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LGT Navigator: Solide Konjunkturdaten halten Börsianer zumindest kurzfristig bei Laune

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LGT Navigator: Besser als erwartete Konjunkturdaten aus den USA bieten den Anlegern Grund für Optimismus.

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So deuteten die neusten Daten zur Umsatzentwicklung im amerikanischen Einzelhandel auf eine solide Konsumbereitschaft und auf ein gutes Vorweihnachtsgeschäft hin. Die latenten Inflationssorgen und die erneute Pandemiewelle verstärken aber die Verunsicherung und gefährden die Börsenstimmung sowie die fragile Konjunkturerholung.

Solide Wirtschaftsdaten sorgten an der New Yorker Börse für gute Stimmung und insbesondere konjunktursensitive Technologieaktien profitierten von den ermutigenden Zeichen aus dem US-Detailhandel. An der Nasdaq legten die Indizes um rund +0.75% zu. Am breiten Markt blieben die Gewinne jedoch moderat: Der S&P 500 schloss +0.39% höher bei 4’700.90 Punkten und der Dow Jones Industrial ging bei 36’142.22 Zählern (+0.15%) aus dem Dienstagshandel. Gestützt wurden die US-Indizes auch durch positive Unternehmensnachrichten. So profitierte beispielsweise die Baumarktkette Home Depot weiterhin vom Heimwerkerboom in der Corona-Pandemie und übertraf bei Gewinn und Umsatz die Erwartungen. Auch der Ausblick des grössten US-Einzelhändlers Walmart, der von einem starken Weihnachtsgeschäft ausgeht und nach einem guten dritten Quartal seine Gewinnprognosen erhöhte, vermochte zu überzeugen.

An den Börsen Asiens dominierte unterdessen aber wieder eine verstärkte Risikoaversion der Investoren und die meisten Aktienindizes tendierten mehrheitlich im negativen Bereich, aber ohne klaren Trend.

Amerikaner bereits in vorweihnachtlicher Shopping-Laune

Die Einzelhandelsbranche in den USA konnte im Oktober die Umsätze deutlich stärker als erwartet steigern. Die Verkäufe nahmen im Vergleich zum Vormonat um +1.7% zu, während Ökonomen im Konsens eine Zunahme um +1.4% prognostiziert hatten. Die Umsätze sind nun bereits den dritten Monat in Folge gestiegen. Ein Grund für den kräftigen Anstieg der Retail Sales könnten frühzeitige Weihnachtseinkäufe sein, da Konsumenten befürchten, gewisse Produkte aufgrund der Lieferkettenprobleme nicht ordern zu können.

Steigende Infektionszahlen gefährden laut Ifo zunehmend die Konjunkturerholung

Die spürbar steigenden Covid-19-Infektionszahlen gefährden nach Einschätzung des Münchener Wirtschaftsforschungsinstitutes Ifo die wirtschaftliche Erholung in Deutschland. «Insbesondere in der Gastronomie, Reise, Kultur und Veranstaltungen sorgt die Ausbreitung der Infektionen dafür, dass sich die wirtschaftliche Aktivität abschwächt, da immer mehr Menschen Ansteckungsrisiken meiden», meint Ifo-Chef Clemens Fuest. Es seien aber zu einem grossen Teil nicht Lockdown-Massnahmen, die ökonomische Kosten verursachten, sondern die Pandemie selbst.

Wirtschaft im Euroraum wächst im Q3 2021 solide

Dank der Lockerung der Pandemiebeschränkungen expandierte das Bruttoinlandsprodukt in den Euroländern gemäss revidierten Daten der Statistikbehörde Eurostat im Q3 gegenüber dem Vorquartal um solide +2.2%. Damit wurde eine erste Schätzung von Ende Oktober bestätigt. Auf Jahressicht betrug das BIP-Wachstum damit +3.7%. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Probleme in den globalen Lieferketten, den belastenden Energiepreisen sowie der erneuten Pandemie-Welle ist im Schlussquartal 2021 mit einem wieder klar schwächeren Wirtschaftswachstum zu rechnen.

Inflation in Frankreich und Italien zieht weiter an

Die Lebenshaltungskosten in Frankreich sind im Oktober auf Jahressicht um +3.2% gestiegen. Damit erreichte die Inflationsrate in der zweitgrössten Volkswirtschaft der Eurozone das höchste Niveau seit rund 13 Jahren. Verantwortlich sind vor allem die gestiegenen Preise für Energie und Dienstleistungen. Auch in Italien hat sich der Preisdruck im Oktober weiter verstärkt. Die Teuerungsrate der Konsumentenpreise stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um ebenfalls +3.2% – die höchste Inflationsrate seit etwa neun Jahren.

Wirtschaftskalender 17 November

MEZLandIndikatorLetzte Periode
08:00GBErzeugerpreise (Oktober, J/J)+6.7%
08:00GBVerbraucherpreise (Oktober, J/J)+3.1%
11:00EZVerbraucherpreise (Oktober, J/J)+4.1%
11:00EZKern-Verbraucherpreise (Oktober, J/J)+2.1%
14:30USABaugenehmigungen (Oktober, M/M)-7.8%
14:30USABaubeginne (Oktober, M/M)-1.6%
19:30EZEZB-Präsidentin Lagarde Rede

Unternehmenskalender 17. November

LandUnternehmenPeriode
USACisco SystemsQ1
USATargetQ3
USANvidiaQ3

Quelle: BondWorld.ch


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