LGT Navigator : Die Aktienmärkte litten am Donnerstag weiter unter Inflationssorgen, die durch die gestiegenen Ölpreise wieder aufflammten.
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Eine steigende Inflation könnte die US-Notenbank dazu zwingen, die Zinssätze länger auf hohem Niveau zu belassen und damit die bereits schwächelnde Wirtschaft zusätzlich zu bremsen. Gleichzeitig bestätigten die wackeligen Handelsdaten aus dem asiatisch-pazifischen Raum die Sorgen um das globale Wachstum.
In New York konnten sich die Aktienindizes der negativen Stimmung jedoch nicht entziehen. Der Dow Jones Industrial verlor 0.6%, und der S&P 500 beendete die Mittwochssitzung mit einem Minus von 0.7%. Der Nasdaq-100 führte die Verluste mit einem Minus von 0.9% an.
Die Bank of Canada beliess ihren Tagesgeldsatz bei 5%, signalisierte aber die Bereitschaft, den Zinssatz weiter zu erhöhen, wenn dies zur Erreichung des Inflationsziels der Zentralbank von 2% erforderlich ist. Zinsentscheidungen der Europäischen Zentralbank und der US-Notenbank stehen noch in diesem Monat an.
Die negativen Wirtschaftsdaten aus Europa hielten zur Wochenmitte an: Die Industrieaufträge in Deutschland fielen im Juli im Vergleich zum Vormonat um 11.7%. Eine am Mittwoch veröffentlichte Prognose für die kommenden Monate zeigt ebenfalls ein schwaches Gesamtjahr für die zweitgrösste europäische Volkswirtschaft. Das Kieler Institut veröffentlichte am Mittwoch seine Prognose und erwartet nun, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 0.5% schrumpfen wird. Zuvor war es von einer Schrumpfung um 0.3% ausgegangen. Als Hauptgründe für die Schrumpfung werden eine schwache Industriekonjunktur, Probleme im Bausektor und geringe Konsumausgaben genannt. Für Deutschland rechnet das Kieler Institut mit einem Wachstum von 1.3% im Jahr 2024 und 1.5% im Jahr 2025. Der DAX beendete den Tag mit einem Minus von 0.2% und der Euro Stoxx 50 verlor am Mittwoch 0.7%.
Unternehmensnachrichten im Fokus: Es stehen heute keine wichtigen Unternehmensnachrichten an.
Konjunkturdaten im Fokus: Arbeitslosenquote Schweiz (07:45 Uhr), Industrieproduktion Deutschland (08:00), Handelsbilanz Frankreich (08:45), Fremdwährungsbestand Schweiz (09:00), Bruttoinlandsprodukt Eurozone (11:00), Erstanträge Arbeitslosenhilfe USA (14:30), wöchentlicher EIA Ölbericht (16:30).
Quelle: BondWorld.ch
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