärkere Umsätze bei Kleidern, in Kaufhäusern und im Lebensmittelhandel, begünstigt durch günstiges Wetter – allerdings wurde das Umsatzplus aus dem Juli auf 0.5% nach unten revidiert. Im Jahresvergleich lagen die Umsätze 0.7% höher, während der Dreimonatstrend mit einem leichten Minus von 0.1% einen geringeren Rückgang zeigte als das Minus von 0.6% im vorherigen Zeitraum. Anhaltender Inflationsdruck und Sorgen über mögliche Steuererhöhungen belasten weiterhin die Konsumstimmung und die Aussichten für den Einzelhandel.

Unternehmens- und Wirtschaftskalender

Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.

Konjunkturdaten im Fokus: Monatsbericht der Bundesbank (12:00), Verbrauchervertrauen Eurozone (16:00).

Quelle: InvestmentWorld.ch


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