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LGT Navigator: Stabilisierung zu Wochenbeginn

LGT Navigator : Trotz fehlender Impulse von den US-Märkten, die aufgrund des «Juneteenth»-Feiertages zu Wochenbeginn geschlossen blieben, konnten sich europäische Aktienindizes nach den Verlusten der Vorwoche stabilisieren.

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Rezessions- und Inflationssorgen prägen aber weiterhin die Stimmung an den Kapitalmärkten.

Der EuroStoxx 50 schloss am Montag mit einem Tagesgewinn von +0.91% bei 3’469.83 Punkten. In London ging der FTSE 100 mit einem Plus von +1.5% aus dem Handel. In Asien tendieren die Aktienmärkte ebenfalls mehrheitlich freundlich. In Tokio gewinnt der 225 umfassende Nikkei-Index rund 2.5% und in Hongkong legt der Hang Seng um rund +1.5% zu.

EZB-Präsidentin Lagarde bekräftigt Aussicht auf Zinswende

Die oberste Notenbankerin Europas Christine Lagarde bestätigt vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments die Absicht der EZB, ihren Leitzins anlässlich der nächsten Sitzung am 21. Juli erstmals seit der Coronakrise anzuheben und danach ihre Geldpolitik schrittweise zu normalisieren. Die Zinswende wird an den Finanzmärkten bereits erwartet und drängt sich angesichts einer rekordhohen Inflationsrate im Euroraum von +8.1% auf. Hinsichtlich der Auswirkungen einer strafferen Geldpolitik auf die Konjunktur geht Lagarde nicht von einer Rezession aus; die Bedingungen für weiteres Wachstum seien vorhanden und eine Rezession gehöre nicht zum Basisszenario der EZB.

USA diskutieren über eine Preisobergrenze für Erdöl

In Washington verhandelt US-Finanzministerin Janet Yellen mit Partnern und Verbündeten über eine Preisobergrenze für Erdöl («Gasoline Tax Holiday»), um damit Russlands Einnahmen aus dem Ölexport zu beschränken und negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft zu verhindern. Mit einer Preisobergrenze können westliche Sanktionen auf russische Energieträger verstärkt und der Preis für russisches Öl nach unten gedrückt werden. Zugleich könnte aber mehr Erdöl auf den internationalen Markt gelangen und Nebeneffekte auf Entwicklungsländer verhindern, die derzeit mit den hohen Preisen für Nahrungsmittel und Energie zu kämpfen haben, sagte Yellen bei einem Besuch in Kanada.

KOF-Konsensumfrage geht in der Schweiz von deutlich höherer Inflation aus

Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) der ETH Zürich beliess ihre auf einer Befragung von Ökonomen basierende Wachstumsprognose für die Schweizer Wirtschaft unverändert, korrigierte aber ihre Inflationsprognose für das laufende Jahr kräftig nach oben. Die KOF geht nun von einem BIP-Wachstum in diesem Jahr von +2.5% aus bei einer Teuerungsrate von +2.6%. Bisher war eine durchschnittliche Inflationsrate von +2.0% antizipiert worden. Im nächsten Jahr soll sich dann der Preisdruck wieder abschwächen und die KOF geht für 2023 von einer Teuerungsrate von +1.7% (bisher +1.1%) aus. Die Wirtschaft soll im nächsten Jahr um +1.6% wachsen (bisher +1.7%). An der regelmässigen KOF-Konsensumfrage haben sich zwischen dem 31. Mai und 15. Juni (also noch vor dem SNB-Entscheid) 18 Ökonominnen und Ökonomen beteiligt.

Bundesbank erwartet deutlich geringeres Wachstum

Die deutsche Wirtschaft wird den Berechnungen der Bundesbank zufolge im laufenden Jahr ein BIP-Wachstum von +1.9% erreichen. Damit scheint sich die Erholung nach der Coronakrise zwar fortzusetzen, jedoch wirken sich die Unsicherheiten in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferkettenprobleme weiterhin negativ aus. Ende letzten Jahres hatte die Bundesbank noch ein BIP-Wachstum in diesem Jahr von +4.2% vorausgesagt. Für 2023 geht die Notenbank nun von einer Wachstumsrate von +2.4% aus (bisherige Prognose +3.2%).

Wirtschaftskalender 21. Juni

MEZLandIndikatorLetzte Periode
14:30USAFed Chicago Nationaler Aktivitätsindex (Mai)+0.47
16:00USDVerkäufe bestehende Häuser (Mai, M/M)-2.4%

Unternehmenskalender 22. Juni

LandUnternehmenPeriode
SWEVolvoKapitalmarkttag

Quelle: BondWorld.ch


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